Episode 21: BusinessShift mit Professor Dr. Christian Berg: Ist Nachhaltigkeit auf dem Rückzug?
Shownotes
🔍 Themen der Folge:
– Warum Nachhaltigkeit trotz CSRD-, Omnibus- und ESG-Debatte kein vorübergehender Trend ist – Weshalb Unternehmen langfristig vom Shareholder- zum Stakeholder-Denken wechseln müssen – Welche Rolle Nachhaltigkeitsdaten und die doppelte Wesentlichkeitsanalyse für Unternehmen spielen – Warum Datenqualität entlang globaler Lieferketten noch immer eine der größten Herausforderungen ist – Wie Nachhaltigkeitsberichterstattung Unternehmen dabei hilft, ihre größten Hebel für Transformation zu erkennen – Weshalb Resilienz und nachhaltiges Wirtschaften eng miteinander verbunden sind – Warum Vielfalt, Corporate Political Responsibility und langfristiges Denken entscheidende Erfolgsfaktoren für Unternehmen bleiben
Diese Episode zeigt: Nachhaltigkeit ist keine kurzfristige Reaktion auf Regulierung, sondern eine strategische Managementaufgabe. Unternehmen, die ihre wesentlichen Auswirkungen verstehen, belastbare Daten aufbauen und Nachhaltigkeit als Teil ihrer Unternehmensstrategie begreifen, schaffen die Grundlage für langfristige Wettbewerbsfähigkeit und mehr Resilienz in einer zunehmend komplexen Welt.
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Professor Dr. Christian Berg: https://www.christianberg.net/
Club of Rome Deutschland: https://clubofrome.de/
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Transkript anzeigen
00:00:04:
00:00:08: Der Podcast für Entscheidende und Führungskräfte,
00:00:11: die
00:00:11: sich mit dem Thema Nachhaltigkeit
00:00:13: nachhaltig beschäftigen wollen.
00:00:31: Die CSAD sorgt für Verunsicherung.
00:00:36: Der politische Rückenwind aus Brüssel lässt nach, in den USA werden ESG-Strategien zurückgefahren und manch ein Geschäftsführer fragt sich ist das Ganze vielleicht doch nur ein politischer Trend der wieder vergeht?
00:00:48: Unser heutiger Gast sagt nein!
00:00:51: Und er begründet das mit einer Tiefe die man selten hört.
00:00:55: Professor Dr.
00:00:55: Christian Berg ist eine der markantesten Stimmen zur Frage wie Wirtschaft und Gesellschaft wirklich nachhaltig werden können, nicht im Sinne von Hochglanz Broschüren sondern in dem Sinne von systemischer Veränderung.
00:01:10: Er hat Physik, Philosophie und Theologie studiert zwei Doktortitel erworben einen Theologie ein in Ingenieurswissenschaften und für anschließend viele Jahre in der Industrie tätig davon zwölf Jahre bei SAP zuletzt als Schief Sustainability Architect in der Management Beratung.
00:01:29: Er hat für Bundeskanzlerin Angela Merkel die Taskforce nachhaltiges Wirtschaften und Wachstum geleitet, ist Honorarprofessor für Nachhaltigkeit und globalen Wandel an der C.U.
00:01:40: Klausthal und lehrt Corporate Sustainability an der Universität des Saarlandes.
00:01:46: Er ist Mitglied des Präsidiums des Deutschen Club of Rome und sitzt im Anlageausschuss der GLS Bank.
00:01:54: Sein jüngstes Buch ist die erste umfassende Analyse von Nachhaltigkeitsbarrieren in ökonomischer, juristischer, psychologischer und moralischer Hinsicht.
00:02:07: Prof.
00:02:07: Berg herzlich willkommen bei BusinessShift!
00:02:10: Vielen Dank Herr Birkenmeier für die netten Worte und vielen Dank für die Einladung.
00:02:13: ich freue mich auf das Gespräch
00:02:15: an meiner Seite.
00:02:16: es wie immer.
00:02:16: Dr.
00:02:17: Bahadshat Krause promovierte Biologen, Co-Moderatorin vom BusinessShifte und Global Head of Sustainability bei TÜV Rheinland-Piepland Business Assurance.
00:02:26: Ihre Karriere hat sie durch Reach-Beratung im Chemiesektor, Greenhouse-Gas Accounting, Ökobilanzierung und Lieferkettenmanagement geführt.
00:02:36: Unter anderem bei TÜV Rheinland, GS One Germany und in ihrer eigenen Nachhaltigkeitsberatung Back to Planet.
00:02:43: Baha!
00:02:43: Hallo.
00:02:44: Hallo Max.
00:02:46: Guten Tag Herr Berg.
00:02:47: Ich freue mich sehr dass Sie dabei sind.
00:02:49: ich bin gespannt
00:02:50: was wir heute
00:02:51: diskutieren.
00:02:53: Vielen Dank ja war mich auch
00:02:55: Professor Berg.
00:02:56: Manche sagen gerade, Nachhaltigkeit war ein Trend der Nullerjahre.
00:03:01: Jetzt ist er vorbei!
00:03:03: Trump, Omnibus, ESG, Backlash – Ist das nicht einfach ein Realitätscheck dem was Thema unterzogen wird?
00:03:12: Ja und nein... Also an der Börse sagt man ja immer politische Börsen haben kurze Beine.
00:03:19: Ich würde sagen, wir neigen dazu politische Ereignisse zu überschätzen und langfristige gesellschaftliche Trends zu unterschätzen.
00:03:28: Natürlich verändert Trump und verändern auch omnibus unseren Blick auf das Thema.
00:03:34: Aber zum einen verändern sich natürlich nicht die grundlegenden Herausforderungen.
00:03:39: Der Klimawandel bleibt Die Ressourcenknappheit bleibt Demografischer Wandel bleibt Auch geopolitische Herausforderung Fragmentierung Lieferketten, Abhängigkeiten.
00:03:50: Das bleibt alles bestehen und Unternehmen müssen sich diesen Entwicklung stellen unabhängig davon welche Regierung gerade im Amt ist.
00:04:00: Außerdem ist es so dass wir natürlich stark über Differenzen nachdenken und wenn man sieht, was die CSRD zum Beispiel oder der European Green Deal in dem ersten Aufschlag alles erwartet hat dann denken jetzt manche vielleicht die sehr stark vom Compliance Gedanken getrieben waren.
00:04:18: Jetzt mit Omnibus ist das alles wieder anders und das ist sicherlich falsch.
00:04:23: also es gibt sicherlich einige Korrekturen aber der generelle Trend glaube ich ist nach wie vor erkennbar.
00:04:33: Wie nimmst du denn diese Verunsicherung auf dem Markt wahr?
00:04:36: Ja, ich kann das eigentlich nur bestätigen.
00:04:38: Also die Verunsicherung ist real aber vor allen Dingen wenn es um CSID und Omnibus geht wie Herr Berg schon richtig sagt also auch OmnIBus wird nichts verändern.
00:04:51: Das heißt die Unternehmen die sich schon auf die Reise begeben haben Projekte umsetzen Maßnahmen etablieren Die hören aktuell nicht auf.
00:05:02: Das kann ich schon bestätigen.
00:05:05: Natürlich muss man justieren, es ist immer ein Unterschied ob man regulatorischen Druck hat oder wo der Druck eigentlich herkommt.
00:05:11: sind das vielleicht Kundenanforderungen?
00:05:13: Sind das Material-Eigenschaften?
00:05:16: Sind es Themen wie Wasser, Treibhausgasemission wo man vielleicht eine große Umweltwirkung durch die Produktion seiner Produkte, durch seine Unternehmenshandlungen durchführt.
00:05:27: Und das ist ja real und das sind Themen, die uns bewegen und das ein Thema, die nicht nur durch Omnibus jetzt wieder verschwinden sondern da sind Themen mit denen wir uns wirklich wirtschaftlich auseinandersetzen müssen.
00:05:40: und ich kann eigentlich nur sagen... Wer wirklich nur auf Regulierung wartet, wird immer wieder überrascht.
00:05:46: Aber wer wirklich auf Substanz setzt?
00:05:49: nicht, weil er vorbereitet ist und in seinen Wirtschaften auch viel resilienter wird?
00:05:54: Prof.
00:05:54: Berg Sie haben untersucht warum wir als Gesellschaft nicht nachhaltiger sind obwohl wir es eigentlich wollen.
00:06:03: Was ist hier Ihr konkreter Befund?
00:06:05: also scheitern wir am System an uns selbst oder an beiden?
00:06:09: Das ist eine sehr schwierige Frage.
00:06:11: Ich muss dazu ein bisschen ausholen.
00:06:12: Zunächst muss man natürlich sagen, dass Nachhaltigkeit eine super komplexe Herausforderung ist.
00:06:18: Wir haben diese siebzehn-nachhaltigkeitsziele mit ihren hundertundsechzig Teilzielen und im Grunde kann man sagen, es nachhaltigt eine Optimierung in diesem hundert und sechzigdimensionalen Raum.
00:06:30: Und das ist nicht mal gesagt, dass es überhaupt ein globales Maximum gibt also sprich, dass die eine Nachhaltigkeslösung gibt.
00:06:38: Das Abschlussdokument oder das Dokument der UN, in dem diese SDGs verabschiedet wurden die zwanzig dreißig Agenda spricht davon dass die Ziele integriert und unteilbar sind.
00:06:50: Das heißt ich erreiche Nachhaltigkeit letztlich erst dann wenn ich alle siebzehn Ziele alle hundertneunsechzig Teilziele erreicht habe.
00:06:57: Und das ist natürlich Einerseits irgendwie klar, andererseits auch eine Wahnsinnserausforderung weil man niemand kann Hundert und Sechzig Teilziele verfolgen.
00:07:08: Und zweites Problem ist das wir natürlich nicht nur eine rein technisch technokratische mathematische Optimierungsaufgabe haben sondern dass sehr viel auch mit Werturteilen verbunden ist Mit politischen Entscheidungen die letztlich ausgehandelt werden müssen.
00:07:26: Also es ist ja nicht so, dass wir unbelebig viele Ressourcen hätten um alle Bedürfnisse in jeder Hinsicht zu befriedigen.
00:07:34: Sondern wir müssen immer unter Knappheit entscheiden und das heißt wenn jemand einen Vorteil bekommt oder Benachteiligung aufhören dann geht das nur auf Kosten anderer.
00:07:46: Und das ist ein politischer Prozess der komplexes und der eben oder kann man so ruhig sagen superkomplex ist weil er nicht nur eine nationale sondern eine global herausforderung ist.
00:07:56: Ja, das heißt also wir haben eine super komplexe Situation und wenn man ein komplexes Projekt verfolgt dann ist das Problem dass eigentlich alle Bedingungen erfüllt sein müssen damit des Projekts gelingt.
00:08:10: Aber es genügt schon einen einzigen Fehler um alles kaputt zu machen.
00:08:14: Es gibt immer wieder Beispiele in der Geschichte wo ein einziger Fehler katastrophale Auswirkung hatte.
00:08:21: ich denke zum Beispiel an die.
00:08:23: Es gab eine Mars-Sonde der NASA, ich glaube das ist schon vor dem Jahr.
00:08:29: Die sollte den Mars-Climate Orbiter oder so hieß es umrunden und die Sonde ist am Schluss abgestürzt weil einer der Lieferanten nicht das metrische System sondern das angloamerikanische Einheitssystem verwendet hat.
00:08:46: also fasst sich an den Kopf und fragt, wie kann so was passieren?
00:08:50: Die haben mit Pfund und Feed gerechnet anstatt mit Zentimeter und Kilogramm.
00:08:56: Also ganz einfache banale Dinge können ein Riesenprojekt zum Scheitern bringen.
00:09:02: Wenn man jetzt auf das Thema Nachhaltigkeit schaut, da muss man sagen wir haben hier auch super komplexe Herausforderungen kein Hunger keine Armut intakte Umwelt gute Erziehung Gleichberechtigung der Geschlechter usw.
00:09:15: Das heißt, wenn ich mich nur auf eins konzentriere und dabei aber die anderen alle nicht berücksichtige dann droht unter Umständen ruhig zu scheitern.
00:09:25: Und das ist sozusagen eine große Herausforderung.
00:09:29: wir hatten vor einigen Jahren im Zusammenhang mit Fridays for Future einen großen Aufwind auch im Zusammenhangen mit dem europäischen grünen Deal.
00:09:37: Eine große Aufmerksamkeit auf das Thema.
00:09:43: So, und dann kam Corona.
00:09:44: Und dann haben wir irgendwie jahrelang nur noch über Corona geredet.
00:09:48: Jetzt sind andere Krisen die natürlich auch unmittelbares Handeln erfordern also Rohstoffenergiepreise Lieferengpässe der Ukraine Krieg Dann der Iran-Krieg usw.
00:10:03: Das ist natürlich klar dass viele jetzt erstmal an die unmittelbar drängenden Herausforderungen denken.
00:10:09: Aber das Problem ist, dass uns die langfristigen Herausforderungen auf die Nachhaltigkeit sozusagen die Antwort ist,
00:10:22: sagen können, je resilienter wir werden auch mein Unternehmen und verantwortungsvoller desto eher komme ich doch vielleicht auch in die Richtung dass sich genau diese Themen wie Hunger, faire Löhne, Lebensbedingungen doch vielleicht mitgestalten kann.
00:10:39: oder wie ist da Ihre Meinung?
00:10:41: Ja.
00:10:42: Da würde ich sagen also zum einen sind natürlich Unternehmen nicht die Wohlfahrt und wenn man das Problem des Hungers in der Welt angeht wie man das adressiert Daran kann man auch schon deutlich machen, wie schwierig die Herausforderung ist wenn Bekämpfung des Hungers nur eines von siebzen Zielen ist.
00:10:58: Es gibt Ökonomen, die sagen wir beseitigen den Hunger durch viel mehr Entwicklungszusammenarbeit.
00:11:04: also man muss richtig Geld in das System pumpen wobei ich hier zwischen humanitärer und Entwicklungsarbeit unterscheiden möchte.
00:11:12: es gibt andere Ökonomen die sagen Das Gegenteil ist richtig.
00:11:15: Man darf gar keine Entwicklungs Zusammenarbeit machen weil Gesellschaften sozusagen aus eigener Kraft auf die Füße kommen müssen, Wertschöpfung im eigenen Land generieren und dann sozusagen als Ergebnis dieses Prozesses der Hunger beseitigt wird.
00:11:30: Also kurz gesagt beseitet man den Hunger indem man den Armen Geld gibt.
00:11:35: Die Antwort ist wahrscheinlich nein und deswegen aber da streiten sich sozusagen die Ökonomen drüber Und wenn das schon beim Hunger so schwierig ist, wie soll es dann bei diesen siebzen Zielen gehen?
00:11:46: Deswegen also zum einen Sie haben sicherlich recht.
00:11:50: Unternehmen werden resilienter, wenn sie sich auf die Herausforderungen der Nachhaltigkeit einstellen aber andererseits kann natürlich ein Unternehmen auch nicht die Aufgaben des Staates übernehmen oder sollte auch nicht das versuchen?
00:12:03: Der Staat hat letztlich dafür zu sorgen dass wir in Richtung dieser siebzehnziele unterwegs sind und Unternehmen müssen natürlich im Rahmen ihrer Möglichkeiten auch gucken, wo sie ihren Beitrag leisten können.
00:12:15: Und da würde ich schon dafür plädieren, dass man nicht nur diesen kurzfristigen Shareholder Value in den Blick nimmt – wer das tut?
00:12:23: Da kommen wir vielleicht später noch drauf!
00:12:25: Der wird langfristig auch kein Erfolg haben sondern ganzheitlicher operieren.
00:12:30: aber natürlich können Unternehmen auch nicht staatliche Funktionen übernehmen.
00:12:34: Das ist
00:12:34: klar.
00:12:35: Aber vielleicht nochmal ein bisschen tiefer gehen.
00:12:38: Könnte ich als Unternehmen, könnte ich ja sagen wenn ich zum Beispiel in einem afrikanischen Land oder produziere wo wir genau diese sozialen Themen haben und wirklich die Sicherstelle dass wir über faire Löhne sprechen, dass wir bei Arbeitsschutz sprechen.
00:12:56: Dass wir über bestimmte soziale Nachhaltigkeitsthemen sprechen und das ich da zumindest einen Beitrag leisten kann?
00:13:03: Natürlich!
00:13:03: Ich sehe es auch wie Sie.
00:13:05: Es ist nicht direkt Unternehmensverantwortung aber indirekt ja vielleicht schon.
00:13:10: also ich glaube... Also ich würde gerne mit Ihnen diskutieren, ob ich trotzdem als Unternehmen in so einer Region durch die Art und Weise meines Wirtschafts meiner Ziele, meiner Umsetzung aber trotzdem diese Entwicklung unterstützen kann.
00:13:26: Auf jeden Fall!
00:13:27: Ich meine das ist jetzt sehr abhängig von der Industrie und von dem wo der Stammsitz ist, wo das Unternehmen hauptsächlich tätig ist, in welcher Branche.
00:13:36: es gibt Beispiele wo Unternehmen sehr stark auch aus einem humanitären Gedannten in globalen Süden unterwegs sind und dann feststellen, dass dort manches was vielleicht bei uns selbstverständlich ist gar nicht so gegeben ist.
00:13:51: Also Infrastruktur Energieversorgung und diese Dinge Und da muss man sagen Wenn ein Unternehmen versuchen sollte, das selber zu adressieren.
00:14:02: Dann ist es ein heeres Ziel aber es wird mit großen Hürden verbunden sein.
00:14:06: deswegen würde ich da Ja wenn das möglich ist dann wäre das super wenn möglichst viele dieser Ziele auch mit erreicht sind.
00:14:15: Ich würde aber sagen, wahrscheinlich darf man nicht naiv sein und meinen dass man das sozusagen auch alles unternehmerisch lösen kann.
00:14:22: Und sich das dann am Ende noch rechnet.
00:14:23: Unternehmen stehen natürlich immer im Wettbewerb mit anderen Unternehmen aus anderen Regionen.
00:14:29: also insbesondere chinesische Unternehmen zum Beispiel sind in globalen Süden ja auch sehr aktiv und da muss man ja auch gegen an.
00:14:36: Das ist eben genau die Herausforderung.
00:14:39: Professor Becks, Sie sprechen ja hier eigentlich von zwei großen Entwicklungslinien.
00:14:43: Also einmal dem Wechsel vom – sie sprachen es schon an – dem Shareholder zum Stakeholder denken und dem Weg vom Freiwilligen zum Verpflichtenden Reporting.
00:14:52: Können Sie diese beiden Bögen vielleicht nochmal kurz skizzieren?
00:14:56: Ja also zum einen zu den Shareholder-Gedanken.
00:14:59: da ist die Aussage von Milton Friedman von ich glaube vor fünfzig Jahren ungefähr einschlägig geworden Business of business is business.
00:15:06: Also Unternehmen sollen sich nur um den Gewinn, letztlich um den Shareholder Value kümmern und alles andere ist nicht ihre Aufgabe.
00:15:15: Also daran ist problematisch dass wir zum einen natürlich sehen das der Zweck eines Unternehmens aus meiner Sicht nicht der Gewinn sein kann sondern das ist das Mittel.
00:15:26: Unternehmen müssen natürlich langfristig auch die schwarze Zahlen schreiben also sprich profitabel sein Aber zu sagen, dass der Unternehmenszweck der Profit ist.
00:15:38: Das ist so als wäre das Ziel des Lebens, das Atmen.
00:15:44: Eine ist die Bedingung dafür damit ich operieren und am Markt bestehen kann.
00:15:48: aber es ist nicht so, dass das Zweck des Unterneemens der Gewinn ist sondern Unternehmen haben einen Wertbeitrag zu leisten für die Gesellschaft, ihre Kunden, Dienstleistungen und Produkte zu bereitzustellen.
00:16:02: Und wenn sie das gut tun und erfolgreich tun, dann profitieren die Kunden, profitiert die Gesellschaft.
00:16:08: Dann profitieren letztlich auch die Anteilseigner.
00:16:12: Jetzt hat sich seit Milton Friedman die Welt sehr viel weiterentwickelt.
00:16:16: Ich denke es ist mittlerweile völlig klar dass der alleinige Fokus auf den kurzfristigen Shareholder Value, das der heute überhaupt nicht mehr funktioniert weil wir in einem Man kann das auch netzwerktechnisch argumentieren.
00:16:28: Sie hatten ja angesprochen, dass ich zum Ingenieur auch promoviert habe.
00:16:33: Ich hab mich damit Netzwerken beschäftigt und wir sind in einer sehr netzwerkartigen, stark vernetzten globalen Gesellschaft.
00:16:43: Und in den vernetzen Gesellschaften ist es so, dass immer nach einem oder dass es wechselseitige Abhängigkeiten gibt.
00:16:51: Es gibt in der Regel bestimmte Hierarchien, aber es ist so dass die Hierarchie relativ flach sind und vor allem dann Netzwerke gut florieren wenn es wechselseitige Vorteile gibt.
00:17:05: Also wenn immer nur einer nimmt und immer nur auf Kosten anderer lebt, wird das Netzwerk im Frühjahr später auch isolieren.
00:17:13: Das kann man in der aktuellen Politik beobachten.
00:17:17: also das dauernde Trittbrett fahren ist keine gute Idee.
00:17:21: Wenn das aber so ist, dann bedeutet es, dass ich als Unternehmen in einem komplexen Netzwerk bin mit meinen Kundenkunden und den Lieferanten.
00:17:30: Mit der eigenen Belegschaft, mit dem Management, mit der Regulierung.
00:17:35: Und es gilt diesen Stakeholder-Geflecht in einer sinnvollen und guten Weise langfristig zu managen.
00:17:44: Beim Thema Reporting sehen wir folgende Entwicklungen.
00:17:49: Jahrzehnten Umweltberichte, also schon in den neunziger Jahren haben die Unternehmen Umweltberichten veröffentlicht.
00:17:56: Später hieß es dann Nachhaltigkeitsberichte und dann stellten wir fest dass eigentlich die nachhaltig keits Berichte ziemlich freischwebende Existenz hatten.
00:18:07: Also sie waren nicht wirklich integriert in das Kerngeschäft Sie hatten eigentlich keine Relevanz auf die Finanzkennzahlen und umgekehrt waren, die Finanzberichte auch nicht wirklich integriert in das was das Unternehmen sonst noch macht.
00:18:20: Und das hat sich über die Jahre geändert.
00:18:23: schon vor ungefähr fünfzehn Jahren haben wir dann Bestrebungen international gehabt nach integrierten Reporting.
00:18:29: da war der Gedanke dass man sozusagen die Finanz- und die Nachhaltigkeitskenzahlen verbindet war auch eine Zeit lang sehr stark, auch von DAX-Unternehmen unterstützt und praktiziert.
00:18:45: Und dann kam nach den SDGs, nach der Zwanzig-Dreißig-Agenda natürlich auch der politische Wunsch.
00:18:52: wir müssen jetzt auch diese Transformation die ansteht unterstützen durch entsprechendes Kapital.
00:19:01: Das war sozusagen der Kerngedanke, der zur EU-Taxonomie geführt hat.
00:19:05: das heißt EU Taxonomie gibt ja im Grunde vor Was ist eine nachhaltige Transaktion?
00:19:12: Und daran werden Unternehmen dann gemessen.
00:19:16: Dann war sozusagen der nächste logische Schritt, dass Unternehmen natürlich auch darüber berichten müssen inwiefern ihre eigenen Aktivitäten auf diese Transformation einzahlen oder nicht.
00:19:28: und das ist im Grunde wenn man so will in a nutshell schon der Gedanke der ja auch der CSRD zugrunde liegt.
00:19:35: und selbst wenn da gewisse Einschränkungen wieder gemacht werden, was wir vorhin unter dem Thema Omnibus schon diskutiert hatten.
00:19:43: Dann ist aus meiner Sicht trotzdem völlig klar dass der langfristige Tent genau in diese Richtung geht.
00:19:49: Bahar wenn wir über das Thema Reporting und einzelne Lieblingsthemen Daten sprechen durchs ja selbst bei GS-One erfahren wie schwer es ist Nachhaltigkeitsdaten in der Lieferkette durchzusetzen.
00:20:01: hat sich das mittlerweile geändert?
00:20:04: Ja, das ist eine schwierige Frage.
00:20:05: Du hast recht ja Daten sind eines meiner Lieblingsthemen aber Daten sind auch immer.
00:20:10: gerade in Deutschland sind Daten immer Hoheit des Unternehmens.
00:20:15: wir sprechen über viele sensible Daten die Unternehmen nicht zwangsläufig teilen möchten Und ich habe vor knapp fünfzehn Jahren schon mit dem Thema angefangen, um wirklich auch mit den Stakeholders in den einzelnen Branchen zusammenzusitzen und zu überlegen welche Informationen müssen wir denn eigentlich teilen.
00:20:34: Der eine Frage hat zwei Seiten.
00:20:36: Also wenn wir jetzt mal fünfzehne Jahre zurückgehen hatten wir vielleicht noch nicht die ganzen technischen Mittel, die wir heute haben.
00:20:42: Technisch gesehen würde ich sagen ja es möglich Daten zu teilen, Datenträger, Datenplattformen KI unterstützte Systeme haben wir heute, die genutzt werden können.
00:20:55: Auf der anderen Seite haben wir aber das Thema dass nicht alle Daten einer Qualität entsprechen, die gewünscht ist.
00:21:02: also wenn ich zum Beispiel reporten muss und ich komme jetzt wieder auf die CSAD habe ich ganz klare Datenpunkte, die ich kommunizieren muss Und diese Daten muss sich zu einem großen Prozentsatz von meinen Stake Holdern in diesem Falle von meinen Lieferanten abfragen.
00:21:20: Aber diese Daten sind manchmal nicht da und je nachdem, um welche Daten es sich handelt werden sie auch nicht in voller Gänze geteilt.
00:21:29: Also ich glaube der Wille die Daten einzusammeln und diese zu kommunizieren was jetzt der Treiber ist mal dahingestellt ob das jetzt regulatorisch oder aus eigenem Interesse ist da und vielleicht auch verpflichtend.
00:21:44: Auf der anderen Seite ist aber die gesamte Datenkonsistenz aus der Lieferkette einfach immer noch ein riesiges Thema und auch ein schwieriges.
00:21:54: Also ich kann nicht alle Daten bekommen, teilweise wissen die Lieferanten nicht welche Daten abgefragt werden.
00:22:01: also da ist glaube ich noch einiges wo es Verbesserungswirklichkeiten gibt.
00:22:06: Vielleicht kann ich da kurz einhaken.
00:22:11: Sie sagen der Wille ist da, Frau Schadkrause.
00:22:13: Da würde ich sagen ja und nein.
00:22:14: also kein Unternehmen sammelt von sich aus gerne Daten.
00:22:19: das Problem und vieles könnte man heute automatisiert tun.
00:22:22: Das Problem ist glaube ich dass es relativ folgenlos ist wenn bestimmte Daten nicht erhoben werden angesichts der Tatsache dass Algorithmen wissen heute manchmal Frauen schwanger sind bevor die Frauen das selber wissen.
00:22:38: Angesichts dessen ist es eigentlich erschütternd, dass wir nicht wissen wie viel CO² was weiß ich in meiner Hose stecken oder in meinem Hemd.
00:22:46: Oder wieviel Kinderarbeit?
00:22:47: Wieviel Farbstoff.
00:22:49: also die ganzen ökologisch- oder auch sozialrelevanten Daten werden eben über die Lieferkette nicht erhoben weil es kein Interesse daran gibt.
00:22:59: Also weil der Markt das sozusagen nicht verlangt.
00:23:02: ja oder die Regulatorik und das ist letztlich eine Folge davon immer weiter so leben, dass wir Kosten externalisieren.
00:23:11: Also ökologische oder auch soziale Kosten auf andere Gesellschaftenauslagern und die Umweltauslagen oder auf die Zukunft.
00:23:19: Professor Berg, wenn wir jetzt vom Thema Data zu Big Data kommen Sie haben bei SAP seinerzeit eine Lösung für ein Handelsunternehmen entwickelt mit der Nachhaltigkeitsdaten über hunderttausende Lieferanten erfasst werden konnten.
00:23:35: Technisch fertig Einsatz bereit Und trotzdem ist daraus kein Durchbruch geworden.
00:23:41: Was hat das damals verhindert und was ist heute anders?
00:23:45: Also zunächst mal kann ich über diesen konkreten Fall hier nicht sprechen, aber es ist sicherlich so... Das ist ein bisschen, was ich auch eben schon angedeutet habe, dass wir technisch wahnsinnig viel machen können, aber dass der Markt das auch nach anfordern muss.
00:24:00: Im Moment gibt es keinen Anreiz, Daten wie Energieverbräuche oder Emissionsdaten innerhalb der Lieferkette.
00:24:07: Also gerade wenn man an die Produktion vieler Produkte in Ostasien denkt überhaupt zu erheben und dann über die Lieferkette zu reporten.
00:24:17: Und das liegt daran was wir vorhin besprochen haben dass wir Kosten externalisieren also dass das System im Moment eigentlich keine ganzheitliche Bilanzierung erlaubt bzw.
00:24:29: nicht unterstützt und wir brauchen letztlich entweder einen vernünftigen Preis für Dinge, die eben die Umwelt schädigen.
00:24:38: beim CO² haben wir das sage ich mal zackhaft versucht aber ich meine CO² ist nur eine einzige Kennzahl für ein relativ großes Problem nämlich das Klimaproblem.
00:24:50: aber wir haben ja noch viele andere ökologische Herausforderungen wie Biodiversität zum Beispiel Und da haben wir überhaupt keine Monetarisierung.
00:24:58: Also das ist das eine und es gibt keinen hinreichenden ökonomischen oder regulatorischen Druck für Unternehmen, diese Daten entlang der Lieferkette auch zu berichten.
00:25:09: Das muss sich ändern.
00:25:11: Das müsste sich natürlich idealerweise global ändern.
00:25:15: Da das nicht überall auf der Welt so dringend gesehen wird, ist es an der EU hier sozusagen vorauszugehen Und da, das haben wir eben bei der Diskussion um Omnibus gesehen.
00:25:27: Da ist es halt auch immer wieder eine Frage des politischen Aushandlungsprozesses wie schnell man vorangeht?
00:25:33: Ob man sozusagen die Wirtschaft abwirkt indem man zu viel verlangt und dann auch Wettbewerbsnachteile schafft für die europäischen Unternehmen Gleichzeitig aber auch sagt, die Richtung die Marschroute ist völlig klar und wird auch langfristig für alle Unternehmen weltweit klar sein.
00:25:48: Und deswegen setzen wir uns sozusagen in Europa da auch regulatorisch an die Spitze.
00:25:54: Das ist eine Sache, die immer wieder politisch ausgehandelt werden
00:25:57: muss.".
00:25:58: Ich finde das sehr interessant!
00:25:59: Was müsste denn... ihrer Meinung nach passieren.
00:26:02: Also ich bin ja ein großer Freund von Pragmatismus, gerade ich arbeite sehr praxisorientiert und Sie haben eben schon öfter gesagt das Thema ist komplex.
00:26:12: es gibt neben Treibhausgasemissionen Biodiversitäts-Themen und wir haben sehr viel Regulierung in Europa.
00:26:19: jetzt mal ganz offen und ehrlich gefragt wenn man sagt es gibt bestimmte Hotspots Themen Wirkungskategorien die für bestimmte Branchen da sind und auch sehr klar sind, über die wir Kenntnis haben.
00:26:34: Wäre es nicht einfacher zu sagen im ganzen Rahmen dieser Regulatorik gibt es aber bestimmte Themen für bestimmte Branchen zum Beispiel im Textil, zum Beispiel in der Agrarwirtschaft, die auch vielleicht noch stärker sag jetzt mal geprüft und auch vielleicht monetär hinterlegt sind.
00:26:52: also das heißt dass ich wenn ich diese Themen nicht behandle kann ich vielleicht auch mit einer Strafe rechnen.
00:26:59: Ja sicher.
00:27:00: Das Problem ist natürlich, Sie haben ja gesagt ich hätte so oft gesagt die Probleme sind komplex aber sorry sie sind nun mal komplex.
00:27:07: nehmen wir mal die Stahlindustrie.
00:27:09: also mit dem C-Bum mit dem Carbon Border Adjustment Mechanism hat die EU versucht weltweit das Problem zu adressieren dass diejenigen die dreckigen Stahl also Stahl mit sehr viel fossilen Energien produziert wird und versucht das zu regulieren dass diese Wettbewerber außerhalb der EU nicht einen Vorteil haben gegenüber dem EU-Stahl.
00:27:32: Und deswegen gibt es diesen Ausgleichsmechanismus, der führt aber letztlich dazu dass Stahlproduzenten weltweit die in die EU exportieren wollen berichten müssen wie viel CO² da drin ist.
00:27:42: das ist sozusagen bürokratische Hürde für diese Wettbewerber und das adressierten Teil des Problemes das nämlich dann innerhalb der EU der EU Stahl der grüne EU Stahl konkurrenzfähig zu dem außer europäischen Stahl wird Aber es adressiert nicht das Problem, wie es außerhalb der EU ist.
00:28:02: Also wenn jetzt EU-Unternehmen ihren grünen Stahl nach Brasilien exportieren dann sehen sie sich dort Wettbewerbsnachteil ausgesetzt weil eben der Stahl, der entsprechend fossil produziert wurde deutlich günstiger ist.
00:28:15: Dieses Problem ist aus meiner Sicht noch nicht gelöst und führt zu großen Schwierigkeiten.
00:28:21: oder muss ich die Politik quasi sagen wollen wir langfristig Stahlproduktion in Europa halten.
00:28:26: Ich denke aus vielen Gründen kann die Antwort eigentlich nur ja sein, aber darauf müssen wir noch eine Lösung finden.
00:28:34: also ich weiß nicht ob ich damit ihre Frage beantworte aber ich würde sagen natürlich muss die Politik immer gleichzeitig einen klaren regulatorischen Rahmen setzen aber auch dafür sorgen dass die europäischen Unternehmen nicht zu viel Nachteile auf dem Weltmarkt
00:28:49: haben.
00:28:50: Ja, meine Frage rührte auch so ein bisschen daher dass der die ganzen Anforderungen auch wieder komplex sind.
00:28:56: Jetzt haben sie Sibam genannt.
00:28:57: das ist ein Ausgleichsmechanismus,
00:28:59: d.h.,
00:28:59: ich muss den kaum Footprint berechnen, der muss geprüft werden dem muss sich vorzeigen.
00:29:04: dann gibt es wieder sehr viele Kriterien.
00:29:06: also meine frage ging eher in eine Richtung.
00:29:08: zu sagen wäre vielleicht ein natürlich Sieben und Stahl sind natürlich ein Branchenansatz, aber darüber hinaus gibt es ja weitere auf die man fokussieren könnte.
00:29:20: Aber vielleicht etwas weniger komplex?
00:29:23: Das ist das was mir tagtäglich begegnet und was auch die Unternehmen davor zurückschreckt mit dem ganzen Thema zu beginnen weil die bürokratische Seite diese die ganzen KPIs und Kriterien die hier berichtet werden müssen wirklich komplex groß und vielfältig sind.
00:29:41: Also stellt die Unternehmen einfach vor eine sehr, sehr große Herausforderung vielleicht wegen fehlendem Wissen, vielleicht auch wegen fehlender Ressourcen.
00:29:49: Daher rührt so ein bisschen die Idee zu sagen könnte man es vielleicht nicht ein bisschen einfacher gestalten ums jetzt mal ganz da lobben zu formulieren?
00:29:56: Natürlich, einfacher geht immer.
00:30:00: Das ist die Frage, ob man dann noch das Ziele reicht?
00:30:02: Also zum einen möchte ich daran erinnern dass wir irgendwie zweieinhalb Jahre Erfahrung mit Finanzberichterstattung haben und wenn wir jetzt nach zwanzig Jahren Nachhaltigkeitsbericht erstattung sagen oh es ist aber kompliziert Dann darf man das nicht vergleichen.
00:30:14: also auch die Finanzberrichterstattungen ist nicht so trivial.
00:30:18: Das heißt an manches müssen wir uns gewöhnen.
00:30:21: Das zweite ist aber da bin Absolut auch bei Ihnen, dass gerade das die Nachhaltigkeitsberichterstattung echt komplex ist und wahrscheinlich im ersten Anlauf auch zu komplex mit der CSRD war.
00:30:34: Zu viele Datenpunkte und man hier wesentlich stärker auf die Materialität fokussieren sollte also auf das was wirklich für Unternehmen wichtig ist Und da ist ja die doppelte Materialität entscheidend.
00:30:47: Also die Frage welchen Einfluss hat das Unternehmen letztlich auf seine Umwelt?
00:30:53: Auf Klima, Gesellschaft und so weiter.
00:30:55: Und umgekehrt wie wirken sich Veränderungen im Klima und in der Umwelt auf das Unternehmen aus?
00:31:01: Und diesen Fokus den müsste man aus meiner Sicht wesentlich stärker in den Blick nehmen.
00:31:07: aber Wir haben vorhin über die verschiedenen Stakeholder gesprochen und wenn man dann nochmal anguckt, wie viele verschiedene Industrien wir haben.
00:31:14: Und in vielen Regionen, die unterwegs sind und in welchen Dimensionen sozusagen die Wirkung von Geschäftstätigkeiten sich zeigen muss man sagen es ist nun mal eine komplexe Herausforderung und wir haben beim Thema CO² eigentlich den Vorteil dass wir einen ziemlich einfachen Indikator haben nämlich die CO²-Konzentration die mit sehr vielen Transaktionen verbunden ist.
00:31:39: Und das ist eben bei anderen Fragen wie zum Beispiel der Biodiversität ungleich komplizierter, also es ist nicht so dass wenn wir alle irgendwie CO²-Reporten dann die Unternehmen schon ökologisch gemacht haben leider nicht.
00:31:52: Das ist kompliziert und es wird auch kompliziert bleiben.
00:31:55: Ja, ich sehe das auch ganz ähnlich wie Sie.
00:31:57: Natürlich ist das Reporting wichtig und natürlich muss man auch das Ziel vor Augen haben.
00:32:02: Und ich glaube um das jetzt noch mal positiv zu formulieren es ist ja auch eine Chance für Unternehmen auch wirklich mal zu sehen wo sind denn wirklich meine die Wirkungskategorien die relevant sind?
00:32:13: Also ich würde jetzt mal behaupten dass achtzig Prozent aus der produzierenden Unternehmen das Thema Biodiversität noch gar nicht auf dem Schirm haben.
00:32:22: Das sind eben so Themen die man auch anstoßen.
00:32:25: Ich habe es so gemeint, dass es einfacher wäre und wir vielleicht noch mehr Nachhaltigkeitsberichte hätten.
00:32:33: weniger komplex wäre, wenn es nicht so viele Datenpunkte wären.
00:32:36: Weil ich finde dass man auch so ein Reporting was ja eigentlich die Kühe ist also das was davor ist ja eigentlich das Wichtige zu wissen Was sind eigentlich die Themen?
00:32:45: Sie haben die doppelte Wissenschaftsanalyse angesprochen.
00:32:48: Das sind Themen die mir ja eigentlich zeigen.
00:32:50: Ach Biodiversität ist ja vielleicht doch wirklich ein Thema weil ich so viele Produktionsstandorte habe die irgendwo Vielleicht in Südamerika stehen wo Regenwald abgeholzt werden muss.
00:33:01: Gut das ist jetzt Plumpesbeispiel, also wer sollte man meinen?
00:33:05: Das ist ein Thema.
00:33:06: Aber auch auf anderen Landflächen kann das Thema ja durchaus eine Rolle spielen.
00:33:11: Also ich würde schon gerne nochmal mitgeben dass ich durchaus finde, dass diese Analysen, dass das Reporting durchaus auch eine Initialzündung sein kann um sich eben auch mit anderen Themen zu beschäftigen.
00:33:22: Also Ich bin da ganz
00:33:24: absolut da bin ich ganz bei Ihnen.
00:33:27: Ich würde auch sagen natürlich im gewissen Sinne der Anfang von allem, denn ich kann ja nur dann irgendwie besser werden wenn ich weiß wo ich selber stehe und dafür selbst wenn man nicht keinen externen Bericht erstellen muss das Management Interesse daran haben zu wissen wie eigentlich die wichtigen Kennzahlen sind.
00:33:47: Das was als wichtige Kennzahl erachtet wird hat sich sicherlich geändert und das wird komplexer.
00:33:54: aber damit muss man anfangen.
00:33:58: Stimmen die sagen, dass ein Nachhaltigkeitsbericht eigentlich auch zur Hälfte fast nach drinnen gerichtet ist.
00:34:04: Also die eigene Belegschaft adressiert.
00:34:07: Dann muss man sagen das es natürlich auch da viele Gründe gibt mit dem Bericht anzufangen um einfach auch einen Verhältnis dazu aufzubauen was sich die Belegenschaft identifizieren kann mit den Themen weiß, was machen wir eigentlich alles in dem Bereich?
00:34:26: und ja dass man die Leute auch motivieren und mitnehmen kann.
00:34:29: Das ist sicherlich ein guter Staat.
00:34:32: Apropos Staat, Bahadur sprachst du auch von einer Art Chance diese Themen genau jetzt anzugehen?
00:34:38: Wenn Unternehmen sich Professor Berg fragen wo soll ich denn konkret anfangen?
00:34:43: Was empfehlen Sie hier?
00:34:45: Naja also wie ich eben sagte zu wissen wo man steht das heißt schon mal eine Datengrundlage zu haben und dann naheliegenderweise auch darüber zu berichten.
00:34:53: Das ist zum einen regulatorisch gefordert, für kleinere Unternehmen vielleicht noch nicht direkt regulatorisch gefordert.
00:34:59: Aber durch das Bitubi, also dass die größeren Unternehmen, die dann berichten müssen auch entsprechend ihre Lieferkette abfragen... Wenn ich diese Daten habe, kann ich sehen wo sind meine größten Hebel?
00:35:11: Wir sprachen über die doppelte Wesentlichkeit.
00:35:13: Also wo sind auch meine Hebel nachhaltiger zu werden?
00:35:17: Dann ist es so, dass der ganze Bereich Energie, Rohstoffe Natürlich zur Effizienzoptimierung einlädt.
00:35:24: Also jede Kilowattstunde, die ich nicht verbrauche weil ich effizienter produziere habe ich doppelt gewonnen und genauso mit den Materialeinsatz kann darüber nachdenken Die Abwärme zu nutzen.
00:35:37: es gibt Schätzungen dass wir ungefähr Ich glaube ein sechstel des deutschen Wärmebedarfs alleine durch abwärmen nutzen könnten Und hier gibt es immense Potenziale für alle möglichen Industrien.
00:35:49: Das fängt bei Rechenzentren an, wo zwar nicht so hohe Temperaturen aber dafür sehr viel Abwärme entsteht und das geht bis zu Hochöfen oder in sehr hochtemperatur-Industrieprozessen.
00:36:00: Das sind ein paar Beispiele.
00:36:01: und dann natürlich auch Energie produzieren.
00:36:04: also auch im produzierenden Gewerbe kann man Photovoltaik zum Teil andere Energieformen Windenergie nutzen Wie gesagt, Abwärme sowieso.
00:36:14: Also da gibt es eine Menge Dinge die auch einen relativ kurzen Return on Invest
00:36:18: haben.
00:36:19: Sie lehren ja Corporate Sustainability an der Universität des Saarlandes.
00:36:25: Was ist für sie die eine Sache, die sie ihren Studierenden mitgeben?
00:36:30: Die sind kein BWL Buch finden und die sich als Entscheider von morgen brauchen werden?
00:36:36: Ja das ist nicht so leicht weil unzählige BWL Bücher gibt, aber ich würde mal sagen schon Aristoteles hat sich entrüstet über die Vorstellung dass das Anhäufen von Geld erstrebenswert sei.
00:36:49: Wir hatten vorhin drüber gesprochen was eigentlich der Zweck von Unternehmen ist und ich glaube Unternehmen haben eben sehr verschiedene Funktionen zu erfüllen und auch in der Gesellschaft sehr viele Dinge sozusagen zu erföhlen.
00:37:04: Im Moment wird viel darüber gesprochen Standortnachteile haben, wenn wir zum Beispiel zu hohe Einkommen zu sehr besteuern.
00:37:13: Weil man dann vielleicht nicht mehr die top internationalen Topführungskräfte nach Deutschland holt.
00:37:19: aber Wir reden relativ wenig darüber was wir eigentlich machen.
00:37:23: wenn wir unsere Lebensgrundlagen zerstört haben Dann nutzen uns auch die Gewinne nichts mehr beziehungsweise wir werden keine mehr Erzielen können Wenn uns die Gesellschaft um die Ohren fliegt weil Unternehmen keine Fachkräfte anheuern können keine Fachkräfte Lust haben von Rechtsextremen bedroht oder verunglimpft zu werden, dann werden Unternehmen auch scheitern.
00:37:42: Das heißt es braucht einen ganzheitlichen Blick auf das was Unternehmen leisten aber auch was sie sozusagen wie Sie profitieren von der Gesellschaft.
00:37:52: und ich glaube dass wir diesen ganzheitlicheren Blick den Unternehmen haben sowohl was ihre Rolle in der Gesellschaft angeht auf die verschiedenen Stakeholder mit denen sie in einem Wechselgeflecht sind, von den Sie profitieren aber auch an die Sie zu etwas erbringen haben.
00:38:09: Dass diese ganzheitliche Perspektive das ist was Studierende auf jeden Fall bekommen sollten.
00:38:16: Ja da sprechen Sie ja auch neben Nachhaltigkeit Professor Berg auch von Resilienz als einem eigenen Fokusthema also Pandemie Energiekrise Lieferkettenstörung.
00:38:26: Ist dieses Thema Resilience nicht eigentlich auch die dringlichere Frage für Unternehmen?
00:38:31: Ich würde nicht sagen entweder oder, dringlicher oder nicht.
00:38:35: Ich denke wer sich nachhaltig ausrichtet der wird auch sicherlich resilienter werden.
00:38:41: aber es ist andererseits klar dass Nachhaltigkeit auch ein hundert Meter Lauf sondern einen Marathon ist und das es mit Unterzeiten gibt wo man einfach erstmal dieses wirtschaftliche Überleben sichern muss.
00:38:51: Das ist auch klar.
00:38:52: Aber langfristig würde ich sagen dass Unternehmen die sich eben ganzheitlich nachhaltige aufstellen dass sie auf jeden Fall auch resilienter.
00:39:02: Professor Berg beim Thema Diversity erleben wir gerade einen massiven Rückzug, auch in Unternehmen die noch vor zwei Jahren ESG-Berichte mit Diversity Kapiteln veröffentlicht haben.
00:39:14: Ist das in ihrer Sicht Opportunismus oder ein legitimes Korrektivsignal des Marktes?
00:39:20: Also ich weiß nicht ob ich diese alternative Teile, legitimes Correktursignal Des markt ist.
00:39:28: Ich würde differenzieren.
00:39:29: also Unternehmen müssen natürlich auch auf politische Veränderungen reagieren und wenn ich in bestimmten Märkten unterwegs bin, dann muss sich auch zur Kenntnis nehmen was dort politisch gerade abgeht.
00:39:42: Andererseits muss man zum einen die Frage stellen ist es wirklich so dass Unternehmen das Thema Vielfalt und Diversität abhaken?
00:39:52: Und da würde ich sagen hoffentlich nicht.
00:39:55: Selbst wenn ich nicht so sehr darüber berichte und es vielleicht politisch nicht so opportun ist das zu tun, ist völlig klar dass wir Diversität brauchen.
00:40:03: Also da gibt es so viele Argumente.
00:40:06: eines ist schon aus dem Investmentbereich je mehr ich mein Investmentuniversum einschränke umso kleiner wird sozusagen die Möglichkeit die ich damit habe.
00:40:16: also eine Diversitet einzuschränken ist nicht schlau.
00:40:21: Da gibt's auch Untersuchungen zur Korrelation zwischen Innovationsfähigkeit und auch Profitabilität, und der Frage wie divers das Management aufgestellt ist.
00:40:33: Also je diverser – und das bezieht sich nicht nur auf Gender-Themen aber natürlich auch – diverser das Management ausgestellt ist umso profitabler und so innovativer kann ein Unternehmen sein.
00:40:45: Und ich finde es überhaupt nicht überraschend denn wir sehen….
00:40:48: Ich bin ja von einer ersten Ausbildung hier Physiker und man kann argumentieren dass Wir, das Leben, ein biologisches Leben auf der Grenze zwischen Chaos und Ordnung entsteht.
00:41:01: Und Innovation dort entsteht.
00:41:03: Wenn ich nur Ordnung habe dann hab' ich sozusagen lange Weile.
00:41:07: Dann geht alles vor uns zurück und alles ist geordnet aber es entsteht nichts Neues.
00:41:11: Und wenn ich nur Chaos habe dann habe ich überhaupt keine Regularität.
00:41:15: Dann habe ich gar keinen Wiederkehr.
00:41:17: Dann haben wir keine Ordnung und Leben entsteht auf der schmalen Grenze zwischen Chaos und Ordnung.
00:41:23: Und genau da passiert Innovation, das heißt wer Innovation will braucht Vielfalt.
00:41:29: Da gibt es überhaupt keinen Vertun.
00:41:32: Wer globale Märkte will kann auch nicht mit Produkten kommen die von einer bestimmten Altersgruppe um das mal politisch etwas anders zu spinnen, nur von Frauen mit Migrationshintergrund die alle fünfundzwanzig sind entwickelt werden.
00:41:48: Dann werde ich den globalen Markt nicht adressieren genauso wenig wie er wenn ich Produkte habe die nur von alten weißen Männern entwickelt werden.
00:41:56: also wenn mich Vielfalt an dem Markt bringen möchte dann muss sich vielfalt auch im Unternehmen widerspiegeln.
00:42:03: deswegen ist glaube Trotz der ganzen politischen Aufregungen um dieses Thema ist gar keine Frage, dass wir langfristig mit Diversität weitermachen müssen.
00:42:12: Herr Werks die haben auch das Konzept der Corporate Political Responsibility bereits erwähnt?
00:42:18: Die Frage ob sich Unternehmen politisch positionieren müssen.
00:42:21: was meinen sie damit und wie hängt das mit dem Thema Nachhaltigkeit eigentlich zusammen?
00:42:27: Ja, also Corporate Political Responsibility.
00:42:31: Viele kennen ja den Begriff Corporate Social Responsibility CSR und Corporate political responsibility setzt den Blick darauf das Unternehmen in ganz vieler Hinsicht auch von einem intakten Staat von einer funktionierenden Gesellschaft profitieren.
00:42:46: Sie profitieren von guten Standortbedingungen, von Infrastruktur, von Sicherheit aber natürlich auch von guten Schulen attraktiven kulturellen Angebot, guten Lebensbedingungen.
00:43:00: Nichts davon ist selbstverständlich und nichts davon ist umsonst zu haben.
00:43:05: Das heißt unsere Ordnung unserer Staat, unser freiheitlich demokratische Grundordnung braucht auch funktionierende Akteure in der Gesellschaft eine funktionierte Zivilgesellschaft, funktionierenden Medien aber eben auch Unternehmen die nicht nur ihren eigenen kurzfristigen Profit im Blick haben, sondern die eben in einem wie vorhin gesagt einen erweiterten Stakeholder-Kontext operieren.
00:43:32: Und in diesem Sinne kann es Unternehmen nicht egal sein ob wir diese Grundordnung erhalten oder nicht.
00:43:39: das heißt natürlich nicht dass ich dazu aufrufe dass sich Unternehmen jetzt parteipolitisch dezidiert äußern wobei ist schon an den Rändern sicherlich extreme gibt wo auch das nicht ausschließen würde.
00:43:51: Aber eine klares Bekenntnis, dass wir freiheitlich demokratisch unterwegs sind in diesem Land, das erwarte ich schon.
00:43:59: Denn ich glaube Unternehmen müssen realisieren, dass sie von diesem Kapital was ihnen da letztlich angeboten wird vom staatlicher Seite, dass Sie davon profitieren und dann auch dazu beitragen müssen das zu erhalten.
00:44:15: Haben Sie denn hier noch vielleicht einen persönlichen Ratanunternehmen die gerade immer noch abwarten?
00:44:21: Abwarten ist solange eine Option, solange ich in einer relativ stabilen Welt lebe und sage okay das Nicht-Handeln ist sozusagen sinnvoller als vielleicht was Falsches zu tun.
00:44:32: Das Problem ist dass wir da heute nicht mehr sind.
00:44:35: Wir leben in einer extrem dynamischen Welt und da würde ich sagen es abwarten wirklich keine Option.
00:44:42: Ich muss als Unternehmen mich mit den verschiedenen Herausforderungen beschäftigen.
00:44:49: Natürlich über das Thema Nachhaltigkeit gesprochen haben, aber natürlich kommt auch KI da noch mit rein.
00:44:55: Was die Arbeitswelt enorm verändern wird und auch die Weise wie Unternehmen operieren.
00:45:01: Aber es ist in vieler Hinsicht völlig klar wohin die Reise geht beim Klima bei den Ressourcen, bei der Resilienz, bei den Fachkräften oder bei der Demografie.
00:45:10: Und es ist klar welche Weichen man stellen muss.
00:45:14: Man kann nicht alle Probleme heute lösen und Unternehmen sowieso nur ihren Teil dazu beitragen.
00:45:20: Die Richtung ist aus meiner Sicht völlig klar und sich da auf den Weg zu machen.
00:45:24: Es sind jedenfalls gute Empfehlungen.
00:45:26: abwarten, das ist definitiv nicht.
00:45:29: Professor Bergbaha, ganz herzlichen Dank!
00:45:32: Das war eine Folge die ich lange in Erinnerung behalten werde was ich heute mitnehme.
00:45:38: Erstens Backlash ist nicht dasselbe wie Rückschritt.
00:45:42: Kurzfristige politische Stimmung ändern keine strukturellen Megatrends Und der Wandel vom Shareholder zum Stakeholder.
00:45:49: denken ist einer dieser Trends.
00:45:52: Zweitens, Non-Financial sind die Financial von morgen.
00:45:57: Wer sie heute nicht steuert wird sie morgen erklären müssen gegenüber Investoren, gegenüber Kunden, gegenüber Regulatoren und gegenüber den eigenen Mitarbeitenden.
00:46:11: Wir könnten wissen, wie viel CO-Zweih, wieviel Wasser, wieviele Sozialverantwortung in jedem Produkt steckt.
00:46:19: Die Frage ist nicht mehr ob wir das technisch machen können, ob es möglich ist.
00:46:24: die Frage ist, ob wir es wirklich wollen.
00:46:28: Danke fürs Zuhören!
00:46:30: Wenn ihr künftig besser verstehen wollt, wie Ihr Nachhaltigkeit noch besser in eure unternehmerische Praxis integrieren könnt dann abonniert BusinessShift.
00:46:40: Wir bringen euch die wichtigsten Perspektiven rund um nachhaltige Unternehmensführungen, Innovationen und Transformation.
00:46:48: Ressourceneffizient direkt in euren Gehörgern!
00:46:52: Weiterführende Infos zur heutigen Folge gibt es wie immer an unseren Shownotes.
00:46:57: Ich bin Max Birkenmaier und sage Die Zukunft wartet nicht.
00:47:01: Also lasst uns anfangen sie aktiv zu gestalten.
00:47:04: Bis zum nächsten mal.
00:47:05: Euer Business
00:47:08: Shift Der Podcast
00:47:11: für Entscheider und Führungskräfte,
00:47:13: die sich mit dem Thema
00:47:14: Nachhaltigkeit nachhaltig beschäftigen wollen.
00:47:18: Bleibt neugierig!
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