Folge 14: BusinessShift - Nachhaltigkeit im Retail by TÜV Rheinland
Shownotes
Wie gelingt es Unternehmen, langlebige Produkte zu entwickeln, problematische Chemikalien konsequent zu vermeiden und Verantwortung in globalen Lieferketten zu übernehmen – lange bevor Regulierung, Green Claims oder Nachhaltigkeitspreise den Druck erhöhen? Und wie lässt sich wirtschaftlicher Erfolg mit Reparierbarkeit, bewussterem Konsum und echter Kreislaufwirtschaft verbinden?
In dieser Folge von BusinessShift, dem Nachhaltigkeits-Podcast von TÜV Rheinland People & Business Assurance, geht es um Konsequenz statt Kompromissromantik, um unternehmerische Verantwortung jenseits von Marketing – und um die Frage, warum nachhaltiges Wirtschaften nicht perfekt sein muss, sondern vor allem stetig.
Unser Gast:
Aiko Bode, Chief Sustainability Officer bei Fenix Outdoor, der Unternehmensgruppe hinter Marken wie Fjällräven, Hanwag, Primus und Globetrotter. Er wurde mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet und prägt das Thema Nachhaltigkeit seit Jahrzehnten – aus Unternehmens-, Prüf- und globaler Perspektive.
🔍 Themen der Folge:
- Warum Nachhaltigkeit ein langfristiger Weg ist – und kein Projekt mit Enddatum
- Wie Fenix Outdoor frühzeitig problematische Chemikalien wie PFAS aus Produkten verbannt hat
- Weshalb Funktionalität, Langlebigkeit und Gesundheitsschutz untrennbar zusammengehören
- Wie Reparierbarkeit, Pflege und zeitloses Design bewussten Konsum ermöglichen
- Warum echte Kreislaufwirtschaft mehr ist als Recyclingquoten und Marketingversprechen
- Wie Verantwortung in komplexen globalen Lieferketten praktisch gelebt werden kann
- Weshalb Mut, Konsequenz und Ehrlichkeit wirkungsvoller sind als jede Greenwashing-Kampagne
Diese Episode zeigt: Nachhaltigkeit entsteht nicht durch Perfektion, sondern durch Haltung. Unternehmen, die Verantwortung ernst nehmen, setzen auf Qualität, langfristige Partnerschaften und Transparenz – auch dort, wo es unbequem wird.
📌 Kapitelübersicht
00:00:00 Nachhaltigkeit als Haltung – nicht als Trend 00:06:12 Chemie, Funktion und Verantwortung im Produktdesign 00:14:48 Langlebigkeit, Reparatur und bewusster Konsum 00:23:09 Lieferketten verstehen statt kontrollieren 00:32:41 Kreislaufwirtschaft jenseits von Schlagworten 00:41:55 Konsument:innen zwischen Anspruch und Realität 00:52:30 Blick nach vorn: Stetigkeit statt Schnellschüsse
Das Gespräch vertieft im weiteren Verlauf weitere Aspekte rund um Kreislaufwirtschaft, Lieferkettenverantwortung und die Rolle von Konsument:innen.
📌 Mehr erfahren: Nachhaltigkeits-Dienstleistungen von TÜV Rheinland: 👉 https://www.tuv.com/landingpage/de/nachhaltigkeit/?wtmc=Website.tuv-com.no-interface.CW22X00SUS.CW22X00SUSWS.banner.stage
Mehr zur Nachhaltigkeitsstrategie von Fenix Outdoor: 👉 https://www.fenixoutdoor.com
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Transkript anzeigen
00:00:04: Der Podcast für Entscheider und Führungskräfte, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit nachhaltig beschäftigen wollen.
00:00:17: Herzlich Willkommen zu BusinessShift.
00:00:18: einfach machen!
00:00:19: Dem Podcast für Entscheiderinnen, die nicht nur reden sondern wirklich etwas verändern wollen.
00:00:25: Ich bin Tobias Kirchow von TÜV Rheinland Und heute haben wir eine ganz besondere Folge.
00:00:30: Unser heutiger Gast erhält den deutschen Nachhaltigkeitspreis.
00:00:35: Bitte haben wir Eiko Bode hier, Schiefs-Sustainability Officer bei Phoenix Outdoor der Gruppe hinter Marken wie Fjell Reven, Hanvak Primos und Globtrotter.
00:00:45: Er gehört zu den Menschen die Nachhaltigkeit seit Jahrzehnten vorangetrieben haben, uns viele noch abgewartet haben.
00:00:53: lange bevor es Green Claims gab und bevor das Ganze reguliert wurde war es ihm schon eine Herzensangelegenheit das Thema nach vorne zu bringen.
00:01:02: Und dabei bringt Eiko aus meiner Sicht auch eine sehr breite und außergewöhnliche Perspektive mit.
00:01:09: er hat nämlich Nachhaltigkeit sowohl aus globaler Sicht unter anderem durch seine Arbeit bei den Vereinten Nationen betrachtet Aber auch aus Unternehmend und Prüversicht.
00:01:19: Ein Alkoholbode war vor vielen Jahren ein Kollege von mir, er war nämlich beim TÜV Rheinland für das Thema Compliance zuständig.
00:01:29: Und natürlich darf auch eine nicht fehlen die immer in unseren Gesprächen dabei ist meine Co-Moderatorin und unsere Nachhaltigkeitsexpertin von TÜv Rheinlands Dr.
00:01:39: Baha Schad Krause.
00:01:40: Hallo Baha!
00:01:43: Heute sprechen wir ja über eine Branche, in der die Jacken wahrscheinlich langlebiger sind als manche Nachhaltigkeitsversprechen.
00:01:50: Schauen wir mal ob sich da auch ein wenig Reibung ergibt und was dann am Ende davon übrig bleibt.
00:01:57: Aber zuerst einmal Eiko!
00:02:00: Herzlichen Glückwunsch zum deutschen Nachhaltigkeitpreis.
00:02:04: Was bedeutet diese Auszeichnung für dich persönlich?
00:02:08: Ja, lieber Tobias.
00:02:08: Ganz herzlichen Dank erst mal und auch dir liebe Bahar für die freundliche Begrüßung!
00:02:12: Natürlich macht es mich stolz weil wir als eine Gruppe, die ja doch durchaus eher nur rudimentär in Deutschland als operative Einheit vorhanden ist sozusagen als europäisches Unternehmen diesen deutschen Preis bekommen haben.
00:02:28: Der, nicht nur aus meiner Sicht sondern ich glaube aus Sicht vieler Experten derjenige Preis ist welcher europaweit schon Marken setzt und Zeichen setzt und auch daher wahrscheinlich der bekannteste und größte ist den es gibt zumal er dann auch noch durch reichlich Expertise und auch tatsächlich politischen Willen getragen wird.
00:02:49: Aus deiner Sicht bekommt er diesen Preis als Gesamtunternehmen, weil wenn du so zurückblickst die letzten Jahres welches waren aus deiner sich so die wichtigsten Projekte, die dann letztlich in so einen Preis münden.
00:03:01: Nachhaltigkeit ist nicht irgendwie etwas wo man sagt da mache ich mal was und dann ist es fertig sondern das ist ein Weg.
00:03:07: und so Wege sind immer sehr lang Und wir haben in unserem Bereich sehr viel getan schon vor Jahren.
00:03:16: Zum Beispiel chemische Chemikalien, die toxisch sind und giftig sind, die gesundheitsgefährten sein könnten.
00:03:24: Suxesiebe versucht aus unseren Produkten herauszunehmen.
00:03:28: das ist nicht immer einfach weil viele Stoffe von denen weiß man gar nicht dass man sie hat Und man wundert sich dann bei Testreports und irgendwelchen Überlegungen dahingehend.
00:03:38: Wie kommen die da rein, was soll das?
00:03:40: Dann stellt man fest ja in einem Zuschlagsstoff zu einem Zuschlagstoff der dieses oder jenes bewirkt ist eine solche Chemikalie drin.
00:03:49: Da haben wir glaube ich schon relativ früh angefangen uns ernsthaft drumzukümmern.
00:03:53: Wir haben auch einen Chemiker bei uns im Team und da bin ich sehr stolz darauf dass wird Wenn es jetzt zum Beispiel um die so genannten ehemalige als PFCs, heute als PFAS bezeichnenden Substanzen geht das wird ja schon ab im Jahr- und Konsequent ausgenommen haben.
00:04:09: Eko du hast eben was total Wichtiges gesagt ne?
00:04:12: Du hast gesagt Nachhaltigkeit ist nicht direkt da sondern ein Prozess.
00:04:16: Das ist auch etwas was wir immer wieder mitgeben wollen nach unseren Zuhörerinnen dass man einfach mal starten soll.
00:04:23: Jetzt bist du schon tief eingestiegen in das ganze Thema Chemie, PFAS
00:04:26: etc.,
00:04:27: wie seid ihr denn da hingekommen?
00:04:28: Also wie habt ihr euch dann eigentlich organisiert?
00:04:31: mit welcher Motivation und unter welchen Anforderungen?
00:04:35: Wir lassen uns aber zu den nächsten einmal sagen die Autorindustrie ist natürlich eine Industrie, die sehr starke Nähe zu dem Themen Umwelt und Natur hat.
00:04:43: Das Produktpalette geschuldet und den tatsächlichen Kunden, die diese Produkte nutzen.
00:04:50: Aber das andere ist – und da sollte man auch nicht vergessen – dass diese Produkten Funktionen haben und diese Funktion müssen in irgendeiner Form ja erreicht werden.
00:04:59: Was ist entweder durch die Herstellungsart und Weise?
00:05:02: Das heißt die Konstruktion durch das Know-how was dahinein geflossen ist aber es gibt auch gerade bei jenen Marken die eher so einen modischen Charakter tragen.
00:05:14: Die Abkürzung ist Chemie, ich will was Wasserdichtes dann kann ich entweder eng weben und wachsen und mir sehr viel Mühe geben wie wir das bei Pferden tun oder aber... Ich schmeiß eine Chemikalie obendrauf die Geniale ist weil sie Schmutz-, Wasser-Öl usw.
00:05:32: abweist Und jeder, der mal in einer Küche gestanden hat und so ein Dressing gemacht hat weiß das man Ölwasser und Schmutz abweisen kann.
00:05:39: Dass da schon eine ziemlich heftige Nummer sein muss.
00:05:42: Das ist auch der Grund warum Chemikalien auch immer so kritisch gesehen werden?
00:05:45: So ist es genau!
00:05:46: Und das andere Thema ist natürlich dass... Es sind ja nicht nur die Chemie, es ist ja ein superbreites Spektrum.
00:05:57: sich um das Thema Natur kümmert und da auch wirklich das Herzblut hat.
00:06:01: Und das ist ein bisschen die Historie unseres Hauses, dass alle unsere Firmen, die wir haben, haben eine Geschichte in Gründern, die unheimlich eng mit der Natur verbunden waren oder zum Teil eben noch sind.
00:06:16: Diese Verbindung ist entscheidend dafür, schnell man vom Hölzchen auf Stöckchen kommt und auch sieht, okay das ist jetzt nicht nur Chemie.
00:06:24: Wir müssen uns um Abfälle kümmern, wir müssen um Wasserschutz kümern, wir wissen um Deskümmert.
00:06:29: Und dann hakelt es alles so ineinander und auf einmal hat man tausend Baustellen aufgerissen.
00:06:35: und dann ist es die Frage wie kriege ich die so sortiert dass sich die auch behandeln kann?
00:06:38: denn Baustelle machen können wir alle gut?
00:06:43: Dann wissen wir aber auch, was passiert auf unserem deutschen Infrastruktursystem.
00:06:48: Dass das vielleicht nicht immer gut ist für den der eigentlich nun angewiesen ist auf diese Infrastruktur und das ist bei unseren Klamotten natürlich nicht anders.
00:06:55: in der Regenjacke die nicht dicht ist weil es rein regnet ist keine Ringe.
00:06:59: das kann man sowohl sagen Und da muss man schon so ein bisschen Hirnschmalz und auch Verstand was Prioritäten angeht einsetzen.
00:07:07: Wir haben klar gesagt für uns sind wichtige Prioritäten tatsächlich der Gesundheitsschutz und auch, dass die Funktion unserer Kleidung da ist.
00:07:16: Und dass sie langlebig ist.
00:07:17: Das hat mehrere Konsequenzen dann im Design, in der Produktion, auch in den Produktionsprozessen.
00:07:24: Das ist etwas, worauf wir fokussiert haben und dann haben wir erst so angefangen den Baum zu bauen.
00:07:29: Das machen andere anders aber wir haben das so gemacht!
00:07:32: Frage zu den Chemikalien.
00:07:34: Ich habe das verstanden, als jemand der kein Chemiker ist.
00:07:38: Ölschmutzwasser bring ich zusammen oder über Chemikalie schaffe ich dann diese Stoffe quasi Wasser- oder Schmutzabwaisen zumachen.
00:07:46: Was macht ihr denn da jetzt anders?
00:07:48: Dass ihr diese Chemikalien nicht mehr einsetzt?
00:07:51: Ja wir haben tatsächlich bereits zwei tausend neun festgestellt.
00:07:54: Das ist wohl nicht das was wir wollen Zumal wir Engelkontakte auch zur spätischen Chemieagentur hatten und zu verschiedenen Regierungsstellen, die uns darauf hingewiesen, dass die Effekte der Chemikalien, die eingesetzt werden für solche Zwecke- und Funktionen von Krebserregend über endokrine Disreptoren wie auch andere gesundheitliche Effekten haben können.
00:08:18: Fötusschäden sein können.
00:08:19: Wir haben gesagt, wollen wir uns an sowas beteiligen?
00:08:21: Darüber hinaus heißen die Chemikalien, Ewigkeitschemikalien was natürlich so ein bisschen das Thema ist.
00:08:27: Die halten tausende von Jahren in der Natur so wie sie sind mehr oder weniger und kann man natürlich behaupten ihr macht ja auch Klamotte die halten soll für Jahre und Jahrzehnte Ja aber nicht mit dem Nebeneffekt.
00:08:39: also die müssen nicht im dunkeln leuchten und dazu führen dass man grüne Augen kriegt.
00:08:43: Das wollen wir nicht.
00:08:45: Also haben wir gesagt Wir fangen einfach mal völlig neu an.
00:08:50: Konstruktion der Produkte umgestellt.
00:08:54: Wir hatten ein Produkt-Typus in unserem Portfolios, das ist das G-Einthausen.
00:08:59: Das ist eine Baumwollpolierstermischung die man wachsen kann.
00:09:04: Das war immer schon da seit den Sechzigerjahren aber wir haben gesagt auch natürlich... Die Jacken sind relativ schwer!
00:09:11: Das ist nicht unbedingt für jedermann, dass es für den Förster okay und für den Jäger aber wahrscheinlich dann eben nicht für denen er seinen Hund spazieren führt.
00:09:17: Leichtere Jacken mussten her und da hat man dann gesagt, ja gut was für Alternativen gibt es?
00:09:22: Und da haben wir angefangen völlig neu zu konstruieren.
00:09:25: Wir haben recycelte Materialien genommen, wir haben eine PFC oder PFAS heute freie Ausrüstung genommen um sie zu beschichten die biologische Abbaubau ist und die aber natürlich ihren Nebeneffekt hat... Man muss sich mehr um seine Kleidung kümmern!
00:09:40: Das ist leider Gottes so ein bisschen das Problem glaube ich mit unserer Gesellschaft.
00:09:44: Wir sind sehr verwöhnt Alles ist da jederzeit verfügbar und man muss eigentlich nichts machen.
00:09:50: Das ist falsch!
00:09:51: Man muss sich kümmern, man muss Vorsorge-und Fürsorgetragen sowohl für den Hund zu Hause als auch die Kleidung, die man im Kleiderschrank hat.
00:09:59: Und wenn ich das vernünftig tue dann habe ich ein Produkt dass ich Jahre Jahrzehnte behalten kann und eventuell sogar einen Kindern und Enkelkindern geben kann.
00:10:11: Wenn es denn... andere Voraussetzungen ein Produkt ist, das zeitlos designt ist.
00:10:17: Nicht mit schrillen Farben wie besonders auf eine Saison hindeuten ausgestattet ist und eine Form hat, meine Konstruktion hat die auch reparierbar ist.
00:10:28: Da hätte ich mal eine Frage zu, wenn nicht jetzt so ne Fährrevenjacke hat.
00:10:32: Die trage ich jetzt so sechs, sieben Jahre... Ich habe auch ein Hund bin viel draußen der kratzt da ein paar Mal dran und dann hab' ich das stellen die gehen dann so langsam kaputt oder die Oberfläche die bricht so n bisschen auf.
00:10:45: Also wenn ich jetzt jemand bin, der die Jacke aber noch länger tragen möchte.
00:10:48: Was mache ich dann?
00:10:49: Also um sie dann wieder richtig so herzurichten dass sie auch wieder voll funktionsfähig ist was mache ich?
00:10:55: das kann nicht tun.
00:10:56: also natürlich gibt es dann die klassischen Pflegehinweise die wir haben solche Jacken Wie du sie beschreibst, ich ahne welche es sein könnte.
00:11:03: Würde ich regelmäßig wachsen und dann würde auch dann dafür sorgen dass da also so ein regelmäßiges Schutz drauf getragen wird?
00:11:12: Das zweite ist wenn dann irgendwo was ausgefrankt ist oder sowas Da kannst du bei uns im unserem online shop zum Beispiel Ersatzteile schicken lassen Also vielleicht einen Stoff flicken oder Eisverschluss oder was auch immer kaputt ist.
00:11:26: Und das andere ist, wenn du dir das nicht zutraust es gibt Repair Services.
00:11:31: Also diese ganzen Reparaturdienstleister die wir haben und mit denen wir Partnerschaften haben wie zum Beispiel bei Globetrotter oder anderen großen Outdoor Handelsketten innerhalb Europas da kann man diese Sachen abgeben reparieren lassen und dann sind sie zwar nicht wie neu aber sie sind funktionstüchtig und ich glaube dass ist das entscheidende.
00:11:51: ich glaube der Reiz an den Fährrebenprodukten dass sie durch diese emotionale Langlebigkeit, die Sie haben.
00:11:58: Sie sind ja zeitlos designt.
00:12:00: Man hat so viele Geschichten damit zu erzählen, ob das ein Rucksack ist oder eine Jacke mit der war ich in Afrika damals für fünfhundert Jahre im Dornbus stecken geblieben und die habe ich jetzt meinem Enkel gegeben und es funktioniert.
00:12:13: Das ist unser Ziel und das soll auch so in Zukunft sein.
00:12:15: Das soll jetzt keine Werbung sein aber vielleicht auch das Ein- oder andere Teil und es ist tatsächlich so, Also ich spreche über einen Rucksack, da ist schon auch an die Kinder weitergegeben werden.
00:12:27: Weil die von der Farbe oder von der Form ganz gut finden.
00:12:30: Erinnert mich so ein bisschen an Uhren ja?
00:12:32: Die man ja auch gerne so von Generation zu Generation weiter gibt und die dann hoffentlich auch genutzt werden.
00:12:38: Auch wir haben Rucksäcke von deiner Firma Eiko und die werden aber auch modisch gern getragen.
00:12:45: also er schafft da gerade im Moment einen Spagat hochwertige Materialien oder hochwertige Kleidung herzustellen, die aber auch sehr modisch ist und sehr, sehr angenommen wird.
00:12:56: Und sehr, Sehr trendy ist und ich glaube das erleichtert es natürlich dann zu verkaufen.
00:13:00: Ich möchte nochmal auf ein Thema einsteigen was du eben angesprochen hast weil Es hört sich ja jetzt so toll an.
00:13:07: So nach zwanzig Jahren solange Du dich auch mit solchen Themen beschäftigst.
00:13:11: Ja da haben wir dann eben entschieden Das ist ein wichtiges Thema.
00:13:14: Wir müssen umdenken raus aus der Komfortzone Das hört sich so leicht an.
00:13:20: Aber wenn du eben in deine Firma guckst, umdenken muss ja ganz oben anfangen was macht Phoenix vielleicht anders als andere Unternehmen haben die früher umgedacht?
00:13:31: ist der geisten anderer?
00:13:32: ist das ein besonderer Geist?
00:13:36: Wo fängt dieses oder wo hat dieses Umdenken angefangen?
00:13:39: Ja, vielleicht muss ich da noch mal wieder zurück in den Helikopter und sagen also dass die europäische Outdoor-Industrie ist eine sehr kleinteilige oft sehr familien geprägte Industrie.
00:13:50: Und natürlich hat jede Familie so ihre Steckenpferde und ihre Nähen oder Fernen zu dem eigenen Produkten.
00:13:58: Bei uns ist es nun tatsächlich so das der Gründer von Pierre Reven Das war ein Outdoor Mensch Der wollte draußen in Natur sein Hat seine damals verfügbaren Outdoor Kleidungsstücke geschnappt sich in der Erfüllteilung geärgert, dass sie nicht so funktionieren wie er es eigentlich erwartet hatte und hat dann angefangen mit einem Bucksack zum Beispiel da selber dran rumzuschrauben zu sagen das kann so nicht sein.
00:14:19: Das muss doch besser gehen.
00:14:20: Dieses das kann also nicht sein das muss doch bester gehen ist glaube ich das Haupt Thema was bei uns eine Rolle spielt weil der Bezug zu dem, was wir machen wollen und dem, das wir eigentlich den Kunden zur Verfügung stellen möchten.
00:14:35: Diese Kombination ist das, wo wir eine Stärke haben.
00:14:39: Und diese Stärke prägt dann auch tatsächlich die Haltung des Eigentümers in unserem Falle des Mehrheitsaktionärs – das ist der Sohn des Gründers von Pierre Reven und mein Chef – und er hat ganz klar gesagt ich möchte!
00:14:55: dass ich hinter unseren Produkten stehen kann.
00:14:57: Ich will nicht, das wir da Produkt daraus hauen!
00:14:59: Dann können wir auch Würstchen verkaufen nur um Geld zu machen.
00:15:02: es geht mir darum diese Produkte müssen ihren Zweck erfüllen und sie müssen bestimmte Kriterien erfülle auch in Sachen Nachhaltigkeit Und du Alko bist dafür verantwortlich dass wir das schaffen.
00:15:12: Sieht so wie Du dich mit den anderen Managern streitest.
00:15:14: Das ist in der Tat nicht immer ein leichter Spaziergang das kann ich schon mal so sagen Aber am Ende des Tages geht es um das gemeinsame Ziel Produkte, die langwebig sind, zeitlos sind.
00:15:26: Die eine vernünftige Qualität haben in den Markt zu bringen und eben nicht den Konsum dahingehend zu befördern dass man sagt es müssen gleich drei oder vier oder zwölf von den Sachen im Schrank hängen.
00:15:37: Eine reicht!
00:15:38: Und das dann auch für Jahre und möglicherweise Jahrzehnte.
00:15:42: Dann kann man auch glaube ich bewussten Konsum in Anführungsstrichen betreiben.
00:15:48: dieses Bewusstsein verbinden wir dann auch mit der Aufklärung unserer Kunden Hinsichtlich der Pflege, der Reparatur und Reparierbarkeit.
00:15:56: Und natürlich auch dessen was Sie damit in der Natur anrichten oder nicht.
00:16:01: Dann spannend!
00:16:03: Ihr seid dann aber auch – oder du?
00:16:05: Denn ihr seid ja auch im Spannungsfeld weil ihr habt ja Shareholder oder ihr habt Business Units die müssen profitorientiert arbeiten.
00:16:12: das heißt Kosten senken und da ist natürlich eine Chemie um jetzt wieder so ein bisschen auf unseren Einstieg zu kommen ist natürlich günstiger als wenn ich extra etwas züchten muss.
00:16:22: Wie geht ihr mit diesem Spannungsfeld um?
00:16:24: Ja, das ist auch immer in der Tatenauseinandersetzung.
00:16:26: Die Mie ist ein Feld, das andere Feld ist wo produzieren wir und welche Kostenvorteile erzielen wir dadurch?
00:16:33: Und auch da gibt es ganz klare Regeln Wir produzieren aber auch für Verkaufen nicht in jedem Land der Welt weil wir gesagt haben Das passt nicht zu uns Es gibt eine klare Restriktion.
00:16:45: Das führt dann eben genau zur Situation dass unsere Produkte nicht gerade die billigsten am Markt sind heißt aber auch, wer sich bei uns ein Produkt auf der kann relativ sicher sein und ich sage relativ weil nichts ist natürlich untergrund sein.
00:16:59: Relativ sicher sein dass wir alles getan haben um auszuschließen, dass dort soziale Verletzung von Sozialrechtens stattfindet.
00:17:07: Von Kinderarbeit über Zwangsarbeit bis sonst was.
00:17:10: Wir haben versucht sicherzustellen das die Materialien die benutzen Aus entweder ökologischem Anbaustamm oder aber zumindest kontrollierten Bedingungen.
00:17:20: Dass man sagen kann da ist nicht Die Natur noch weiter zerstört worden und ich glaube Das ist etwas was wir relativ glaubwürdig tun denn wir sind relativ ehrlich auch in unserem Nachhaltigkeitsberichterstattung und zeigen dann auch, was wir falsch machen.
00:17:36: Was wir richtig machen?
00:17:38: Das unterscheidet uns vielleicht nicht hundertprozentig von vielen anderen Unternehmen aber insofern schon als dass das bei uns eben Teil der Kultur des Unternehmens des gesamten Unternehens Denkens ist und nicht nur ein aufgesetzte Sache haben tatsächlich das strategisch verankert.
00:17:54: Und diese strategische Verankerung zeigt sich auch darin, dass wir uns regelmäßig fünf Jahrespläne machen.
00:18:00: was wollen wir erreichen im Bereich Nachhaltigkeit.
00:18:02: Da spielt Chemie eine Rolle, da spielt Materialnutzung eine Rolle.
00:18:04: Das spielt auf die Frage eine Rolle was für Alternativen gibt es?
00:18:07: Alle lieben Baumwolle und ich auch gebe mich hierzu.
00:18:10: aber ist Baumwollen in Zukunft?
00:18:11: wissen das das?
00:18:12: eine Meine Pflanze ist die Hochwasserintensivis, die bestimmte ökologische Nebenwirkungen hat wenn sie nicht ökologically angebaut wird als Monokulturen sind.
00:18:23: Und dann findet man den Spagat zwischen wie kriegen wir die Kosten?
00:18:27: So hin, dass dem Kunde das Produkt tatsächlich noch erschwinglich erscheint und zwar kriegen wir es hin unserem Versprechen und auch unseren eigenen Anspruch in Sachen Nachhaltigkeit gerecht zu werden.
00:18:40: Und das ist ein Pfad!
00:18:41: Das ist nichts wo wir still stehen.
00:18:42: natürlich kommen wir an Punkte wo sagen wir müssen Kompromiss machen und natürlich schmerzt mich das hin und wieder.
00:18:48: aber ich kann auch sagen trotzdem kann ich da nicht leben weil dieser Kompromis ist einer der dafür sorgen soll die Kunden eine bewusste vernünftige Kaufentscheidung treffen können, nicht sich auf billig-billig.
00:19:00: Fünfzig Prozent off und hier ist noch mal ein Sale stürzen sondern sagen ja wo entscheide ich mich für diese Produkte?
00:19:06: Ich kaufe es in diesem Laden weil ich weiß erstens da kriege die bestmögliche Beratung.
00:19:11: zweitens wir werden für nünftiger Alternativen angeboten und sie haben alle möglichen Aspekte berücksichtigt und das ist keine Gefährdung meiner Gesundheit nicht für meine Kinder nicht für die nächsten Generation.
00:19:22: Ich glaube diese Kombination die uns auch erlaubt, einen relativ hohen Preis für unsere Produkte zu verlangen.
00:19:30: Ist das für euch einfacher weil ihr Handel und Hersteller im gleichen Haus habt?
00:19:36: Einfacher vielleicht nicht aber es ist etwas was natürlich unseren Anspruch entspricht.
00:19:40: wir möchten gerne Kontrolle behalten.
00:19:43: deshalb kontrollieren wir unsere Lieferanten auch sehr weit.
00:19:45: Wir gehen tief in die Lieferkette hinein.
00:19:47: wir haben Tracing-Systeme.
00:19:51: ich habe ein ganzes Team ganz intensiv mit der Frage beschäftigt, wie sind die Lebens- und Arbeitsbedingungen in unseren Zulieferländern?
00:19:58: In unseren Fabriken.
00:20:00: Wie werden die Leute entlohnt?
00:20:01: Ist das Living-Rage nur der Minimum?
00:20:05: Bis hin zu eben der Frage wer sind denn unsere Vertriebskanäle?
00:20:10: Und was sind dann unsere Händler?
00:20:12: Wir haben natürlich einen Vorteil dass wir ein Teil selber kontrollieren dadurch dass wir eigene Handelshauser haben.
00:20:19: Aber wir haben auch eine sehr selektive Partnerwahl.
00:20:22: Das kann nicht jeder Grauter kommen und sagen, wir wollen Fährreben verkaufen weil wir der festen Überzeugung sind dass das so nicht läuft.
00:20:27: die Produkte sind hochwertig.
00:20:30: sie brauchen eine Erklärung.
00:20:31: diese ganze Geschichte die dran hängt muss dem Kunden näher gebracht werden und das gelingt nicht jedem Und es gelingt vor allen Dingen nicht denjenigen die auf Masse ausgerichtet sind und versuchen Massen durchzuschleusen.
00:20:44: insofern sind wir ganz froh Gruppen wie der Unterwegsgruppe in Deutschland oder eben auch unserem eigenvertrieblichen Global Trotter, da gute Partner haben.
00:20:53: Ich würde auch gerne nochmal auf dieses Thema zu sprechen kommen was du eben auch schon angedeutet hast Lieferkette.
00:21:01: Was sagst Du den Leuten die sagen ja das ist hier ein heeres Ziel Lieferkette kannst gar nicht so viel vor Ort sein.
00:21:08: es gibt so viele Subunternehmer das bekommt man gar nicht wirklich kontrolliert.
00:21:12: wir wissen dass sie auch von anderen großen deutschen Unternehmen, insbesondere ein Sportartikelhersteller der sich jahrelang sehr engagiert hat um dann doch wieder festzustellen ich krieg das nicht gesteuert.
00:21:25: Was entgegnest du den Leuten die sagen ihr habt einen heren Anspruch in Deutschland Europa bekommen wir das auch hin.
00:21:31: aber die Zulieferer außerhalb von europa die kann ich eigentlich gar nicht kontrollieren würde ich sagen also wenn man gar nicht anfängt haben wir nichts machen.
00:21:41: Also man muss schon mal sich auf bestimmten Themen widmen.
00:21:45: Deshalb bin ich doch ein bisschen frustriert und fassungslos, wenn ich sehe wie die Europäische Union derzeit bestimmte Regelungen aus dem Bereich der Nachhaltigkeit im Rahmen ihres Green Deals verändert.
00:21:59: Da wird also angepasst, was völlig zurecht ist.
00:22:01: Denn es ist eine... man kann nicht alles auf einmal und vor allen Dingen wer neu zum Thema kommt und auch sich gerade erst einfach damit beschäftigt, ist überfordert.
00:22:11: Aber dann zu behaupten, dann brauchen erstmal achtzig Prozent gar nichts machen!
00:22:15: Und die anderen, die sowieso etwas machen, die sollen wir schön weitermachen?
00:22:18: Das auch nicht richtig.
00:22:19: Also Level-Playing-Field heißt alle machen irgendwas.
00:22:21: Und das ist für mich ein wichtiger Aspekt.
00:22:23: Das heißt ich wenn ich das entscheiden müsste würde sagen Ja, wir gucken uns jetzt mal an.
00:22:28: Was sind denn die prioritären Felder?
00:22:30: Und jetzt gucken wir mal in die Lieferkette... Da sind die Prioritärenfelder!
00:22:33: Wir wollen die schlimmsten Formen nicht alle aber die schlimmste Form von Menschenrechtsverletzung vermeiden.
00:22:41: Ist das so?
00:22:42: Ja was gehört dazu?
00:22:44: Dann müssen wir uns ein bisschen um das Thema Umwelt kümmern, dann müssen wir unsere Arbeitsbedingungen kümmern und unsere Lebensbedingung kümern.
00:22:50: Wenn ich das tue komme ich zu Punkten, wo ich sage hier ist es vielleicht notwendig mal in ein tieferes Gespräch einzusteigen.
00:22:58: Und auch hier muss ich an sich sagen das ist nicht unternehmensspezifisch dass es wirklich unserem gegenwärtigen Haltung geschuldet.
00:23:05: wir haben eine Faltung von ziemlich faul sein.
00:23:08: Wir wollen alles auf dem Silber Tablett möglichst ohne Probleme und nach dem Motto wieso?
00:23:13: Ich habe noch Pauschal gekauft dann will ich auch Pauschale Urlaub haben.
00:23:16: Frühstück nicht extra bezahlen Ja kann man machen Aber ich sage es ganz offen, diese Logik funktioniert nicht.
00:23:22: Wenn ich nicht Dialoge führe, wenn ich nicht in meiner Lieferkette anfange mit den Menschen auf Augenhöhe zu reden.
00:23:27: Könne ich mich hinstellen sagen?
00:23:28: Ich bin bei der Produktion von rund um die Sechzehntiehnte und neunzehnten Prozent an einer Produktion.
00:23:32: Mach gefälligst wie ich sag oder du bist nicht mehr mein Lieferant.
00:23:35: A. Funktioniert so nicht B. Selbst wenn das so funktionieren würde ist das kein Augenhöhen andere Form von Gespräche führen.
00:23:42: Und das ist das, was wir bei uns in der Lieferkette machen.
00:23:45: Das heißt, wir versuchen, uns Partner zu suchen und das kann man auch tatsächlich sehen, dass wir mit den langfristige Beziehungen haben und gemeinsam an den Themen arbeiten – und gemeinsames Arbeiten heisst auch, es ist ein Geben-und-Nehmen!
00:24:02: Wir haben ja die Marke Hanwagd.
00:24:03: Die haben einen Lederlieferanten, der ist mit denen seit über neunneutzig Jahren zusammen.
00:24:08: Das nenne ich Partnerschaft.
00:24:11: Das heißt nicht immer, dass das toll ist weil man natürlich dann auch bestimmte Abhängigkeiten schafft und so weiter.
00:24:15: Aber das zeigt, man hat ein gewisses Vertrauen aufgebaut.
00:24:19: Man arbeitet gemeinsam an Themen.
00:24:22: Und es ist genau das was den Unterschied macht.
00:24:25: Wenn man das vernünftig aufsetzt, kann man mit solchen Themen in der Lieferkette arbeiten.
00:24:29: Für mich ist das entscheidend!
00:24:31: Danke, danke Eiko.
00:24:32: Du sprichst mir wirklich aus der Seele.
00:24:34: ich finde das super vor allen Dingen wenn es um Kooperationen und wirklich langlebige Kooperation auch geht.
00:24:40: Ich würde noch mal gerne einmal zurückgehen Richtung die Yoga-Regulierung.
00:24:44: warum eigentlich heute hü morgen hat?
00:24:46: Und dass ist genau das was du gerade angesprochen hast nämlich zu sagen wir nehmen jetzt einfach mal achtzig Prozent der eigentlich unter das Gesetz zum Beispiel Berichtspflicht fallen würden einfach raus Wenn wir jetzt mal einen Wunsch frei hätten oder mal ein Aufruf starten würden und sagen okay EU-Regulierung sei immer dahingestellt.
00:25:07: Wie würden, würden wir das denn aufziehen?
00:25:10: Würden sagen Ja macht euch auch faul sein ist keine Option.
00:25:15: ja du bist jetzt zum Beispiel im Outdoor Bereich Oder man kann für den Textybereich sprechen Was was wäre dann gut zu sagen?
00:25:21: es gibt vielleicht zwei drei Kriterien Für Umwelt für Soziales Und die muss jeder erfüllen so eine Art Mindestkriterien Z Oder in welche Richtung würdest du denken?
00:25:30: Ich glaube, das ist ja genau das was auch in der Finanzwelt gilt.
00:25:34: Es gibt bestimmte Mindeststandards die ich brauche um einen Geschäftsabschluss abzuliefern.
00:25:41: Warum soll es dann im Bereich der Nachhaltigkeitsberichterstattung oder des nachhaltigen Handelns anders sein?
00:25:46: Wenn man sich noch mal anguckt, was will die EU eigentlich erreichen mit ihrem Ansatz den sie gefahren hat... Da hat sie versucht und das is ja auch löblich So partizipatorisch wie es eben einer solchen Organisation auch möglich ist, viele Stimmen hineinzuholen.
00:26:03: Viele Anspruchsgruppen aber vor allen Dingen Lobby-Gruppen eine Stimme einen Raum zu geben und das ist aus meiner Sicht überhaupt nicht verwerflich.
00:26:12: was dann nicht passiert ist und das glaube ich das Verwerfliche dass jemand mit Sachverstandung und Überlegungen gesagt hat so pass mal auf Das ist machbar Und das ist nicht machbar.
00:26:24: Und was nicht machbar ist, heißt nicht dass es weniger wert ist.
00:26:27: Es ist nun nicht jetzt zu diesem Zeitpunkt der richtige Zeitpunkt umzusetzen und dann wäre man nicht auf neunhundert Kriterien gekommen sondern tatsächlich vielleicht nur auf dreißig.
00:26:36: Und von den dreißigen sind vielleicht fünf die alle machen müssen und die anderen vom uns wahnsinnig machen nur die großen weil das bei denen schon weiter entwickelt ist.
00:26:44: Das hätten wir alles auch wunderbar aufsetzen können.
00:26:47: aber so tickt der Laden im Moment nicht und ich halte das für ein Problem.
00:26:53: philosophisch ist, aber auch für ein politisches Problem.
00:26:54: Weil ich glaube sowas unterminiert teilweise zumindest das Demokratieverständnis in unsere Gesellschaft und das müssen wir ändern rein!
00:27:04: Das hat nichts mit dem sind nicht wichtig oder sowas zu tun sondern es hat etwas damit zu tun.
00:27:10: was kann man von einem Unternehmen tatsächlich heute fordern?
00:27:15: Und was sollte man in Zukunft möglicherweise später einfäsen, statt das nur alles auf dem Mal zu machen.
00:27:22: Das glaube ich ist das Entscheidende und da bin ich ganz mit einer Meinung.
00:27:24: Damit sagt ja Aiko dass was wir auch immer sagen einfach machen und einfach machen.
00:27:30: Und das ist wie immer ein Problem in Europa, dass wenn wir was machen, dass wir uns das vielleicht so kompliziert machen, das dann alle davor stehen und sagen ne wo soll ich anfangen?
00:27:41: Und genau wie du das auch gerade gesagt hast Eiko einfach mal anfangen!
00:27:45: Ich würde versuchen mal zu präzisieren Wenn ich ein Unternehmen bin Mittelständler produzierendes Gewerbe und die sage ja ich will anfangen womit sollte jemand der heute erst startet Aus deiner Sicht einfach mal anfangen.
00:27:58: Das schnellste ist doch immer zu gucken, was mache ich selber?
00:28:01: Also wenn ich meinen eigenen Laden im Griff habe dann kommen die anderen Themen von allein.
00:28:06: keiner käme auf die Idee zu sagen Ich betreibe einen Restaurant und ich kümmere mich nicht ums Essen.
00:28:12: Bei Produzieren und Unternehmen ist es nun so, die haben Produktionsprozesse.
00:28:15: Die haben Offices, da fängt das an mit Housekeeping.
00:28:17: Ein ganz simplem Housekeeping!
00:28:19: Und danach kann man sagen okay um wie retten wir damit die Welt?
00:28:21: Ja gut vielleicht nicht unbedingt heute die gesamte Welt aber was ist der nächste Schritt?
00:28:25: Dann könntest du darum wie kann ich es schaffen im Produktions-Prozess Nebenprodukte Abfallprodukte zu reduzieren?
00:28:31: Wie kann ich Es Effizienzen höben?
00:28:33: und natürlich Ich weiß, es gibt viele philosophische Ansätze und da sind auch wenn man die Kritik ja das ist aber nur inkrementell.
00:28:40: Und es ist so kleinteilig und das wird nicht die Welt aus den Angen heben.
00:28:44: Boah ich habe schon den Satz gehört steht der Tropfenhöhl den Stein?
00:28:47: also insofern würde ich das jetzt mal infrage stellen ob dass genau so sein muss oder ob nicht genau die tatsache dass man dann nichts macht als Alternative genau das das Problem ist.
00:29:00: Das ist ja genau der Punkt.
00:29:01: Diese Fragestellung, was passiert wenn ich nichts mache?
00:29:04: Ist ja genau das!
00:29:05: Nach den neuesten Regelungen muss ich leider ganz ehrlich sagen offenkundig nicht.
00:29:10: Aber das ist ja auch genau der falsche Ansatz.
00:29:11: Wir haben alle einen Einfluss auf unseren Lebensstandard, auf unsere Lebenskultur und auf unsere Natur und auf unser Fortkommen.
00:29:21: Und wenn wir da klar machen, dass dieser Planet irgendwie nicht duplizierbar ist.
00:29:26: Müssen wir irgendwas tun um dafür zu sorgen das das was wir heute produzieren in einer Form morgen und übermorgen auch wieder nutzen können?
00:29:33: Das hat etwas mit Kreisaufwirtschafts zu tun, das hat was mit Ressourcenschonung zu tun!
00:29:37: Und wenn ich mich zu Hause anfange sage okay hier ist eine Maschine die ist von Dann muss ich mal anfangen zu rechnen, ob es nicht sinnvoll ist in diese Maschine zu investieren.
00:29:56: Nicht nur für die Firma und deren Effizienzen sondern eigentlich auch so ein bisschen über den Tellerrand hinaus gedacht.
00:30:01: Und dann fange ich an Nachhaltigkeit zu betreuen.
00:30:04: Du hast es gerade angesprochen kreislaufwirtschaft.
00:30:07: Du seid ja schon seit vielen Jahren dabei als Qualitätsanbieter dass ihr schon sagt das Thema Reparatur der Instandhaltung.
00:30:14: Wenn wir aber jetzt in Kreislaufwirtschaft reingehen, in einen Kreislauf.
00:30:18: Gibt es da Projekte bei euch?
00:30:19: oder welche Art von Projekten gibt es auch stärker?
00:30:23: In diese Kreis-Lauf-Wirtschaft neben Abfallvermeidung und Reparatur dann noch im weitere Themen hineinzugehen?
00:30:31: also Wir haben für unseren Kreislaub Wirtschaftsansatz wenn man das so nennen möchte So mehrere Stufen und Zirkel.
00:30:39: Das ist sowieso Planetenbahnen um den Endkunden sozusagen herum Und der Endkunde hat ein Produkt von uns gekauft und er nutzt es.
00:30:49: Wir geben ihm an die Hand Pflegehinweise, möglicherweise auch pflegematerialien.
00:30:56: Das ist bei Schuhen dann noch die Schuhcreme das Wachs oder oder oder und Der zweite Zirkel isst dann.
00:31:03: was kann ich als kundetun damit wenn mir etwas kaputt geht dass repariert werden kann?
00:31:08: Der dritte zirkel ist.
00:31:09: Ich Kann's nicht selber reparieren will es eigentlich auch nicht ich gebe sie jemandem anderen.
00:31:15: der vierte Zirkel ist.
00:31:17: Das ist eine tolle Jacke, ich habe sie jetzt schon so und so für Jahre aber eigentlich will ich es ihr nicht mehr tragen.
00:31:23: Was ist die Folge?
00:31:24: Ich wills auch einen Kleiderschrank haben!
00:31:25: Dann gibt es die wunderbare Erfindung des zweiten Second Hand Marktes.
00:31:28: und als dieser zweiten Hand.
00:31:31: da haben wir in Nordamerikanen Pilot gestartet das nennt sich Pre-Love wo wir feststellen dass die Produkte ein nach wie vor ein hohen incrementellen Wert haben in den Produkten bestehen bleibt.
00:31:44: Das heißt, das was man damals sozusagen als Investment gemacht hat ist nach wie vor etwas wert auch nach Jahren oder Jahrzehnten und das finde ich es eigentlich spannend.
00:31:54: Man kann die Produktwut verkaufen.
00:31:55: Auch in Schweden gewinnen wir jedes Jahr beim Second Handmarkt Tradera den Preis als beliebteste Marke mit meisten Umsatz usw.
00:32:04: Und so weiter und so weiter.
00:32:05: Das ist außerhalb völlig unserer Kontrolle.
00:32:06: also wir haben da gar nichts mit zu schaffen.
00:32:08: aber es zeigt die Beliebtheit der Produkte Wenn ich dann es mit zweiter Hand gewagt habe und das dann tatsächlich irgendwann mal zum Produkt Lebensende kommt.
00:32:17: Dann ist natürlich das Problem da, gibt es Prozesse?
00:32:21: Gibt es bereits bestehende Zirkel die es schaffen diese Produkte zurück zu nehmen oder dass was von den Produkten übrig ist zurück zu.
00:32:30: Wir machen da mit kleinsten Projekten ja gut, was kann man noch gebrauchen?
00:32:35: Können wir das als Ersatzteile einsetzen.
00:32:37: Ja okay diese Tasche auf der Hose die ist noch in Ordnung, der Rest der Hosen leider nicht.
00:32:41: aber diese Taschen können wir noch nutzen weil das eine Farbe, die machen wir nicht mehr und wir kriegen immer wieder Reparaturaufträge dafür.
00:32:47: So solche Sachen machen wir dann auch.
00:32:49: Das heißt so Graveyard ausschlachten Und dann geht es in den Graveyard!
00:32:54: Wie sieht er aus?
00:32:55: Da ist jetzt natürlich unsere Hoffnung dass über die Zeit diese Prozesse Das heißt Rücknahmesysteme, das heisst die Fähigkeit auch der Sortierung der Materialien und dann eben auch wieder die Rückführung der Materialie in einen Produktionszyklus.
00:33:12: Dass sich dann entwickelt, dass ist noch nicht da.
00:33:15: also ich glaube jeder der behauptet Ich habe das hundertprozent circuläre Produkt Das möchte ich sehen.
00:33:20: Also das kann ich mir nicht vorstellen dass das sinnvoll Oberheit einer Spelle von Projekt bereits besteht.
00:33:27: Da gibt es Ansätze Und das sind viele, viele Forschungsprojekte im Moment in Gange diesbezüglich.
00:33:34: Chemische Recycling, mechanisches Recyling und so weiter und sofort.
00:33:39: Wir haben für unsere Produkte wie auch glaube ich die meisten in der Autoindustrie hohe Qualitätsansprüche nachher beim fertigen Produkt.
00:33:46: Das heißt Minderwertiges Input-Material führt automatisch zu minderwertigen Produkten.
00:33:52: Aber um das zu verhindern, müssen wir Prozesse entwickeln und betreiben die das sozusagen vermeiden und dann entsprechend tatsächlich auf dem gleichen Qualitätsniveau enden.
00:34:04: Im Moment gebe ich zu ist das nur im Projekt auf Projektlevel möglich.
00:34:10: Wir haben auch Projekte, wo wir sagen hier wird nur Monomaterial verwendet.
00:34:14: Das heißt es gibt nur eine sortenreine Produktionskette und dann kann man das recyceln, dass ist viel leichter als wenn ich Mischgewebe habe oder verschiedene Layer in einem Produkt.
00:34:24: Das ist alles noch in der Mache würde ich sagen und es ist spannend zu sehen was sich da entwickelt.
00:34:29: Da sind auch einige schon die dann scheitern aber das gehört dazu bei solchen Innovationen.
00:34:35: Wie ist das denn beim Thema Recycling-Anteile in Materialien und Produkten?
00:34:42: Da ist ja eine gewisse prozentuelle Anzahl notwendig.
00:34:48: Und ich höre immer wieder, dass es so schwierig ist, recyceltes Material zu bekommen gerade im Bereich Garnet etc.. Und der Markt ist so schlecht, das heißt kriege keine Recyclingmaterialien die ich wieder für meine Produkte einsetzen kann.
00:35:04: Wie geht ihr mit der Thematik um?
00:35:06: Ja, Recylingmaterial setzen wir sehr viel ein sogar.
00:35:09: Also unser Hauptprodukt bei Ferien zum Beispiel, dass die G- one thousand fris Materialen... Das is organische Baumwalle gemischten mit recyceltem Polyester.
00:35:20: Wir haben auch ganz viel recyceltes Polyamid.
00:35:23: Wir setzen eben diese Materialien bewusst ein, was das eigentliche Problem darstellt ist nicht die Verfügbarkeit des Materials sondern die Qualität dessen was verfügbar ist an Material.
00:35:36: Dann da haben wir oft Überraschungen durch den Recyclingprozess egal ob der mechanisch oder chemisch ist.
00:35:46: man stellt fest dass bestimmte Chemikalien immer wieder auftauchen.
00:35:52: Sogar zum Teil in höheren Quantitäten als in einem frischen aus der Chemie fabrik kommenden Polyester, zum Beispiel und das bereitet mir eigentlich viel mehr Kopfzerbrechen.
00:36:03: wir haben sogenannte legacy Chemikalien in allen möglichen recycelten Materialien.
00:36:07: Wir hatten zb mal und das ist auch nur eine Anekdote ein Projekt wo wir recycelt Wolle eingesetzt haben.
00:36:14: Das ist eigentlich ein guter Prozess weil dass dazu führt, das Material, das schon da ist wieder in einen Zyklus hineinzubringen.
00:36:23: Wieder ein Produkt daraus zu machen, das eine hohe Wertigkeit hat.
00:36:26: und dann stellten wir aber fest bei chemischen Tests Wir haben den gesamten Chemikokteil der vergangenen fünfzig Jahre drin von DDT über Azofarbstoffe bis sonst was.
00:36:39: Warum?
00:36:40: Weil natürlich die Produkte zum Teil ure ure alt sind Und die ure Uralten Teppiche von Oma, Ölteppiche, die dann recycelt werden Das ist ein Teppich, die sind in den Sechzig Jahren gewoben worden.
00:36:52: Dass DDT kein Thema gewesen zum Beispiel wurde benutzt, wofür auch immer und das finden wir da wieder.
00:36:59: In der Wolle, in den einzelnen Haaren sogar gibt es verschiedene Studien auch großer Textilanbieter die sagten Da kommt was auf uns zu und das sehen wir auch bei synthetischen Materialien.
00:37:11: Da werden immer wieder Katalysatoren gebraucht um bestimmte Polymerisationsprozesse ablaufen zu lassen.
00:37:17: Meistens sind es Schwermetalle und die tauchen auf.
00:37:20: Und die Zahl steigt mit jedem Recyclingzyklus, da sind wir noch nicht gut!
00:37:25: Das müssen wir noch ändern denn natürlich gibt's bestimmte Grenzen und man kann bestimmte Produkte nicht in den Endkunden geben wenn es dann hautnah getragen wird sondern man muss auch daran denken für wen ist es gedacht was ist die Funktion?
00:37:41: Ein recyceltes Material in einem Rucksack kann weniger problematisch sein als ein recyclettes Material, in einem Hemd oder in einem Kindert-T-Shirt.
00:37:51: Und das ist im Moment die Problematik, die ich langfristig sehe und da müssen wir uns irgendwie als Gesellschaft auch verständigen.
00:37:57: was sind wir bereit an Risiko zu tragen?
00:37:59: denn dass wir niemals den Zustand erreichen, dass ich ein recyceltes Material problemfrei fünfzig Jahre später mit dem dann geltenden Gesetzen erfüllend wieder in den Zyklus bringen, das müsste uns eigentlich klar sein.
00:38:14: Und ich glaube, dass ist entsprechend eine entsprechende Herausforderung.
00:38:17: Was jetzt gerade geschildert was ihr alles tut, was ihr mit den Lieferanten macht, was er selber macht, Kreislaufwirtschaft und so ein bisschen am Rande ist aber auch der Kunde durchgeschwungen weil ich überlege grade man kann ganz viel machen auch selber machen und das ist auch toll und ich glaube auch unsere Hörerinnen und Hörern kriegen wirklich tolle Impulse.
00:38:36: einfach mal anfangen, du hast es so schön auch geschilderd.
00:38:39: Schauen wir meinen Richtung Konsumentverbraucher.
00:38:42: Der Konsument der Verbraucher, ich gehöre auch dazu.
00:38:45: Wir fordern die höchste Qualität!
00:38:47: Wir wollen nachhaltige Klamotten haben, nachhaltiges Essen.
00:38:52: Das Abstimmungsverhalten ist an der Theke im Warenhaus Ist dann aber aus meiner Sicht so dass gerade die Anbieter, die eher sehr günstig produzieren sich wahrscheinlich nicht an nachhaltige Aspekte so orientieren wie ihr das tut.
00:39:09: Da boomen sowohl im Produktbereich, im Lebensmittelbereich und online Handel genauso ja.
00:39:16: also Wie kann ich den Konsumenten beeinflussen?
00:39:20: überzeugend davon?
00:39:21: oder sagt der Neuer?
00:39:22: Das wird die Zeit bringen.
00:39:24: was ist dein Kommentar dazu?
00:39:25: als unsere Meinung ist es Wir sind alle bei Nachhaltigkeiten einem Team Sport.
00:39:31: Das ist keine Einzelkämpfergeschichte, also das heißt nicht Alkomachmal-Nachhaltigkeit für Fährreben oder für Globetrottern wird schon passend.
00:39:39: Da sind ganz viele mit dran beteiligt und natürlich ist eine der Zentralfiguren der Kunde.
00:39:46: Wenn er nicht mitspielt dann wird es für ihn nicht werden, da so ein Fliegt der Vogel nicht!
00:39:53: Ich glaube was wir lernen müssen zu begreifen rational zu begreifen dass wir uns selber konditioniert haben.
00:40:01: Wir haben uns seit ungefähr einhundert Jahren darauf gestürzt, möglichst günstig, möglichst viel, möglichst jederzeit.
00:40:10: Das war die Philosophie und das haben wir dahin zum Perfektionismus getrieben so, dass es viele, viele Nationen auf der Welt geht, die da noch nicht sind, die das aber als den goldenen Heiligen Graal ansehen wohin man gehen muss.
00:40:23: Gucken wir uns die Entwicklung Chinas in den letzten dreißig jahren?
00:40:25: Genau!
00:40:26: Das haben sie gemacht Konsum pur und mit möglichst günstigen Preisen, möglichst viel konsumieren.
00:40:34: Ich glaube wir müssen davon weg!
00:40:36: Und das heißt nicht Verzicht sondern es heisst eine rationale bewusste Entscheidung muss ein Schnitzel im Laden e.N.A.
00:40:47: oder ist nicht der faire Preis eben so wie es ja eine berühmte deutsche Handelskette mal ausprobiert hat sich nehmen sie einfach Mal alle Kosten hineingerechnet hat und dann mal den fairen Preis der Currywurst des Schnitzels usw.
00:40:59: ausgewiesen hat, ist es nicht notwendig dass wir uns dessen mehr bewusst werden?
00:41:05: Und dann sagen okay gibt's jetzt nicht jeden Tag sondern vielleicht reichen ja auch mal zwei Tage die Woche und dann kann man ja auch was anderes nehmen.
00:41:14: das glaube ich müssen wir verinnerlichen und dann wissen wir mehr wert zu schätzen.
00:41:19: Das ist, glaube ich auch etwas was wir als Problem haben in der Gesellschaft.
00:41:22: Die Wertschätzung nicht nur der anderen Meinung des anderen Gegenübers sondern auch die Wertschätzungen an dessen was wir konsumieren.
00:41:29: und wenn wir den Wertschätzen dem gegenüber bringen dann wird es schwierig.
00:41:33: Ich glaube dass wir bei Phoenix sowohl insbesondere im Handelsbereich bei Globotrotter versuchen den Kunden da auch hingehend anzusprechen.
00:41:42: zu dir das bewusst was du hier kaufst.
00:41:46: Wir versuchen, dich damit auch zu begleiten durch gute Beratung.
00:41:50: Durch unser Know-how um dir die optimale für deine Bedürfnisse beste Lösung zu bieten.
00:41:58: natürlich ist mir auch bewusst das nehmen viele mit und dann gehen sie online gucken wo es gibt es am besten.
00:42:06: ich halte das für den falschen Weg aber ich glaube dass ist eine Frage der Zeit dass wir uns mal überlegen müssen was wollen wir denn wie gesagt als Gesellschaft?
00:42:14: Ich denke, das Thema ist viel größer.
00:42:16: Denn am Ende des Tages geht es darum wie lebenswert sind unsere Städte?
00:42:20: Wie lebenswert ist unsere Lebensumgebung?
00:42:22: Ja ich kann online vierundzwanzig Stunden am Tag alles bestellen und ich kriege auch irgendwo aus China billig-billig.
00:42:31: aber ist billig gesund?
00:42:32: Ist das das gleiche Produkt oder ist es eine Kopie?
00:42:35: Ich habe keine Kontrolle!
00:42:36: Die Kontrolle habe ich wenn ich in einen Laden gehe in der Innenstadt die Kontrolle hab' ich wenn nicht meinem Bäcker nebenan besuche und sage Ich hätte gerne deine Brötchen, du diese Woche haben sie aber scheiße geschmeckt.
00:42:46: Das ist viel ehrlicher und fairer als sich da irgendwo Massenprodukte reinzufeifen die dann günstig sein können, aber vielleicht gesundheitlich schädlich sind.
00:42:57: Und das gilt für Kleidung genauso wie für alle möglichen anderen Produkte sogar für technische Handelnungen.
00:43:03: Ja Du hast auch gesagt es braucht Zeit ne?
00:43:05: Ich glaube so vielleicht jetzt auch Generationenwechsel.
00:43:09: Ich hatte gerade gestern mit meinen Kindern am Essstisch ein Gespräch über Massentierhaltung und ich glaube, das sind Werte die wir auch wirklich selber erkennen und weitergeben müssen, auch an unsere Kinder.
00:43:21: Deswegen habe ich die Hoffnung, auch wenn ich in unser Umfeld gucke, dass so Nichten, Neffen
00:43:25: etc.,
00:43:26: die einfach teilweise auch ein anderes Gespür entwickeln.
00:43:30: Natürlich ist es eine Gratwanderung, trotzdem ist es günstiger vielleicht schnell online irgendwas zu bestellen.
00:43:36: Wie du sagst Stehtertropfen höhlt den Stein da irgendwie auch weiter zur Arbeit?
00:43:39: Ich würde das gar nicht verteufeln.
00:43:40: aber es gibt eben die Dosis macht das Gift und wir sind eine Gesellschaft die gerne mal über die Strenge schlägt.
00:43:47: und dies ist etwas wo ich sage wenn wir die Doses ein bisschen runterfahren nur in klein wenig und jeder das bewusst entscheidet dann glaube ich sind wir auf einem viel besserem Fahrt als wir vielleicht gestern noch waren.
00:44:01: Schauen wir jetzt noch mal nach vorne und da sind wir schon bei unserer abschließenden Frage.
00:44:06: Zeit fliegt leider Gottes!
00:44:08: Und wenn wir sagen, Zeit fliegt... Wenn du mal nach vorn schaust Eiko die nächsten zehn Jahre Phoenix, die gesamte Gesellschaft Europa Deutschland Wir haben es gerade angesprochen Verbraucher Education Wo siehst Du die Entwicklung für Nachhaltigkeit Für nachhaltiges Wirtschaften?
00:44:27: Wo siehst Du Chancen aber wo siehst du auch Risiken?
00:44:31: Das ist eine sehr große Frage, die könnte ich jetzt in drei Stunden beantworten.
00:44:36: Aber ich werde es mal kurz machen!
00:44:39: Ich glaube wir haben im Moment gerade den... ...die Phase wo wir uns so ein bisschen wieder erden und sagen was ist denn einfach sinnvoll?
00:44:47: Was müssen wir machen?
00:44:49: Klar da sind viele Stimmen die sagen das ist alles quatsch und überflüssig.
00:44:53: Man muss das nicht ganz so ernst nehmen.
00:44:54: Ich glaube es ist aber wichtig sich mal wieder so ein bißchen zu reflektieren zurückzunehmen und zu sagen welche Richtung sollten wir nehmen.
00:45:01: Dann bin ich der festen Überzeugung, dass Unternehmen und das gilt für Phoenix ebenso wie viele andere auch ihren Weg machen werden.
00:45:08: Sie werden erfolgreich weiter am Markt agieren wenn sie ihre Prioritäten richtig setzen Und bei uns ist eigentlich diese Linie klar und da haben wir ein bisschen den Vorteil.
00:45:19: Wir haben einen Eigentümer Der auch noch mitmischt und er sagt Wir Machen unsere Hausarbeiter Meiko und kannst dich drücken Wie du willst.
00:45:27: die Haussauger werden gemacht.
00:45:28: Das bedeutet davon werden wir nicht abweichen.
00:45:32: Und da wir nun schon ein bisschen auf dem Weg sind, wissen wir auch dass wir mehr als drei Baustellen haben sondern eben tatsächlich dreißigvierzig parallel machen müssen während andere Unternehmen vielleicht die noch nicht angefangen haben sagen jetzt lassen mal mit drei anfangen.
00:45:45: das ist auch völlig in Ordnung.
00:45:46: In zehn Jahren würde ich erwarten dass wir uns immer wieder so ein bisschen ernüchtert haben Und das dann dank der Ernüchterung wir tatsächlich klare Regeln für alle haben, dass wir ein wirklich Level-Playing-Field geschaffen haben.
00:45:59: Dass der regulatorische Rahmen stimmt und nicht über alle Stränge schlägt.
00:46:04: Das ja wieder ein paar Leute gibt die sich ausgeschlossen maulen sagen meine Idee wurde aber nicht mit aufgehoben doch nur nicht heute morgen dann.
00:46:13: Das geht nämlich schnell.
00:46:14: genug kann ich nachvollziehen.
00:46:16: nicht die Geschwindigkeit zählt, sondern die Stetigkeit.
00:46:19: Und dieses ist viel wichtiger, dass wir stetig verändern und Innovation betreiben und stetigt und kontinuierlich haben und damit auch Verlässlichkeit schaffen als das sich hier schnell möglichst alle Themen auf einmal liebsten gestern und so weiter erledigt bekommen.
00:46:36: Ich glaube, das ist das Entscheidende.
00:46:37: So wird es für unser Unternehmen weiterlaufen und so würde ich mir wünschen, würde es auch für die Gesellschaft.
00:46:45: Das unterscheibe ich zu hundert Prozent.
00:46:53: Es ist eine stetige Freude dir zuzuhören, mit dir zu sprechen und du bist stetig seit Jahrzehnten für das Thema Nachhaltigkeit unterwegs.
00:47:04: Und du kämpfst dafür!
00:47:05: Und vielen Dank ja für diesen Blick hinter die Kulissen einer Branche, die sehr naturverbunden ist, die aber auch als Retailer- und Klamottenproduzent unter einem ständigen Druck herrscht wie man das glaube ich bei kaum einer anderen Branche sieht.
00:47:25: Und wir haben heute von dir gehört, dass Nachhaltigkeit eben nicht ein Etikett ist sondern das es wirklich Unternehmen gibt die da schon seit Jahren leben.
00:47:35: Die schon lange unterwegs sind, die aber auch sagen naja Wir sind noch lange nicht am Ende des Wegs Sondern du hast uns ja gesagt wo auch bei euch noch die Baustellen sind Aber das ihr eben dran arbeitet und das Mut und Konsequenz einfach mehr bewirken als jede Greenwashing Kampagne oder als irgendwelches Green Claiming.
00:47:55: Bahar, auch dir wieder!
00:47:56: Vielen herzlichen Dank dass du dabei warst mit deiner Expertise.
00:48:00: Ja Alko und dir nochmal herzigen Glückwunsch für den Preis.
00:48:04: also wir sind sehr stolz auf dich das wir dich bei uns haben durften.
00:48:08: ich hoffe einfach dass er euch bestätigt unnatürlich beflügelt aber dass er auch einfach ein tolles Beispiel ist für andere Unternehmen.
00:48:16: einfach machen die Du das auch geschildert hast.
00:48:20: vielen dank für Dein Besuch hierbei.
00:48:25: Und wenn ihr, liebe Hörerinnen und Herer mehr erfahren wollt wie Unternehmen in Richtung Nachhaltigkeit unterwegs sein können dann abonniert doch einfach unseren Podcast.
00:48:36: Wir bringen euch die tiefen Einblicke Geschichten Praxisimpulse und nachhaltige Transformation, faire Wertschöpfung und mutige Unternehmensentscheidungen ressourceneffizient direkt in euren Hörgang.
00:48:52: Und ihr findet uns überall dort, wo es Podcast gibt im Homeoffice unterwegs beim Sport auf dem Trail in der Natur.
00:48:59: In euren Klamotten also alle Infos wie immer in den Show Notes.
00:49:02: und nicht vergessen Veränderung beginnt nicht irgendwo sie beginnt bei uns Sie beginnt Bei jedem einzelnen von uns.
00:49:12: Also bis zum nächsten mal.
00:49:14: euer Business Shift Der Podcast für Entscheider und Führungskräfte, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit nachhaltig beschäftigen wollen.
00:49:27: Bleibt neugierig!
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