Folge 15: BusinessShift – Nachhaltigkeit messbar machen - der Talk mit DIN
Shownotes
Wie können Unternehmen sicherstellen, dass Product Carbon Footprints, Ökobilanzen und Environmental Product Declarations nicht zu beliebigen Zahlenwerken werden, sondern zu einer verlässlichen Grundlage für Entscheidungen, Regulierung und Vertrauen? Und wie behält man Orientierung in einem Geflecht aus Normen, Datenanforderungen und neuen Instrumenten wie dem Digitalen Produktpass?
In dieser Folge von BusinessShift – Nachhaltigkeit messbar machen geht es um Zahlen, Daten und Standards – und darum, warum Messbarkeit der Schlüssel für Transparenz, Glaubwürdigkeit und wirksame Transformation ist.
Unsere Gäste: Anna Trawnitschek, Gesamt-Projektleiterin des DIN-EPD-Programms, und Dr. Jörg Megow, Leiter Strategische Themenentwicklung Resilienz beim Deutschen Institut für Normung (DIN).
🔍 Themen der Folge:
- Warum Nachhaltigkeit ohne belastbare Daten an Glaubwürdigkeit verliert
- Was ein Product Carbon Footprint wirklich aussagt – und wo seine Grenzen liegen
- Weshalb Vergleichbarkeit der Schlüssel für Transparenz in Lieferketten ist
- Wie Environmental Product Declarations (EPDs) Ordnung in den Daten-Dschungel bringen
- Warum Normen Orientierung schaffen – für Unternehmen jeder Größe
- Welche Branchen bei Messbarkeit und Nachweisen bereits vorausgehen
- Wieso der Digitale Produktpass Nachhaltigkeitsdaten auf ein neues Niveau hebt
Diese Episode macht klar: Nachhaltigkeit wird erst dann wirksam, wenn sie nachvollziehbar ist. Wer heute in saubere Daten, klare Methoden und verlässliche Standards investiert, schafft die Basis für Vertrauen – bei Kund:innen, Partnern und im Markt.
📌 Kapitelübersicht
00:00:00 Warum Nachhaltigkeit messbar werden muss 00:06:16 Product Carbon Footprint: Einstieg in die Messbarkeit 00:12:41 Warum Vergleichbarkeit ohne Normen nicht funktioniert 00:20:33 EPDs als Schlüssel für transparente Produktdaten 00:28:48 Welche Branchen heute schon weiter sind 00:41:01 Vom Carbon Footprint zur ganzheitlichen Ökobilanz 00:46:12 Der Digitale Produktpass als Beschleuniger
Das Gespräch vertieft im weiteren Verlauf weitere Aspekte rund um Normung, Kreislaufwirtschaft und Umsetzung in der Praxis.
📌 Mehr erfahren: Nachhaltigkeits-Dienstleistungen von TÜV Rheinland: 👉 https://www.tuv.com/landingpage/de/nachhaltigkeit/?wtmc=Website.tuv-com.no-interface.CW22X00SUS.CW22X00SUSWS.banner.stage
Informationen zu Normung, EPDs und Produktdaten beim DIN: 👉 https://www.din.de Informationen zum DIN EPD-Programm: 👉 www.dinmedia.de/epd
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Transkript anzeigen
00:00:04: Der Podcast für Entscheider und Führungskräfte, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit nachhaltig beschäftigen wollen.
00:00:16: Herzlich willkommen zu BusinessShift – einfach machen!
00:00:21: Den Podcast für Entscheiderinnen und Entscheidern, die Zukunft nicht nur diskutieren sondern gestalten wollen.
00:00:27: Heute sprechen wir über Zahlen, Daten, Glaubwürdigkeit und darüber wie man Nachhaltigkeit wirklich belegen kann.
00:00:34: Klingt trocken?
00:00:36: Keineswegs!
00:00:57: prüfbar wird.
00:00:58: Dazu haben wir heute wieder zwei hochkarätige Gäste im Studio, die es wissen müssen – Anna Trawnischek und Dr.
00:01:05: Jörg Megow vom Deutschen Institut für Normung.
00:01:08: Anna Trawnischek ist Gesamtprojektleiterin des DIN-EPD-Programms bei der DIN & Dr.Jörg Megow is Projektkoordinator Klimawandel ebenfalls beim DIN.
00:01:21: Sie beide erklären uns wie Normenstrukturen schaffen ohne sie bald auf dem falschen Fuß stehen.
00:01:30: Und natürlich darf Sie auch nicht fehlen, meine Kommoderatorin und Nachhaltigkeits-Expertin von TÜV Rheinland Dr.
00:01:37: Barhar Cat-Krause – und ich freue mich auf ein spannendes Gespräch mit Euch rein!
00:01:43: Hallo!
00:01:45: Anna Jörg Ihr seid tief im Thema Normung verankert?
00:01:49: Was bedeutet es für euch ganz persönlich, Nachhaltigkeit messbar zu
00:01:54: machen?!
00:01:54: Ich fange mal mit einer persönlichen Anekdote an.
00:01:57: Und zwar habe ich mal Produktdesign studiert und da habe ich mich auch fokussiert darauf, dass man nachhaltige Aspekte in das Produktdesig mit integrieren kann.
00:02:05: Mein Gefühl war, dass die Leute schwimmen wie kann ich Nachhaltigkeit bewerten?
00:02:09: Wie kann ich das in ein Design integriern?
00:02:12: Wie können ich es auch jemandem anderen verargumentieren warum ich gewisse Entscheidungen getroffen haben?
00:02:17: Es liegt daran, dass wir diese Bewertungskriterien auf Produktebene zum Teil gar nicht haben oder sie nicht bekannt sind.
00:02:24: Und es war auch eine der Motivationen für mich zum Dienst zu gehen, weil ich diese Vergleichbarkeit, wo ich die Transparenz und auch den Weg wie diese Kriterien zur Bewertung von Nachhaltigkeitsaspekten erarbeitet werden total gut finde.
00:02:38: Als ich angefangen habe vor drei Jahren das DIN-Klimaprojekt zu leiten haben wir uns ja mit ganz vielen verschiedenen Themen beschäftigt unter anderem auch mit dem Thema Klimaanpassungen.
00:02:51: Und im Bezug auf das Thema Klimaschutz habe ich als erstes darüber nachgedacht, was können Norm- und Standards hier überhaupt tun?
00:03:01: Wie können wir Norm-und-Standards so überarbeiten, dass wir Emissionen senken?
00:03:05: Ich bin dann schnell an den Punkt gekommen, dass die erste und wichtigste Aufgabe für Nommung und Standardisierung ist, überhaupt erstmal eine vergleichbare Messbarkeit und Berichtbarkeit möglich zu machen.
00:03:19: Und ich bin dann mit so einem Bild gestartet, mit so einem Zielbild.
00:03:23: In dem ich gedacht habe es wäre doch toll wenn ich als Konsument in einen Geschäft gehe und wenn ich ein Produkt erwerben will da nicht nur einen Kaufpreis an Euro sehe sondern direkt auch einen CO-Preis.
00:03:37: Weil ich nämlich fest davon überzeugt bin dass das in Deutschland eine ganze Menge Menschen gibt die auf diesem Wert schauen würden und die sich auch bemühen würden, im Vergleich verschiedener Produkte dann das Produkt mit dem niedrigeren CO-Preis auszuwählen.
00:03:52: Mit diesem Bild bin ich in die Diskussion gegangen mit verschiedenen Expertinnen unseren Normausschüssen und habe die Frage gestellt warum geht es noch nicht?
00:04:02: Was sind die Hindernisse, die wir da haben?
00:04:05: Da ist relativ schnell deutlich geworden dass wir zwar schon ziemlich gute international anerkannte Norm und Standards haben für das Lifecycle Assessment, für den Product Carbon Footprint.
00:04:16: Das ist aber für den Vergleich auf der Produktebene und dann sogar im nächsten Schritt produktübergreifend einfach eine Menge Festlegung fehlen um Produkte tatsächlich auf diesem Level beschreiben zu können.
00:04:27: Und damals habe ich mir gedacht okay da müssen wir jetzt diesen langen Weg losgehen um das besser machen zu
00:04:34: können.".
00:04:35: Total spannend!
00:04:36: Und wie weit sind wir da auf dem Weg?
00:04:38: Wann ist es soweit dass wir neben dem Preis Und vielleicht die eine oder andere Ampel, zum Beispiel was Zucker angeht gibt es hier inzwischen auch Indikatoren.
00:04:47: Dass wir da aber auch dem Product Carbon Foodprint sehen können.
00:04:52: Wann ist das soweit?
00:04:53: Wenn du jetzt ne Zeit in Jahren haben willst dann traue ich mich nicht dies beantworten.
00:04:59: Ich kann dir aber sagen dass es grundsätzlich möglich wäre innerhalb weniger Jahre ein entsprechendes System zu schaffen.
00:05:09: Die Frage is Setzen wir uns alle an einen Tisch und bauen gemeinsam dieses System.
00:05:15: Denn was wir im Moment haben, ist ja ein System wo grundsätzlich klar ist wie ich ein Product Carbon Footprint berechne worauf ich grundsätzig achten muss das ist grundsässig klar wie ich eine Life-Cycle Assessment mache.
00:05:30: Und der nächste Schritt ist jetzt wirklich produktspezifisch Kriterien zu definieren die dann von allen genutzt werden, um die entsprechenden Produkte auch zu quantifizieren und die Treibhausgasfußabdrücke zu berichten.
00:05:46: Wir sind an einem Punkt wo die Erstellung solcher Standards möglich wäre und wo dann die entsprechende Berichtbarkeit auf Produkten möglich wäre innerhalb weniger Jahre.
00:06:00: Ich würde gerne Tobias einmal ergänzen, wenn ich darf und ein bisschen differenzieren zwischen wer ist denn eigentlich wir.
00:06:06: Wenn du mit Wir meinst als Endverbraucherinnen dann ist es noch ein bisschen länger war Weg.
00:06:10: aber wenn Du mit Wir auch meinst einzelne Hersteller Mitarbeiter von Firmen, von Organisationen die Ausschreibungen mit begleiten.
00:06:19: Dann sind wir da glaube ich schon ein bisschen weiter.
00:06:21: also das was wir erleben auf dem Markt ist dass vor allem im B2B Bereich also Business-to-Business schon auch die Nachhaltigkeitsaspekte abgefordert werden quantitativ belegbar und sie werden auch verwendet als Kriterium.
00:06:35: Die werden sicherlich nicht so hochgewichtet wie der Preis aktuell Aber sie sind in vielen Ausschreibungen, sei es von der öffentlichen Hand oder von großen Tändern.
00:06:44: Sind Sie schon auch ein Kriterium und werden herangezogen?
00:06:46: Das heißt das verpflichtet dann auch an der ganzen Wertschöpfungskette einer Produktion die Supplier, die Daten überhaupt zu erheben und für ihre Produkte zu quantifizieren.
00:06:56: Der nächste Schritt wäre dann auch diese Daten wirklich zugänglich und begreifbar zu machen für Endkonsumentinnen.
00:07:01: Ich meine wir müssen als Gesellschaft ja auch erst mal lernen was ist denn das überhaupt für ein Wert?
00:07:05: Was heißt denn hier eigentlich hoch und tief also reden wie über Tonnen, reden wir über Kilogramm und wenn ja wie sortiert das für mich ein, was ist viel und was ist wenig?
00:07:14: Und das braucht, glaube ich noch gesellschaftlich einiges an Arbeit.
00:07:18: Dann werden wir immer nur über den Carbon Footprint, was ja nur eine der Umweltkategorien ist.
00:07:23: Es gibt doch viele andere, die auf wirklich ne valide Aussage tätigen.
00:07:26: Da fehlen uns ganz viel noch die Daten und auch das Verständnis als Gesellschaft.
00:07:30: aber ich bin sicher dass es da weitergeht und das erleben wir auch und auch als internationale Gemeinschaft erlebe ich auch dass es vorangeht.
00:07:38: mal sieht die Treiber Einzelne Kontinente, mal sind es andere oder einzelne Länder.
00:07:43: Das ist so historisch ein bisschen im Wandel.
00:07:45: In Europa erleben wir gerade schon einen kleinen Dämpfer was diese Thematiken eingeht und auch in Deutschland.
00:07:50: aber ich bin da langfristig ganz optimistisch dass wir daran reißen.
00:07:55: Ich habe da noch eine kleine Anekdote zu apropos Verbraucherinnen.
00:07:58: Ich hab ja vor siebzehn Jahren glaube ich meinen ersten Product Carbon Footprint gerechnet Und da kam schon immer das Thema Vergleichbarkeit hoch.
00:08:06: wie können wir denn eigentlich?
00:08:07: Wie schaffen wir es denn eigentlich die Ergebnisse verdaubar zu machen, auch in Richtung Konsumintern.
00:08:16: Und da gab es eigentlich einen Chipshersteller, der hat auf seine Chips-Tüten den Product CarbonFootprint in Gramm geschrieben und da wurde eine Studie zugemacht und die Verbraucherinnen dachten, viel hilft ja viel, nämlich die Tüten wo ganz schön viel drauf steht.
00:08:33: Das ist genau das, wo wir hinkommen müssen nämlich uns alle dahingehend zu sensibilisieren, um auch wirklich mit diesen Informationen umgehen zu können.
00:08:42: Ich habe da gab es auch auf EU-Ebene mal Bestrebungen so eine Art Ampelsystem einzuführen.
00:08:48: ich weiß gar nicht das ist dann glaube ich dann irgendwann wieder gekippt worden.
00:08:51: also irgendwas einfaches verdaubares Verbraucherin denn ist glaube ich sehr notwendig.
00:08:57: nichtsdestotrotz glaube ich ist trotzdem die Notwendigkeit dar in der Industrie das Thema aber nochmal ganz anders zu fundamentieren.
00:09:08: Also man auch sagt, okay ihr habt einen großen Treibhausgasausstoß Und ihr müsst euch Minimum irgendwie in eurer Branche vergleichen können.
00:09:16: Damit man auch sehen kann, okay wir sind dann eigentlich die großen Treiber.
00:09:19: da steht für mich immer im Vordergrund also für mich der erste Schritt bevor wir auf die Kommunikation auf den Produkt gehen.
00:09:25: natürlich wollen wir ein Point of Sale eine nachhaltige Entscheidung treffen können.
00:09:30: aber ich glaube das sind wir an einer oder anderen Stelle noch gar nicht so weit dass Daten vergleichbar sind
00:09:36: Das ist ein wichtiger Punkt.
00:09:37: Wir hatten uns letzte Woche mit VerbrauchervertreterInnen genau darüber unterhalten und da wurde dann auch gefragt, was es denn eigentlich das Zielbild für die Verbrauchernennen?
00:09:48: Und das Thema Ampel wurde da auch angefragt und wir haben da sehr deutlich gemacht dass natürlich wenn wir eine Grundlage dafür haben vergleichbar zu quantifizieren und zu berichten, dann kann man natürlich ein Labelsystem so etwas wie eine Ampel da draufsetzen.
00:10:04: Aber wir beschäftigen uns bei Ihnen gerade erst mal damit, wie wir dieses in sich konsistente, kohärente System von Produktkategorie-Regelstandards erarbeiten um dann entsprechende Umwelteigenschaften wie den Product Carbon Footprint vergleichba, quantifiziert und berichtet zu können.
00:10:27: Wenn wir von DIN sprechen, dann sprechen wir auch nicht nur aus einer reinen nationalen Perspektive sondern wir vertreten ja eben die deutschen Interessen in der europäischen und internationalen Normung.
00:10:36: Das heißt auch in der Konsensfindung zu genau diesen Thematiken Und da wird es heiß diskutiert.
00:10:41: Also wirklich auf International erleben wir dass das ein Riesen Thema ist Auch Streitsbilden, weil wir methodische Grundlagen zum Teil nicht haben oder wenn man die anders bewerten kann.
00:10:51: Also dieses ganze wissenschaftliche Fundament wird gebaut ist zum Teil auch schon gebaut aber muss jetzt mit Leben gefüllt werden.
00:10:57: Das wollte ich nur einmal ergänzen.
00:10:59: Wir heißt nicht nur in Deutschland.
00:11:02: Ja das war ja Ausgang meiner Frage.
00:11:05: als Jörg dann sagt er hat quasi so eine Art Bild vor Augen Und natürlich, wenn es dann beim Endverbraucher ankommt und er quasi anhand einer Ampel oder wie auch eines immer gearteten Systems auch entscheiden kann.
00:11:17: Mit wem gehe ich mit?
00:11:18: Dann sind wir glaube ich nicht am Ende des Wegs.
00:11:20: aber dann haben wir genau die Themen, die ihr schon angesprochen habt also dass man sich einig ist in Europa mindestens nach welchen Kategorien will man's dann einsortieren?
00:11:30: und das man wahrscheinlich über B2B hinaus ist und dann auch schon bei B2C hier angekommen ist.
00:11:35: Aber ihr habt es gerade beschrieben.
00:11:37: Anna hatte gesagt, na ja was ist hoch?
00:11:39: Was ist niedrig auch?
00:11:40: Aha!
00:11:41: Hat ein schönes Beispiel gebracht.
00:11:42: Deswegen würde ich ganz gerne nochmal einen Schritt zurückgehen und dich Jörg fragen Kannst du uns in sechzig Sekunden mal erklären, was ist der Product Carbon Foodprint oder sogar noch schneller
00:11:53: Der Treibhausgas Fußabdruck eines Produktes umfasst zum Einen die Emissionen Die entstanden sind bei der Herstellung eines Produktes kann aber auch weiter gehen und den gesamten Lebenszyklus dieses Produktes mit umfassen.
00:12:09: Was bedeutet das?
00:12:10: Das bedeutet auf der einen Seite, dass wenn ich als Hersteller unternehmen ein Produkt herstelle, dass ich dafür Energie aufwenden muss zum Beispiel weil ich ein Produkt für eine gewisse Zeit mit einer Maschine bearbeite.
00:12:23: diese Maschine wird mit Strom betrieben, Strom erzeugt CO²-Equivalent.
00:12:28: aber auch die Ressourcen die ich überhaupt abbauen musste um dieses Produkt auf den Markt zu bringen, bedingen in den allermeisten Fällen auch die Erzeugung von Treibhausgasemissionen.
00:12:39: Wenn ich das alles zusammenrechne, bringe ich das Produkt auf dem Markt, stelle es im Laden hin und sage, dass ist mein Treibhausgas-Fußabdruck Cradle to Gate also in dem Moment wo das Produkt erworben wird.
00:12:50: der gesamte Lebenszyklus des Produktes umfasst jetzt aber auch noch die Lebensschritte später d.h.
00:12:56: Die Anwendungen des Produktes Und dann End of Life.
00:12:58: Also was passiert mit dem Produkt wenn es nicht mehr benutzt wird?
00:13:02: Und je nachdem, welche Teile des Lebenszyklus betrachtet werden ist die Berechnung dieses Treibhaus-Gasfußabdruckes des Produktes komplexer oder weniger komplex ganz entscheidend.
00:13:12: Das aber dass hier eine Menge Annahmen getroffen werden können, die sich entsprechend unterscheiden können und deshalb brauchen wir gemeinsame Standards nämlich wie genau sieht so eine funktionelle Einheit aus?
00:13:25: Wo setze ich meine Systemgrenzen?
00:13:27: Wenn bei der Erstellung des Produktes bestimmte Materialien auch benötigt werden oder später genutzt werden für ein anderes Produkt, dann reden wir über Treibhausgasallokationen.
00:13:38: Wenn wir den gesamten Lebenszyklus mitnehmen also die Benutzungsphase, da müssen wir darüber reden.
00:13:44: welche Szenarien gibt es überhaupt in dieser Produktanwendung?
00:13:47: Und wenn da unterschiedliche Annahmen gemacht werden durch unterschiedliche Herstellen, dann kommen die auf unterschiedliche Trepphausgasfußabdrücke ihrer Produkte.
00:13:56: Obwohl die rein methodisch sind und deshalb ist es wichtig dass wir an dieser Stelle einheitliche Standards benutzen um dann die Werte berichtet werden auch vergleichen zu können.
00:14:07: Das hört sich sehr komplex an und ist es, glaube ich auch.
00:14:11: Und ich glaube Anna spätestens da kommst du also allerspätestens, da kommest Du ja ins Spiel wenn Du sagst okay die environmental product declaration so Die muss auch einheitlich dann funktionieren.
00:14:23: Also das eine ist ja welche Kriterien setze Ich vorne fest um überhaupt zu ermitteln was ist relevant Auch in welcher Größenordnung?
00:14:32: Und dann ist ja auch die Frage, wenn ich das irgendwo dann verschriftliche.
00:14:36: Dass es da noch einheitlich verschriftlicht wird oder?
00:14:39: Ja ganz genau!
00:14:40: Das erleben wir auf dem Markt gerade nicht unbedingt so dass die Environmental Product Declarations Vergleich war sind.
00:14:47: Das ist auch gar kein Blaming jetzt an irgendjemanden sondern wie wir schon dargestellt haben wächst der Markt ja gerade erst und wir wachsen als Gesellschaft.
00:14:55: Wir wachsen methodisch als Forschungsinstitutioner als Unternehmen da auch erst rein.
00:15:00: Aber Ziel sollte natürlich am Ende sein, dass hier die Vergleichbarkeit nicht nur in der Branche haben, Bahar.
00:15:06: Das hat es du ja gesagt, sondern auch dann über eine Anwendung hinweg.
00:15:10: Also ich möchte ja vergleichen können ob ich den Rasen mit einem Rasennäher mähe oder ob ich die Schafe vielleicht verwende und was da ökologisch der bessere Impact ist.
00:15:18: das war beziehungsweise meine Studie, die wir problemäßig machen mussten um einfach zu lernen wie diese Vergleichbarigkeit dann auch erzielt werden kann um das Produkt geht, sondern um die eigentliche Anwendung.
00:15:30: Und das ist auch was, was Jörg versucht hat mit der funktionellen Einheit zu beschreiben.
00:15:33: Am Ende möchte ich ja eine Tätigkeit oder ein Ergebnis vergleichen und nicht das Produkt an sich unbedingt nur.
00:15:40: Genau!
00:15:40: Deswegen arbeiten wir bei DIN ebent auch daran dass wir die Vergleichbarkeit der Environmental Project Declaration erzielen können.
00:15:47: Das ganze tun wir damit.
00:15:48: deswegen hole ich jetzt mal ein bisschen aus, dass wir EPD-Programm-Aparator werden wollen als DIN-Gruppe.
00:15:55: Wir sehen uns ja jetzt Normax Organisationen prädestiniert an, dass wir diese Vergleichbarkeit durch unsere Neutralität und uns sehr inherente Standardisierungsarbeit gut leisten können und hier auch ein wichtiger Player auf dem Markt werden kann für die Environmental Product Declarations.
00:16:11: Und unser Zielzustand ist wirklich, dass es ein einheitliches EPD-Dokument wird – so wird die Environmental product declaration abgekürzt – am Ende auch gibt und das man im Einkauf, vorerst btb gerichtet die EPD eben als Kriterium heranziehen und vergleichen kann von einzelnen Herstellern.
00:16:31: Viele Unternehmen erstellen mittlerweile eigene CO-Zwei-Balancen und waren dann quasi eigene Déclarations oder Reports letztlich daraus.
00:16:41: Wie sieht es damit der Vereinheitlichung aus?
00:16:43: Beziehungsweise, wann wird das auch ein belastbarer Nachweis?
00:16:46: im Moment ist es ja eher so jeder Geht so seine Wege und informiert dann auch im Reporting darüber, aber wann wird da wirklich ein belastbarer Nachweis daraus?
00:16:58: Es sind drei Aspekte die ich jetzt direkt sehe.
00:17:01: Der erste Aspekt ist was gibt der EPD-Programmarberat für Anforderungen eigentlich vor?
00:17:05: Wenn ich in dem gleichen System diese Decorations erstelle kann ich sie auch besser vergleichen weil die gleichen übergeordneten Anforderung definiert worden sind an denen man sich dann auch orientieren muss.
00:17:17: Der zweite Punkt ist die Verifizierung.
00:17:20: Es gibt ja aktuell, wie du schon sagst es Tobias, diverse Publikationen auf Herstellerseiten und auf irgendwelchen anderen Formaten im Nachhaltigkeitsbericht.
00:17:30: Die sind oftmals nicht unbedingt verifiziert das heißt nochmal überprüft worden.
00:17:34: Das will ich gar nicht allgemein so pauschal sagen dass sie nie überprüfen worden sind aber eben vielleicht auch nicht nach den gleichen Kriterien überprüften worden sind und dadurch haben wir dann auch noch mal eine Vergleichbarkeit.
00:17:44: Und der dritte Aspekt Der greift nochmal das auf, was du mich vorhin gefragt hast.
00:17:48: Die standardisierte EPD die für uns des A und O ist sie Vergleichbarkeit zu haben.
00:17:53: Das sind die drei Aspekte.
00:17:54: Jörg gerne ergänzt noch mal von deiner Seite?
00:17:57: Ja sehr gerne.
00:17:58: Stimmt natürlich allen zu was Anna gerade gesagt hat.
00:18:00: ich würde trotzdem gern nochmal einen Schritt zurückgehen in Bezug darauf welche Standards benötigen wir überhaupt um produktspezifisch vergleichbar zu quantifizieren und berichten zu können?
00:18:14: Und wenn heutzutage ein Hersteller unternehmen, einen Treibhausgas-Fußabdruck eines Produktes quantifiziert und berichtet.
00:18:22: Dann basiert das in den allermeisten Fällen auf ISO-Ausgaben, ISO-Gasfussabdrucks ist der ISO Standards, der die Grundlagen für die Berechnung der Carbon Footprint Off Products definiert.
00:18:37: Was wir aber vorhin auch schon gesagt haben, ist dass wir eigentlich produktspezifische Kriterien brauchen.
00:18:42: Warum ist es der Fall?
00:18:44: Das ist deshalb der Fall, dass unterschiedliche Produkte komplett verschieden sind was die Ressourcen angeht.
00:18:51: Was den Lebenszyklus angeht und was mögliche Allokationen angeht.
00:18:56: das heißt ob ich jetzt ein Glas Wasser hernehme und den Treibhausgas-Fußabdruck dieses Glases berechnen will oder ob ich mir mein Mobiltelefon in die Hand nehme und dafür ein Treibhausgas-Fußabdruck berechne ist etwas komplett Unterschiedliches.
00:19:10: Noch anders ist es, wenn ich über Elektrolyse Wasserstoff erzeuge diesen Wasserstoff dann mit einem Schiff transportiere dieser Wasserstoffe dann im Werk ankommt und die Frage gestellt wird was jetzt der Treibhaus Gas Fußabdrucks dieses Wasserstoffs?
00:19:28: Was wir dafür brauchen, sind produktspezifische Regeln und da kommen wir zu dem Thema Produktkategorieregeln.
00:19:35: Das heißt, wir müssen das Normwerk, das Werk von Standards was wir jetzt haben, produktspeziefisch ausfüttern im Baubereich.
00:19:42: auf der europäischen Ebene sind wir da schon relativ weit.
00:19:46: Da gibt es mit der EN-15804 eine Norm die zum einen regelt wie EPD im Baubereich erstellt werden aber auch Welche Anforderungen an die Produktkategorie Regeln oder die PCR gestellt werden?
00:20:01: Und dann gibt es basierend auf dieser EN-15804 eine Menge weitere sogenannte PCR, die dann produktspezifische Anforderung für die Messerung und Berichterstattung festlegen.
00:20:15: Und genau das brauchen wir in anderen Sektoren als im Baubereich auch derzeit.
00:20:20: Gibt es andere unabhängige EPD-Programm-Operatoren, die auf Basis der ISO- forthezentowundzwanzig für die Umweltproduktdeklarationen Typ III Anforderungen festlegen, PCR also Produktkategorieregeln erstellen?
00:20:34: Die Kriterien, die da angesetzt werden sind dann aber oft sektorspezifisch und unterscheiden sich auch in spezifischen Sektoren.
00:20:43: Dann wenn die Programmoperatoren regional unterschiedliche Grundlagen haben das heißt eine Menge Arbeit zu tun Ganz,
00:20:50: ganz spannend.
00:20:51: und was ich da direkt mitnehme ist zum Beispiel.
00:20:53: Die EN15804 also für Verbau sagt es du ja so Da scheint man sich dann Ja verständlich zu haben.
00:21:01: So welche Kriterien werden auch wie bewertet um in eine Messung hineinzukommen?
00:21:07: Wer macht das denn?
00:21:08: sitzt ihr da am Schreibtisch Und bestimmt dass demokratisch?
00:21:12: Wie kommt Ihr dazu?
00:21:14: Dann diese Normen dann so festzulegen oder so festzuziehen?
00:21:17: Das ist ja die Grundsatzfrage, wie Normungsarbeit eigentlich funktioniert.
00:21:21: Das machen wir nicht nur mit der fünften Nacht nur vier, sondern in allen Bereichen arbeiten wir nach Prozessstandards und sie sehen eine große Beteiligung aller interessierten Kreise vor.
00:21:31: D.h.,
00:21:31: wir als Normungsorganisationen sind dafür zuständig genau diese Beteilligungen sicherzustellen in einer Normungserarbeitung.
00:21:37: Das ist bei der EN15804 viel passiert das es bei allen anderen Normen auf DINebene, europäischer Ebene oder internationaler Ebene genauso Und wie man sich das vorstellen kann, ist dann schon ein bisschen so.
00:21:48: Man sitzt in einem Raum mittlerweile auch vibriert oder rein digital und diskutiert.
00:21:53: Und man diskutiert so lange bis niemand mehr sagt damit gehe ich nicht mit.
00:21:57: Das ist genau dieser demokratische Prozess von Demisprecher.
00:22:01: Das heißt wir haben hier einen konsensorientierten Verfahren.
00:22:04: Wir haben auch unterschiedliche
00:22:06: Stufen
00:22:06: bei Normen, bei den Specs, bei Standards wie dieser Konsens erreicht werden sollte und wie auch Abstimmungsverfahren stattfinden.
00:22:14: Aber es ist der Prozess und er findet in jedem Projekt das heißt in jeder Norm genauso statt.
00:22:18: Ich würde hierzu gerne was ergänzen.
00:22:20: Anna hat gerade richtig beschrieben wie die Arbeitung von Normen in den verschiedenen technischen Gremien aussieht.
00:22:28: Jetzt haben wir aber über dem Thema Berichterstattungen von Treibhausgas-Fußabdrücken das Dilemma dass wir ja eine vergleichbare Berichterstattung auch über Sektoren hinweg eigentlich wollen.
00:22:41: Das heißt, es muss jetzt sichergestellt werden, das in einem Bereich Textilien die Produktkategorie regeln zumindest nach nem vergleichbaren Bild entwickelt werden wie im Bereich Bauwesen oder elektrische und elektronische Produkte.
00:22:57: Was wir sehen ist dass es derzeit die beschriebenen EPD-Aufbau-Bereich gibt.
00:23:02: Wir sehen, das im Bereich elektrische elektronische Systeme gerade die IC 63360 veröffentlicht wurde.
00:23:11: wir sehen, dass es auch eine Produktkategorie-Regel auf internationaler Ebene im Bereich Leder gibt.
00:23:16: und wir wissen, dass immer mehr und mehr technische Gremien sich sehr stark für das Thema Produktkategoryregeln interessieren.
00:23:23: Und jetzt ist es tatsächlich Aufgabe der Normungsorganisation sicherzustellen dass diese technischen Gremien miteinander reden.
00:23:30: Das heißt, wir müssen jetzt verhindern das in einem Sektor komplett andere Regeln gelten als an einen anderen Sektoren.
00:23:37: ein sehr bekanntes Beispiel hier ist das Thema Stahl und Zement.
00:23:44: Das heißt, bei der Stahlerzeugung entsteht ja die Flugasche, die dann wiederum bei der Zementerstellung genutzt wird.
00:23:52: Und dann wird die Frage gestellt wie viel CO²-Equivalent liegt jetzt auf dieser Flugasche?
00:23:58: Da könnte man sich auf den Standpunkt stellen zu sagen wir machen einen Allokationsansatz über die Masse.
00:24:06: Wir schauen uns an wie viele Stahl sind standen und wie viele Anschluss entstanden.
00:24:10: Dann sitzen wir das ins Verhältnis.
00:24:12: Auf der anderen Seite ist es so, die Flugasche ist natürlich deutlich weniger wert als der Stahl, der entstanden ist.
00:24:17: Das heißt man könnte auch einen ökonomischen Ansatz wählen und dann kommen da unterschiedliche Werte raus.
00:24:22: Und deshalb müssen die Sektoren miteinander reden denn für das Thema Allokationen gibt's auch sehr viele andere Beispiele.
00:24:29: Und hier ist dann tatsächlich die Aufgabe der Normungsorganisation, nicht sich hinzusetzen und zu sagen ihr müsst das jetzt so machen.
00:24:36: Wir treffen die Entscheidung aber den Dialog sicherzustellen damit es auch sektorübergreifend einen Konsens gibt.
00:24:44: Stellt ja dann auch sicher oder ist es auch eure Aufgabe dass diese Norm in der Praxis auch anwendbar ist?
00:24:51: Oder spielt das erst mal keine Rolle?
00:24:54: Weil das ist das, was man ja immer hört.
00:24:56: Dass wenn neue Normen kommen die Anwendbarkeit, dass man dann häufig hört Naja jetzt müssen wir wieder das und das machen Das ist sehr praxisfern.
00:25:05: Wie sieht das da aus?
00:25:06: Ist das ein Kriterium für eine Norm, dass sie anwendbar ist oder ist das Kriterum?
00:25:12: Ihnen ist jetzt mal höchste Standardisierung Qualität also im Sinne eines Konsens wie geht ihr davor?
00:25:18: Die Anwendigkeit ein sehr wichtiges Kriterium.
00:25:22: Die beste Norm, in dem Sinne dass sie eine möglichst hohe Vergleichbarkeit sicherstellt ist nichts wert wenn kein Unternehmen in der Lage ist sie anzuwenden.
00:25:31: Verschiedene Instrumente, wie man das machen kann.
00:25:33: Es ist zum einen natürlich in dem Prozess schon integriert.
00:25:36: also man geht ja davon aus dass wenn man interessierte Kreise beteiligt den Normungsprozess, dass das auch die späteren Anwender sind von dieser Norm.
00:25:44: Das heißt dadurch ist es auch schon mal sichergestellt, dass die Anwendungsperspektive schon im Prozess mit drin ist.
00:25:49: Das andere ist, dass wir immer ein Turnus haben wo Norm auch überprüft werden.
00:25:54: Das sind alle fünf Jahre und damit genau diese Frage gestellt wird die Norm angewendet Und das ist das Feedback von den Nutzerinnen.
00:26:01: Das wird dann auch in dem Prozess mit eingebracht, beziehungsweise die Personen, die da Feedback geben werden eingeladen.
00:26:07: Ein dritter Aspekt, den es auch noch gibt – es gibt ein Netzwerk von Normen-Anwendern was wir bei DIN hier auch mit begleiten wo wir wirklich auf zu den passchienenden Themen Feedback bekommen.
00:26:17: Das sind prozesse alle Themen, das sind inhaltliche Themen.
00:26:20: also da haben wir auch eine Institution geschaffen um wirklich diese Anwendung besser voranzubringen und auch besser noch sicherzustellen zu können.
00:26:28: Ihr habt das jetzt am Beispiel der EN15804 aus dem Bau jetzt ganz schön beschrieben.
00:26:33: Meine Frage wäre jetzt dazu, dass ist ja der Bausektor.
00:26:37: gibt es bestimmte Sektoren wenn ihr das hier so vergleicht oder Industrien die heute schon sehr viel stärker im Bereich Product Carbon Foodprint oder Environmental Product Declaration unterwegs sind als andere Branchen?
00:26:52: Auf jeden Fall, da gibt es einen sehr unterschiedlichen Reifegrad und auch eine Betroffenheit.
00:26:59: Und aus der Betroffenkeit bedingt sich ganz stark durch den gesellschaftlichen Druck aber endauf durch politische Vorgaben sind einzelne Industrien weiter und müssen auch weiter sein.
00:27:11: Also aus meiner Wahrnehmung oder was ich so mitbekomme von den Stakeholdern, auch in einer gewissen Analyse haben wir uns das angeschaut und was ich da ganz stark sehe ist dass im elektro- elektronisch technischen Bereich ganz viele Aktivitäten schon stattfinden und es liegt zum einen an der regulatorischen Betroffenheit, Batterieverordnung, Ökodesign Verordnung aber auch daran.
00:27:32: die Elektrotechnik sozusagen ja auch ein populäres Produkt ist gesellschaftlich auch im Fokus.
00:27:38: Ich glaube, wir kennen alle die Elektroschrottberge, die nicht wieder Verwendbarkeit und Nichtreparierbarkeit von Elektronikprodukten und die ganzen gesellschaftlichen Diskussionen drunterum.
00:27:49: Andere Länder haben andere Instrumente ergriffen also zum Beispiel Frankreich mit dem Thema Right to Repair ist da vorangegangen Die Kommission hat Vorgaben gemacht Und das sind alles Motivation warum sich die Hersteller auf den Weg gemacht haben dort besser zu werden.
00:28:03: Das ist so ein bisschen der elektro-technische Bereichen.
00:28:04: Auch in der Normung erleben wir das.
00:28:07: Jörg hatte die 63366 schon genannt.
00:28:09: auch hier wird eine horizontale Norm beschatten Product Categories für elektronische Produkte zu definieren und wer leben gerade?
00:28:16: Das Einzige darunter spezifischere kleine Produktgruppen.
00:28:20: auch anfangen, die Vergleichbarkeit anstreben zu wollen.
00:28:23: Zum Beispiel betreue ich gerade ein Projekt.
00:28:26: da geht es um die Power Tools das heißt wirklich um die Handwerker DIY Produkte die ihr alle kennt die Elektroschrauber Bohrer usw.
00:28:34: Hier wollen die Hersteller und auch das gesamte Konsort eine bessere Vergleichbarigkeit machen sich also wirklich aus einer eigenen Motivation heraus auf den Weg das Transparenz machen, wo wir auch sehr viel Feedback bekommen und auf sehr viel Motivation und Diskussion miterleben ist im Bereich Maschinenbau.
00:28:50: Hier gibt es auch schon viele Normen die erarbeitet wurden und auch Standards für den Maschenbau, einzelne Gruppen innerhalb des großen Sektors eine Vergleichbarkeit und auch eine Deklaration von Umweltauswirkungen zu ermöglichen.
00:29:05: Und als dritten Bereich würde ich noch den Textilbereich nennen.
00:29:08: Ein Textil-Mode-Bereich kennt ihr auch alle, die gesellschaftlichen Diskussionen.
00:29:12: hier gibt es einfach einen hohen gesellschaftlichem Druck Fast-Fashion, Verschwendung einfach Kleider zu kaufen und die nicht zu tragen.
00:29:19: All das sind so gesellschaftliche Problematiken wo die Hersteller natürlich auch wissen was sie gesellschaftspolitisch reagieren müssen Und eben auch hier durch die Ökodesignverordnung von der EU Kommission der rechtlichen Waren beschaffen wurde.
00:29:32: Ich würde hier gerne noch die chemische Industrie dazu nennen Die ja wichtiger Zulieferer für den Maschinenbau ist Für den Bereich elektrische elektronische Produkte aber auch Für den Bereich Textilien, aber auch für viele andere Industrien.
00:29:45: Und die chemische Industrie ist hier auch schon ziemlich weit mit ihrem Together for Sustainability Standard der noch nicht angekommen ist in der internationalen Normung.
00:29:56: Ja und vielleicht auch nochmal von meinerseits eine ergänzende Frage.
00:29:59: Wir reden ja jetzt schon über die Branchen.
00:30:01: Wer ist schon sehr weit?
00:30:02: Andere Sektoren.
00:30:04: Das ist meine Erfahrung gerade mit Product Carbon Footprint und so anfangen die fangen eben mit einem Product Carbon Footprint an.
00:30:13: Und die Grundlage für eine EPD ist ja bei einer Ökobilanz, also weitere Umweltkategorien neben dem Treibhausgasen zu ermitteln wie Versauerungspotenziale Wasser oder Emission auch in Wasser und andere Faktoren.
00:30:29: Würdet ihr sagen – und das jetzt nochmal so ein bisschen auf die Branche fokussiert – und unsere Hörer da draußen, die jetzt gerade anfangen mit dem Thema Geht der Trend Errichtung in EPD-Erstellung, das heißt weg von dem Prodacarm Food Sprint?
00:30:46: Und andersherum gefragt würdet ihr empfehlen unseren Hörern direkt mit einer Ökobilanz als Grundlage für eine EPD zu starten.
00:30:54: Also unser Gefühl ist dass mittel und langfristig eine ganzheitliche Betrachtung der Umweltauswirkungen gefordert wird.
00:31:04: wir sehen es auf der einen Seite dahingehend dass die Europäische Kommission ihre PEFCR, das sind die Product Environmental Footprint Category Rules weiterentwickelt.
00:31:16: Da sind schon die Kategorie Regeln für Textilien und Schuhe auf dem Markt.
00:31:21: Die PEFCR für Biere ist auf den Markt, da folgt dann eine weitere für Beverage also für Getränke.
00:31:28: Außerdem sind viele andere Produkte in den nächsten Jahren geplant und wir sind auch mit Verantwortlichen im Gespräch.
00:31:36: Was dort passiert, ist im Wesentlichen das eine Methodik entwickelt und etabliert wird.
00:31:43: Die dann möglichst auch in der Normung Fuß fassen sollte damit wir da harmonisch sind.
00:31:50: Der Grund warum ich die Arbeiten der Kommission erwähne ist natürlich dass für die europäische Ebene enorm wichtig ist.
00:31:57: Und je nachdem wie sich zukünftige Verordnungen entwickeln kann das, was da auf Kommissionsebene entwickelt wird mehr oder weniger wichtig in dem Sinne werden.
00:32:08: Dass es required ist oder eben nicht?
00:32:12: Wir sehen auch so wie Bahas gerade beschrieben hat dass viele erst mal anfangen mit einem Product Carbon Footprint.
00:32:20: aber auch viele der Industrien die sagen, dass sie damit gerade anfangen sehen eine Zukunft eher in der Berichterstattung von allen relevanten Umweltauswirkungen.
00:32:31: Und das kann dann eben diese Environmental Product Declaration, also die EPD sein?
00:32:36: Ja hat ja auch viele Vorteile.
00:32:38: Also zum einen ist es durch die Norm und die Product Category
00:32:42: Rules
00:32:43: Das ist wahrscheinlich einfacher, was so ein Scope angeht bei der Berechnung.
00:32:48: Weil einfach viel mehr Vorgaben da sind.
00:32:50: und zum anderen empfehle ich immer den Unternehmen mit ihnen nicht zusammenarbeiten.
00:32:55: Mit einem bisschen mehr Aufwand habt ihr aber einen ganz anderen Aufschlag euren kompletten Fußabdruck nämlich zu berechnen und nicht nur die CO²-Emission.
00:33:03: Ich will das nicht runterargumentieren sondern ganz im Gegenteil glaube dass es viele Unternehmen gibt die neben vielleicht hohen Treibhausgasemission auch nochmal ganz andere Umweltauswirkungen haben in ihren Prozessen, von denen sie vielleicht nicht so genau wissen oder wo sie vielleicht auch noch mal andere Stellschrauben haben.
00:33:21: Deswegen da zieht es ein bisschen meine Frage weil ich eigentlich gerne eher weg... vom Product Carbon Foodprint mehr hin zu auch anderen Umweltkategorien berate, um da einfach ein Gesamtbild zu bekommen und nicht immer nur so fokussiert auf einzelne Themen, einzelne Feuer zu löschen sondern wirklich das Ganze dann in einem ganzheitlichen Bild in Form einer Ökobilanz dann halt einfach getrachten zu können.
00:33:44: Das ist ein guter Punkt, das hätte ich auch noch mal gerne ergänzt.
00:33:47: also... Du meintest ja, mit ein bisschen mehr Mehraufwand kriegt man die komplette EPD hin und ich weiß genau was du meinst.
00:33:54: Und das wäre auch mein Appell wenn ich eine Prodacategory habe, die mehr als nur den Carbon Footprint beschreibt dann ist es eh ne Anforderung und rein technisch durch das Ökobilanzierungstool ist es ja auch wirklich nicht der große Hit da nochmal irgendwie einen anderen Export anzuklicken sag' ich mal Thematisch, sachlich.
00:34:15: auch nochmal anguckt ist es nun mal auf so das zum Beispiel der Wasserverbrauch, Versäuerung und so weiter einen großen Impact hat.
00:34:21: Und es ist nicht nur der Carbon footprint aber wie ich schon meinte gesellschaftlich sind wir glaube ich da noch nicht soweit.
00:34:27: dass wird im Wert dann auch wirklich verstehen.
00:34:28: bei Wasser vielleicht nochmal ein bisschen eher ne?
00:34:31: Aber bei den anderen eure Trophierung ist Potenzial.
00:34:34: ach hey je!
00:34:35: Das müssen wir glaube Ich auch erstmal übersetzen und auch verständlich da machen.
00:34:39: Da geht es wirklich nicht um B2C, sondern auch im B2B Bereich.
00:34:41: Dann müssen wir reinwachsen und unser EPD-System wird auch vorsehen dass wir den Carbon Food Trend als einzelnen Export aber methodisch verheiratet das heißt nicht mehr mehr Aufwand entauch extrahieren können und man dann stand beides hat eine so gezielte PCF Information die man dann auch nochmal ganz spezifisch verwenden kann.
00:35:02: aber eben auf die EPD dort bekommen von uns
00:35:06: Ab twenty-sechsenzwanzig wird der digitale Produktpass verpflichtend.
00:35:11: Anna, ist das ein Booster für die EPDs?
00:35:14: Ja total aus meiner Sicht!
00:35:16: Ich merke dass auf immer wieder digitaler Produktpass ist wirklich so der heiße Scheiß über den jeder wählt und wir werden es sehr oft gefragt wie hat dieses Thema EPD mit dem digitalen Produktpass zu tun?
00:35:27: Und es ist also meiner Sicht wirklich ein Booster dahingehend, dass der EPD ja versucht für das Produkt alle relevanten Informationen.
00:35:35: Das sind nicht nur die Umweltinformation zu sammeln und zugänglich zu machen innerhalb der Wertschöpfungskette nach verschiedenen Kriterien.
00:35:42: Wer darf das einsehen?
00:35:43: Wer hat auf die Daten verändern?
00:35:45: Wie werden sie verwendet?
00:35:47: Aber einer dieser relevanten Daten sind natürlich dann auch die Umweltauswirkungen zum Beispiel der Carbon Footprint.
00:35:52: Und wenn das Instrument EPD gut genutzt, technisch gut aufgebaut ist und wir da auch ein gutes System haben für den Markt, dass funktioniert.
00:36:00: Dann ist es für die Unternehmen viel leichter, den Wert irgendwie einzutragen als Delas einer PDF irgendwo rauszulesen wie es aktuell nun mal ist bei unseren Dokumenten, die veröffentlicht werden und verifiziert werden.
00:36:12: also ja es gibt doch maschinenlesbare Dokumente
00:36:15: usw.,
00:36:16: aber wenn es wirklich in dieser Schale drin ist eines EPDs unter den Suppliern zu übermitteln, bis hin zu dem OEM dann auch zusammen und dabei auch dann den Verbraucher in den Zugänglich zumachen aus dem EPD heraus.
00:36:32: Und die Daten sind am Ende im besten Fall vertrauenswürdiger weil sie nach verschiedenen Logiten in dieses System eingepflegt worden sind geprüft worden sind.
00:36:42: Also aus meiner Sicht ist der digitale Produktpass wirklich ein gutes Instrument und ich bin ganz klar gespannt, wie es nächstes Jahr damit weitergeht.
00:36:50: Der wird ja erst mal für verschiedene einzelne Branchen eingeführt also zum Beispiel für die Batterien.
00:36:56: Wir haben jetzt aber Ende des Jahres auf sehr relevante Standards veröffentlicht als Normungsorganisation, als Europäische die genau diese Themen Interoperabilität, Daten aus Torsch-Formate und so weiter beschreibt.
00:37:08: Und erst dann wenn man sich da fast geeinigt hat ist das Instrument auch nutzbar.
00:37:13: dass wir bisher erleben es das Einzelne sich auf dem Weg machen sich ja schon Logiken überlegen das aber über den gesamten Markt und dann über die Produktion noch nicht so wirklich skalierbar ist und das da hoffen wir uns natürlich dann auch mit der Veröffentlichung Ende des Jahres von den Normen, die von der EU-Kommission beauftragt worden sind.
00:37:29: Was aus meiner Sicht ganz wichtig ist, dass all die Eigenschaften im EPD berichtet werden nach den Regeln berechnet werden, die wir in den sektorspezifischen Normen und Standards aufgestellt haben.
00:37:46: Das heißt was vermieden werden muss und da arbeiten wir natürlich auch als Normungsorganisation schon heute dran, ist dass wir Regeln für den EPD aufstellen wo zum Beispiel drin steht berichte mal dem Product Carbon Foodprint.
00:38:00: Und dieser Product Carbon Footprint dann nach anderen Regeln berechnet würde als wir sektorspezifisch festgelegt haben?
00:38:09: Ja ich glaube auch das wird sehr wichtig werden wenn wir jetzt wir haben jetzt den Blick quasi Und die folgenden Jahre gelenkt, wenn wir jetzt einfach mal fünf Jahre weiter schauen.
00:38:22: Also quasi wirklich ein Blick in die Zukunft.
00:38:24: Wo stehen wir da aus eurer Sicht mit dem Nachhaltigkeitsnachweis?
00:38:28: Sind wir da vollautomatisch unterwegs?
00:38:30: wird der KI eingebunden sein Oder sind wir dann doch immer noch da unterwegs?
00:38:40: Was glaubt ihr, wo werden wir in etwa fünf Jahren stehen und welche Schritte werden wir gemacht haben?
00:38:45: bzw.
00:38:46: Wo seht Ihr, da sind noch echt große Hürden?
00:38:49: Die wesentliche Hürde sehe ich darin, dass wir auf der einen Seite sektoral heruntergebrochenen Produkt spezifisch Regeln haben, die in sich konsistent und koherent sind.
00:39:05: Da müssen wir jetzt eine Menge Arbeit reinstecken damit wir da in fünf Jahren soweit sind.
00:39:12: ich glaube dass das möglich ist aber dafür sehr viel Arbeit zu tun.
00:39:16: Ich glaube, es hängt von ein paar Sachen ab.
00:39:19: Zum einen ist, ob der politische Druck weiterhin so hoch bleibt oder noch weiter abgeschwächt wird.
00:39:24: Man muss einfach sagen die meisten Nachhaltigkeitsanstrengungen sind auf Basis von politischen Regulationen.
00:39:31: Gerade da natürlich gibt es Pioniere und Unternehmen, die auch in ihrer eigenen DNA-Nachhaltigkeit wirklich auch ganz wahrhaftig leben wollen und real werden lassen wollen.
00:39:41: aber solange der politischer Druck nicht da ist passiert ja ganz marktdynamisch relativ wenig.
00:39:46: Wir erleben aber auch aus China hier extrem starke Anstrengungen, sowohl in der Normungsarbeit als auch auf der Marktseite politisch.
00:39:55: Und ich glaube auch dass das den europäischen Markt nochmal ganz schön bewegen wird.
00:39:59: und da auch viel Input noch kommt rein technisch.
00:40:02: wo wir dastehen ist ein bisschen Glaskugel lesen glaub' ich.
00:40:05: Das kann ich gar nicht so richtig beantworten!
00:40:08: Wir als Normungsoganisation geben unser bestes da die Konsistenz herzustellen.
00:40:12: Aber die Anwendung und das mit Leben füllen sind dann am Ende wirklich auch die Hersteller, die Verbraucherinnen.
00:40:18: Genau also da warge ich mich gar nicht so richtig in die Zukunft rein.
00:40:22: Ich glaube in den nächsten fünf Jahren wird über den EPD noch mal viel passieren aber ansonsten glaube ich würde jetzt nicht der riesige Wurf passieren in den letzten fünf Jahren.
00:40:32: Das ist glaube ich nochmal eine längerfristige Perspektive, die wir brauchen und längerfristig Entwicklungen.
00:40:39: In den letzten zwei bis drei Jahren hier schon eine Menge passiert ist.
00:40:44: Wir haben die Entwicklung der besagten IC 63366 für elektrische und elektronische Systeme, da werden dann eine Menge produktspezifischen Regeln abgeleitet werden.
00:40:56: wir sehen die Bestrebungen auf nationale Ebene das VDMA, da werden Maschinen bei auch eine Menge Produktkategorie regeln entwickelt.
00:41:04: Das heißt, wir sind in einer ganz anderen Situation als wir noch vor drei oder vier Jahren waren.
00:41:09: In dem es jetzt wirklich so ist dass grundsätzlich die Regeln da sind.
00:41:15: Es ist methodisch Grundsätzlich klar was zu tun ist und verschiedene Sektoren haben sich schon relativ weit auf den Weg gemacht.
00:41:23: Die Aufgabe ist jetzt das alles zusammenzubringen und kohärent zu betrachten.
00:41:28: Wir als DIN begleiten das auch.
00:41:33: Wir haben einen Vorschlag gemacht, wie wir auf europäischer Ebene Produktkategorie regeln, harmonisieren könnten.
00:41:42: Wir werden sehen ob die Kommission dem folgt?
00:41:44: Wir haben Vorschlage macht gemeinsam mit anderen Organisationen was wir auf der internationalen Ebene tun müssten um dort die vergleichbare Erstellung von PCR Standards zu erlauben.
00:41:58: dann wollen wir das miteinander verlinken.
00:42:00: Das heißt, da ist viel passiert.
00:42:02: Da passiert gerade viel und meine Erwartungshaltung ist dass auch in den nächsten fünf Jahren sehr viel passieren wird.
00:42:09: Ich finde Regulierung haben wir eben schon angesprochen es ein wichtiger Part aber meiner Meinung nach nicht der wichtigste.
00:42:15: Und er hast du Anna was ganz Wichtiges gesagt nämlich wir gucken immer so auf Europa.
00:42:20: klar Wir sind jetzt natürlich sitzen wir in Deutschland und haben viele Kunden hier Aber in anderen Regionen der Erde passiert unfassbar viel.
00:42:28: Seines Strategien, Visionen – 2030, 2050 und wir reden mit global tätigen Unternehmen.
00:42:37: Also ich glaube dass die europäische Regulierung zwar wichtig ist meiner Meinung nach aber nicht der Haupttreiber.
00:42:44: Ja also globale Märkte sind meiner Meinung auch sehr wichtig Und der Druck kommt nicht immer von der Regulierung.
00:42:51: Der Druck kann auch von Partnern kommen, also mit Unternehmen die zum Beispiel berichten müssen... Wenn ich jetzt ein Mittelstand habe, wenn ich mir immer so ein bisschen hier der Vertreter des Mittelstands und der Unternehmen auch mal zu sagen ja muss ich mich dann eigentlich mit Regulierungen befassen.
00:43:05: Wenn nicht direkt betroffen bin?
00:43:07: Ja muss ich weil nämlich meine Partner die unter Umständen groß sind und unter die Regulierung fallen die Daten nämlich bei mir abfragen.
00:43:16: Und dann heißt es ja machen wir eine Ökobilanz da eine Sache machen wir ne PCF, der andere sagt sag mal ne EPD Und ich sehe auch, dass sich da sehr viel entwickelt hat.
00:43:26: Viel auf Normenebene das es viele methodische Rahmenwerke gibt.
00:43:31: aber meine ganz persönliche Meinung ist immer noch unfassbar komplex.
00:43:36: also wenn ich mich wirklich als kleines Unternehmen oder ein kleineres Unternehmen in diese Welt der Normen und Regulierung einarbeiten möchte, dann kann einem schon ganz schön schwindelig werden.
00:43:48: Also ich würde mir wünschen für die nächsten fünf bis zehn Jahre dass wir schaffen natürlich eine Vergleichbarkeit zu schaffen und das möglichst einfach.
00:43:59: Wir haben jetzt eben ganz viele Normen genannt, Bau-Sektor, Textilindustrie braucht es diese sektorspezifischen Norm.
00:44:05: aber dafür bräuchten wirklich mal eine einheitliche Berechnungsmethodik.
00:44:09: Total, ich bezeichne das immer so ein bisschen als die Storming-Phase der Methodengraben noch.
00:44:13: Ich glaube wir sind auch in den Kämpfen und Diskussionen, was ist wirklich die beste Variante das zu berechnen?
00:44:19: Wir werden uns nicht auf einen Standard einigen können.
00:44:21: Dazu isst die Welt zu komplex.
00:44:24: Wir reden über Organisations-Ebene, Produkt-Ebene usw.
00:44:27: Also ganz banal werden wir es nicht hinbekommen.
00:44:30: aber ich hoffe auch dass diese Storming Phase sich bald ausdiskutiert und wir uns da etwas einigern können.
00:44:35: die Anstrengungen von ISO an dem Greenhouse Gas Protocol zur Vereinheitlichungen sind ja auch ein erster Schritt und die begrüßen wir auf jeden Fall.
00:44:42: auch, dass es da nicht so einen Wirrwarr gibt wie Bahar gesagt hast.
00:44:46: Was nehme ich jetzt eigentlich?
00:44:47: Was sind denn eigentlich die Unterschiede?
00:44:48: Das ist ja im ersten Blick gar nichts richtig erkennbar für den KMU der vielleicht nicht eine einzelne Person angestellt hat, die damit Vollzeit betraut ist und sich da reinarbeiten kann.
00:44:57: das ist eine riesen Herausforderung.
00:44:59: hier sehen wir auch ganz viel die Verbände in der Pflicht hier einer Aufklärungsarbeit zu leisten und merken aber auch, Arbeit auch, was ich selber sehen und da in den Markt reingehen wollen.
00:45:10: Und auch für sich Wissen an eigenem
00:45:12: Liebe.
00:45:13: Anna lieber Jörg liebe Bahar vielen Dank für dieses tolle Gespräch.
00:45:18: Ich nehme mit wir sind auf einem Weg Wir sind auf einen guten Weg und Normung und Verifikation ist keine Bremse sondern eigentlich Grundlage der Transformation. Der Transformation der deutschen Wirtschaft der Transformation der europäischen Wirtschaft oder sogar der Weltwirtschaft.
00:45:36: Und ohne Normen gibt es letztlich keine Regeln, ohne Regeln kein Vertrauen und auch ohne Daten wird es keinen Fortschritt geben.
00:45:45: Deswegen freue ich mich wenn ich dann beim nächsten Mal auf einem Produkt das Label Nachhaltigkeit oder nachhaltig hergestellt lese oder da ist ein EPD hinterlegt, dann weiß ich genau Ich werde mich in das eine oder andere Detail aus unserem Podcast erinnern.
00:46:05: ganz viel Arbeit von euch drin und vor allen Dingen das Ergebnis oder die Ergebnisse eurer Arbeit, die sind dann nämlich in Zahlen auch zusammengefasst.
00:46:15: Vielleicht inspiriert diese Folge ja auch die eine oder den anderen sich selbst mal mit seinen oder ihren Produktdaten zu beschäftigen.
00:46:23: Denn Glaubwürdigkeit fängt ja nicht in der Werbung an sondern bei Daten und letztlich auch mit der Wahrheit.
00:46:29: Anna und Jörg, danke für eure Einblicke aus dem Herzen der Normung.
00:46:33: Ja?
00:46:33: Aus dem Deutschen Institut für Normung.
00:46:36: Bahar Danke!
00:46:38: Für dein Praxisblick, der immer wieder auch einen frischen Wind reinbringt.
00:46:42: Gemeinsam habt ihr gezeigt dass Nachhaltigkeit funktioniert wenn alle an einem Tisch sitzen Wenn man ein Konsens findet Und ich hoffe wir finden sehr schnell sehr viele Konsenze Auch sektorübergreifend.
00:46:55: was ich heute gelernt habe Was mir auch gar nicht so bewusst war Und für euch da draußen die Zuhörerinnen und Hörer abonniert dem Podcast BusinessShift, einfach machen.
00:47:04: Hier bringen euch die spannendsten Insights und Geschichten rund um Nachhaltigkeit, Innovationen und Transformation, Ressourcen effizient direkt in den Gehörgang.
00:47:18: Egal wo ihr uns hört im Büro, im Auto oder beim Spaziergang... Veränderung im Business beginnt bei uns!
00:47:26: Bei uns allen – bei jedem Einzelnen.
00:47:30: Alle Infos und weiterführenden Links findet ihr wie immer in unseren Show Notes.
00:47:33: Dort gibt es alles Wichtige zum Nachlesen, Verkiefen und Weiterdenken!
00:47:38: Also bis zum nächsten Mal.
00:47:39: Tschüss!
00:47:40: Euer Business Shift.
00:47:42: Business Shift einfach machen.
00:47:44: Einfach machen.
00:47:45: Der Podcast für Entscheidende und Führungskräfte die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit nachhaltig
00:47:50: beschäftigen wollen
00:47:53: bleibt neugierig.
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