Folge 11: BusinessShift – Chemielogistik im Wandel @Alfred Talke
Shownotes
Was viele nicht wissen: Auch in dieser Branche entstehen ambitionierte Strategien für mehr Klimaschutz, soziale Verantwortung und regulatorische Transparenz – von alternativen Kraftstoffen wie HVO100 bis zu Zertifizierungen gegen Mikroplastik-Eintrag in die Umwelt. Und das unter wirtschaftlichem Druck, Fachkräftemangel und steigender ESG-Komplexität. Unser Gast: Sonja Becker, Sustainability Manager bei Alfred Talke.
🔍 Themen der Folge: – Wie TALKE die Emissionen in der Logistik senken will – Warum Recycling, Routenplanung und Fuhrparkerneuerung zusammengedacht werden müssen – Wie Fahrer:innen gewonnen, gehalten und gezielt weitergebildet werden – Welche ESG-Vorgaben aus der Chemiebranche wirklich ankommen – Was die Initiative #CraftingResponsibleLogistics konkret bewirkt – Warum es ohne osteuropäische Fachkräfte nicht geht – und wie Integration gelingt – Was sich Logistiker:innen von der Politik wünschen würden
Diese Episode zeigt: Auch Unternehmen mit jahrzehntelanger Geschichte müssen sich heute radikal neu aufstellen – und können dabei dennoch ihrer DNA treu bleiben. Ein inspirierender Einblick in eine Branche im Aufbruch.
📌 Kapitelübersicht 00:00:00 Einführung in BusinessShift 00:29 Erkundung der Logistikbranche 01:19 Treffen Sie die Expertin: Sonja Becker 03:01 Nachhaltigkeit in der Logistik 04:51 Innovationen in der Emissionsreduzierung 06:26 Herausforderungen mit alternativen Kraftstoffen 08:33 Kunststoffmanagement und Clean Sweep 11:25 Verantwortungsvolle Logistik 23:26 Anwerbung und Bindung von Fahrern 28:26 Globale Operationen und lokale Initiativen 35:25 Regulatorische Herausforderungen und Compliance 39:26 Fazit und Schlussgedanken
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Transkript anzeigen
00:00:00: BusinessShift.
00:00:05: Einfach machen.
00:00:07: Einfach machen.
00:00:08: Der Podcast für Entscheider und Führungskräfte, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit nachhaltig
00:00:13: beschäftigen wollen.
00:00:17: Herzlich willkommen zu Business Shift, dem Podcast für Entscheider und Führungskräfte,
00:00:22: die ihre Geschäftsstrategien zukunftsfähig gestalten wollen.
00:00:26: Ich bin Tobias Kirchhoff, euer Gastgeber von TÜV Rheinland.
00:00:30: Heute geht es um eine Branche, die oft unsichtbar im Hintergrund arbeitet, aber essentiell
00:00:36: für unsere Wirtschaft ist.
00:00:38: Die Logistik.
00:00:40: Chemielogistik klingt erst einmal sehr speziell und doch steht sie vor den gleichen Herausforderungen
00:00:49: wie alle anderen Industrien auch.
00:00:51: Nachhaltigkeit, Digitalisierung und akuter Fachkräftemangel.
00:00:56: Wie lassen sich globale Lieferketten effizient und gleichzeitig klimafreundlich gestalten?
00:01:02: Welche Rolle spielen neue Technologien und Personalengpässe auszugleichen?
00:01:06: Und wie muss sich die Logistikbranche überhaupt transformieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben?
00:01:12: Wer könnte diese und viele weitere Fragen besser beantworten als unsere heutige Expertin?
00:01:19: Sonja Becker, Sustainability Manager bei Alfred Talke.
00:01:23: Liebe Sonja, herzlich willkommen.
00:01:26: Vielen Dank Tobias.
00:01:27: Und eine Person darf natürlich nicht fehlen, die immer an meiner Seite ist.
00:01:34: Meine geschätzte Co-Moderatorin und Nachhaltigkeitsexpertin von TÜV Rheinland, Dr. Bahar Cat-Krause.
00:01:41: Herzlich willkommen, Bahar.
00:01:42: Schön, dass du da bist.
00:01:43: Hallo, schön, dass ich dabei bin.
00:01:44: Hi Sonja.
00:01:45: Hallo Bahar.
00:01:46: Danke für die Einladung.
00:01:47: So, und wir wollen direkt einsteigen.
00:01:49: Sonja, Alfred Talke, erzähl uns vielleicht mal, wer ist diese Firma Alfred Talke für
00:01:56: die, die sie nicht kennen?
00:01:57: Und was machst du bei dieser Firma?
00:01:59: Ja, sehr gerne.
00:02:00: Ja, die Alfred Talke GmbH und CO. KG ist ein Familienunternehmen mit Hauptsitz in Hürth.
00:02:07: Wir sind seit über 75 Jahre jetzt am Markt und spezialisiert eben für das Thema Chemie-Logistik.
00:02:13: Das bedeutet Transport, Lagerung, Umfüllung, Verpackung und so weiter, aber auch Beratung
00:02:20: von Engineering-Projekten, Konzepten und Bau von solchen Logistikanlagen.
00:02:25: Ja, und meine Aufgabe ist dort, das Nachhaltigkeitsmanagement aufzubauen.
00:02:30: Ich bin vor zweieinhalb Jahren dort eingestiegen, habe eine Stabstelle und bringe das Thema
00:02:37: hoffentlich gut voran.
00:02:39: Ich habe zusammen mit der Geschäftsführung und mit vielen anderen Kollegen die Nachhaltigkeitsstrategie
00:02:45: entwickelt und ja, bin jetzt dabei, mich auf die regulatorischen Herausforderungen noch
00:02:50: mal ganz speziell vorzubereiten und uns da fit zu machen.
00:02:53: Ja, ich hoffe, da erfahren wir heute einiges von dir und da kann vielleicht der eine oder
00:02:59: andere Hörer, Hörerin auch was mitnehmen.
00:03:02: Wenn wir uns das sustainability angucken, ISG ist ja in Europa so das Schlachwort, also
00:03:07: umweltsoziales und regulatorik.
00:03:10: Ihr seid in allen drei Bereichen unterwegs?
00:03:13: Korrekt, ja.
00:03:14: Dann lass uns mal vorne anfangen mit dem, was man auch bei der Logistikbranche sieht,
00:03:19: weil ihr transportiert ja Waren von A nach B.
00:03:23: Umweltmanagement, was macht ihr da oder was ist überhaupt das Thema in eurer Branche?
00:03:28: Ja, also Umweltmanagement, das ist wirklich ein ganz, ganz großes Thema bei uns und eben
00:03:32: auch speziell aufgrund unserer Produkte, die wir ja händeln, die wir transportieren,
00:03:37: die wir aber auch lagern.
00:03:38: Das sind Gefahrstoffe, weitestgehend wirklich höchste Klasse auch von Gefahrstoffen, da
00:03:44: gelten ganz besondere Herausforderungen auch schon, ich sage jetzt mal unabhängig von
00:03:48: dem ganzen Nachhaltigkeitsthema und ESG-Thema ist das natürlich das ganze Thema Sicherheit.
00:03:54: Wie behandeln wir die Produkte, wie lagern wir sie damit weder die Umwelt noch die Menschen
00:03:58: zu Schaden kommen.
00:03:59: Das heißt, das ist von in unserer DNA sowieso von Anfang an mit dabei.
00:04:04: Ja, wir haben verschiedene ISO-Zertifizierungen, wir haben aufgrund der Chemiebranche ein
00:04:10: ganz spezielles Assessment, das nennt sich SQAS, was schon von Anfang an sozusagen überhaupt
00:04:18: die Basis ist, die License to Operate, dass wir diese Produkte handeln können, Gefahrstoffbeauftragte
00:04:23: und und und, also das ganze Setup und eben ganz speziell mit Blick jetzt auf die ISG ist
00:04:29: natürlich die Klimaneutralität im Fokus, aber auch das Thema Mikroplastik, weil wir
00:04:35: eben Kunststoffe behandeln, lagern, umfüllen, transportieren, die dürfen natürlich nicht
00:04:40: in die Umwelt kommen.
00:04:41: Das heißt, sowohl da liegt ein großer Fokus als auch eben die Emission zu reduzieren,
00:04:46: weil das natürlich kann sich jeder vorstellen im Transport, dass ja der größte Faktor einfach
00:04:51: ist.
00:04:52: Lass uns mal direkt bei den Emissionen bleiben, zum Platz, die kommen wir gleich, das finde
00:04:56: ich super interessant.
00:04:57: Was macht ihr da, um die Emission zu reduzieren?
00:04:59: Fahrt ihr weniger?
00:05:00: Wäre etwas kontraproduktiv, weil das ja unser Geschäftsmodell ist, aber natürlich versuchen
00:05:06: wir das so Emissionsarm wie möglich zu gestalten.
00:05:10: Das heißt, das ist auf der einen Seite die Fahrweise, effizientes Fahren, das gibt's Training
00:05:16: für die Fahrer.
00:05:17: Wir haben eigentlich immer die neueste Flotte, wenn man jetzt von Euro 6 schaut, technologisch
00:05:23: da immer, also keine veraltete Technik mehr einzusetzen, wenn man jetzt von konventionellen
00:05:30: Dieselfahrzeugen spricht.
00:05:31: Und natürlich die Routenplanung, die essentiell ist, möglichst kurze Wege und möglichst wenig
00:05:39: Lehrkilometer zu fahren.
00:05:40: Das sind so die Basics, sag ich jetzt mal.
00:05:43: Und klar, wenn man dann in Richtung Weiterentwicklung der Technologie schaut, sind wir dabei, uns
00:05:48: anzuschauen, wie wir andere Kraftstoffe einsetzen können.
00:05:50: Da ist das Stichwort hier HVO 100.
00:05:53: Das ist ein 100 Prozent alternativer Kraftstoff aus Resten, aus Müll, aus Ölen, aus Fetten,
00:06:03: die sozusagen normalerweise Abfall wären.
00:06:05: Da versuchen wir uns umzustellen oder eben natürlich auch der Trend mit ELKWs oder Wasserstoff
00:06:12: zu schauen.
00:06:13: Wann lohnt sich das?
00:06:15: Wann können wir da wirklich umsteigen?
00:06:17: Ja, also sagst du es.
00:06:19: Also alternative Kraftstoffe ist ja total spannend.
00:06:22: Auch das ganze Thema E-Mobilität in der Logistik ist ja nicht so leicht.
00:06:27: Also gerade, wenn man lange Strecken fährt mit viel Gewicht, habt ihr da schon Erfahrungswerte?
00:06:32: Leider nein.
00:06:33: Also in Deutschland nicht.
00:06:35: Wir haben unsere Tochtergesellschaft in den USA, die jetzt erste Erfahrung mit dem
00:06:39: Thema Wasserstoff macht, auch auf längeren Strecken.
00:06:41: Aber in Europa ist es wirklich noch so, dass die Sattelzugmaschinen noch nicht sozusagen
00:06:46: serienreif sind in der alternativen Antriebe.
00:06:50: Da schätzen wir, dass wir so Mitte bis Ende des Jahres vielleicht mal erste Fahrzeuge
00:06:54: haben und dann ist es natürlich auch die Infrastruktur, die noch nicht vorhanden ist.
00:06:58: Auf Langstrecke ist einfach ein ELKW für uns noch nicht möglich, weil wir nicht denken
00:07:03: können mehr.
00:07:04: Das ist genau eigentlich das.
00:07:05: Also man kann ja so viel umstellen, wie man will oft.
00:07:08: Also ich war ja auch mit einigen Logistikunternehmen unterwegs und du kannst ja umstellen, aber
00:07:14: wenn du die Infrastruktur nicht hast, tatsächlich auf einer langen Strecke, dass du auch weißt,
00:07:19: ich komme an und kann auch tanken mit dem Kraftstoff, den ich da gerade brauche, egal
00:07:24: was es ist, dann hast du auch nur eine gewisse Handhabe.
00:07:28: Habt ihr denn da, ich meine, ihr seid ja auch mit euren Kunden und gerade zum Thema Infrastruktur,
00:07:35: habt ihr denn da auch Möglichkeiten da auch mitzugestalten oder seid ihr da wirklich komplett
00:07:39: abhängig von anderen?
00:07:42: Also das Ziel wäre schon, weil wir schon verstärkt Mittelstrecke fahren.
00:07:48: Das heißt, unsere Planung geht eigentlich eher dahin, dass wir Depot tanken machen,
00:07:52: dass wir also versuchen wollen, eigene Photovoltaikanlagen dann zum Beispiel aufzubauen und immer
00:07:57: über Nacht zu tanken.
00:07:59: Dafür braucht es aber natürlich auch den Speicher, weil Photovoltaik dann ja nur tagsüber
00:08:04: erst mal den Strom produziert.
00:08:06: Das heißt, das ist auf jeden Fall eine größere Investition, die wir planen müssen.
00:08:10: Und was dazu kommt, ist eben auch der Tankvorgang an sich, da hat ja einfach, das wäre schön,
00:08:15: wenn unsere Kunden dort auch Infrastruktur zur Verfügung stellen, bei den B- und Entladestellen,
00:08:21: aber möglichst natürlich in Kombination mit der B- und Entladung nicht noch zusätzlich,
00:08:25: weil sonst sind das natürlich Zeiten, die wir einplanen müssen, wo unsere Fahrer einfach
00:08:30: Leerlauf haben.
00:08:31: Ja, spannend.
00:08:32: Ja, und wenn wir jetzt dann weiter schauen, also das sind ja die quasi normalen Themen,
00:08:38: die ein Logistiker oder jeder, der mit einem Fahrzeug von A nach B fährt, betrifft, hast
00:08:44: du ja eben schon angesprochen, auch das Thema Plastik, habt ihr, wenn ihr an Umweltthemen
00:08:50: denkt, habt ihr auf der Uhr, kannst du uns vielleicht das nochmal ein bisschen erläutern,
00:08:55: was ihr da macht und was da die Herausforderung ist?
00:08:57: Gerne.
00:08:58: Ja, also wir lagern und fahren eben auch sehr viel Kunststoffe, das sind Granulate, das sind
00:09:04: kleine Pellets, kleine Kügelchen sozusagen und da kann es natürlich schon mal passieren,
00:09:10: dass bei der Umfüllung in die Container oder wenn kleinere Säcke quasi umgefüllt werden,
00:09:17: dass dort etwas reißt, dass etwas kaputt geht, dass etwas in die Umwelt gelangt und
00:09:22: das müssen wir natürlich einsammeln.
00:09:24: Also da kann ein Winstoß und Schwupp die Wupp ist, das sozusagen überall in der Umwelt
00:09:28: und dann fängt man das nicht mehr ein.
00:09:29: Das heißt, wir haben Vorgaben, wir haben Regeln, wir schulen unsere Mitarbeiter, wie
00:09:34: muss damit, also wenn so was passiert, was müssen wir tun, wie fegen wir das auf, wir
00:09:39: haben aber auch technische Möglichkeiten, Auffangsiebe in den Gullis und so weiter, dass
00:09:45: da also wirklich nichts ins Grundwasser gerät, nichts in die Umwelt gerät und dazu gibt es
00:09:50: auch eine Zertifizierung, das nennt sich Operation Clean Sweep OCS und daran halten wir uns da
00:09:56: in der Initiative sind wir beteiligt und zukünftig wird es dort eben auch eine richtig offizielle
00:10:02: Zertifizierung geben.
00:10:03: Quasi wie ist das Risikomanagement pro Standort aufgestellt, welche Maßnahmen werden ja angenommen
00:10:12: und was müssen wir weiter tun, um das quasi zu verbessern und auszuschließen, dass dieses
00:10:18: Mikroplastik in die Umwelt geht.
00:10:20: Ist das denn ein sehr hoher Anteil an Mikroplastik?
00:10:23: Also ich frage mich das so ein bisschen privat auch, weil jeder von uns ist ja quasi Mikroplastik
00:10:28: imitent, wenn man mal an die Zahnpasta denkt, an die Kosmetik, die wir tagtäglich nutzen,
00:10:35: ist das so ein großer Anteil?
00:10:37: Ich meine natürlich seid ihr in der Chemiebranche unterwegs, das ist vielleicht nochmal was
00:10:40: anderes, aber das ganze Thema Plastik, Verschmutzung, Eintrag in Boden, Wasser etc.
00:10:46: ist das wirklich so hoch?
00:10:48: Das ist nicht so hoch, würde ich jetzt überhaupt nicht, ich habe da leider keine Zahlen vorliegen,
00:10:52: keine Gramm oder Kilogramm Zahlen, aber das ist definitiv nur ein Minimum.
00:10:57: Aber letztendlich ist bei uns, wenn in Anführungsstrichen dieser Unfall schon passiert, dann zählt das
00:11:02: schon.
00:11:03: Also wenn das ein Kilo Sack ist, dann ist das erstmal ein Kilo.
00:11:06: Auch wenn wir das auffegen und auch wenn wir das wieder einsammeln und als Restmüll oder
00:11:10: als Sondermüll entsorgen, weil der Kunde das dann einfach kontaminiert, der Kunde kann
00:11:14: das nicht mehr benutzen.
00:11:16: Dann ist das erstmal im Rahmen dieser Zertifizierung oder im Rahmen dieser Initiative ist es dann
00:11:21: leider erstmal Müll und erstmal passiert.
00:11:25: Du hast es gerade erwähnt, ihr habt ja eine Initiative gestartet im Rahmen eurer Nachhaltigkeitsstrategie,
00:11:31: die heißt ja #CraftingResponsibleLogistics.
00:11:36: Kannst du vielleicht so ein bisschen mal erzählen, was ist so dieses Ziel dieser Strategie der
00:11:41: Initiative und wo steht ihr da gerade?
00:11:44: Ja, das war ganz spannend der Prozess.
00:11:47: Am Anfang, dass wir uns die verschiedenen Themenfelder angeschaut haben.
00:11:51: Wir haben natürlich unsere Kunden angeschaut und gesprochen und wir haben den Wettbewerb
00:11:56: angeschaut.
00:11:57: Wir haben die Trends, die Regulatorik und wir haben uns quasi Säulen und Aktionsfelder
00:12:03: definiert, wo wollen wir die Schwerpunkte setzen, was wollen wir da tun, wo wollen wir
00:12:09: den Fokus legen.
00:12:10: Und klar, manches ist offensichtlich, Emissionen zu reduzieren im Transport, manches aber vielleicht
00:12:17: weniger und dadurch, dass es bevor ich kam, dieses Thema nicht ganz so strukturell aufgesetzt
00:12:25: war bei uns und nicht so organisiert war, habe ich auch erstmal versucht alle Handlungsfelder
00:12:29: bei uns zusammenzuziehen, weil wir machen als Familienunternehmen schon eine ganze Menge,
00:12:33: das wurde eben einfach nicht so gebündelt und nicht so kommuniziert, dass man einfach
00:12:40: sehen kann, was wir da schon alles tun.
00:12:42: Und für mich war es wichtig, dass es dann unter einem Motto steht und wir uns ja einfach
00:12:47: aller erstmal auf dem Weg befinden.
00:12:49: Crafting ist für mich eben gestalten und machen, wir sind da noch nicht.
00:12:53: Wir möchten das gerne und wir haben uns auf den Weg gemacht, aber es ist eben ein Gestalten
00:12:57: und ein Machen einfach.
00:13:00: Einfach machen.
00:13:01: Einfach machen, genau.
00:13:02: Ja, wie hast du denn angefangen?
00:13:04: Weil das interessiert mich ja.
00:13:05: Du bist wahrscheinlich voller Enthusiasmus dahin gekommen und dann stell ich mir jetzt vor,
00:13:11: Alfred Talke, du hast gerade auch gesagt Familienunternehmen und dann treffen vielleicht
00:13:16: zwei Welten aufeinander oder wie war das?
00:13:19: Und wie hast du das dann gemacht?
00:13:21: Einfach machen.
00:13:22: Vielleicht muss man da andere fragen, ich weiß gar nicht, ob ich das so erklären kann,
00:13:26: was ich da gemacht habe.
00:13:27: Also es ist schon so gewesen, dass der Wille absolut da war, sowohl vom Management von
00:13:33: den Mitarbeitern, die Notwendigkeit wurde total gesehen und jetzt nicht nur aufgrund
00:13:37: der Regulaturreg oder so.
00:13:39: Es wirkt immer so ein bisschen, weil das halt jetzt der Druck ist und weil wir das jetzt
00:13:43: aufbauen müssen und so wirkt es immer so, wir machen das nur, weil das jetzt ein Gesetz
00:13:48: ist oder so.
00:13:49: Das stimmt natürlich überhaupt nicht.
00:13:50: Wir wollten das, wir sehen die Notwendigkeit auch mit unseren Kunden eben da, gemeinsame
00:13:56: Lösungen zu finden.
00:13:57: Und ja, was habe ich gemacht?
00:13:59: Ich habe einfach auch erst mal rumgefragt, was machen wir da überall?
00:14:03: Wer hat Ideen, wer macht schon was?
00:14:05: Wir sind ja auch international aufgestellt.
00:14:07: Die USA hat da ein bisschen einen anderen Schwerpunkt als Middle East und so habe ich
00:14:13: das auch erst mal alles zusammengetragen und dann geschaut, wo wären jetzt vielleicht
00:14:18: die wichtigsten Punkte, die wir angehen müssen.
00:14:21: Und da ist sicherlich Transport das Thema.
00:14:23: Aber da sind auch die schwierigsten Hürden und jetzt versuchen wir so ein bisschen auch
00:14:28: natürlich die Quick-Wins einzusammeln und zu schauen, was können wir aber jetzt schon
00:14:32: auch im kleineren Maße machen mit eben die Kunststoffe, die Mikroplastik, den Strom,
00:14:40: solche Themen.
00:14:41: Ja und du hast ja ein großes Bild oder ihr habt auch ein großes Bild gemalt.
00:14:46: Ihr wollt bis 2040 klimaneutral sein, welche sind da so die Hauptmaßnahmen, die ihr da
00:14:54: jetzt auf den Weg gebracht habt?
00:14:56: Genau, also eingeschränkt ist es nochmal, es bezieht sich auf Scope 1 und 2, Scope
00:15:00: 3, das trauen wir uns so bis 2040 auch noch nicht zu.
00:15:04: Was meinst du mit Scope 1 und 2?
00:15:06: Musst du vielleicht unseren Hörerinnen und Hörer nochmal kurz erklären?
00:15:09: Genau, also wir haben gesagt, wir wollen klimaneutral sein in den Bereichen, die wir selber beeinflussen
00:15:14: können.
00:15:15: Und dann haben wir jetzt auch die 1, unsere Emissionen, die wir selber ja emittieren,
00:15:18: die wir selber verursachen und Scope 2 im Bezug auf die Energie und den Strom.
00:15:22: Ja und also wenn man sich unsere Klimabilanz anschaut, die wir jetzt im 3.
00:15:27: Jahr aufstellen, auch das hat es so voll umfänglich vorher noch nicht gegeben, sieht man, dass
00:15:32: wir rund 2/3 wirklich Transportemissionen machen, sowohl eigene als auch dann mit unseren
00:15:38: Subunternehmern, weil alles machen wir auch nicht selber.
00:15:41: Wir haben zwar eine eigene Flotte, aber vieles machen wir auch über Partner.
00:15:45: Aber 2/3 sind unsere Emissionen, das heißt wir müssen unbedingt an den Transporten.
00:15:50: Wir müssen HVO 100, wir müssen diese Brückentechnologien nutzen, bis es möglich ist, dass wir alternative
00:15:56: Antriebe nutzen können.
00:15:58: Aber wenn es dann soweit ist, also die Branche oder die Trends, die sagen schon eher, okay,
00:16:02: das hat jetzt vielleicht ein bisschen Anfangsschwierigkeiten und so weiter, aber es wird einen relativ
00:16:05: schnellen Peak geben, vielleicht in 2028 oder so, da wird es den Hochlauf geben und dann
00:16:11: müssen wir und wollen wir natürlich auch dabei sein.
00:16:13: Und wie haltet ihr da so die Balance?
00:16:16: Das ist ja immer ein Investment, um sich dann nachhaltiger aufzustellen, das heißt ökologische
00:16:23: Themen versus ökonomische Themen.
00:16:25: Ist das ein Spannungsfeld bei euch oder wie habt ihr das gelöst?
00:16:29: Nee, es ist definitiv ein Spannungsfeld.
00:16:31: Also dort ist das Eingangs auch schon gesagt, die Branche hat einen speziellen Ruf, aber
00:16:38: eben auch von den Margen her ist das auch wirklich ein sehr, sehr schwieriger Branche.
00:16:42: Jetzt kann man meinen, unsere Kunden sind Chemie, die verdienen gut, die machen gutes Geld
00:16:48: und bezahlen auch sehr gut.
00:16:50: Ja, ist aber auch im Moment schwierig für den Markt, in der Chemiebranche, die hohen
00:16:56: Energiekosten und so das merken wir halt direkt.
00:16:58: Das heißt, alle Investitionen müssen wirklich gut, gut überlegt sein und im besten Fall
00:17:03: in Kooperation mit den Kunden.
00:17:06: Weil wir zusätzlich noch das Problem haben, dass wir nicht einfach so unsere Flotte zum
00:17:12: Beispiel jetzt auf Elektro umstellen können.
00:17:14: Da gibt es noch gesetzliche Hürden, es dürfen nicht alle Produkte mit Elektro transportiert
00:17:20: werden.
00:17:21: Und wir haben eben viele der Gefahrstoffe, viele der Hoch.
00:17:24: Ganz kurz, warum?
00:17:26: Warum dürfen die nicht, weil der Antrieb des Lkw ist doch eigentlich egal?
00:17:32: Ja, da gibt es Regeln, Gesetze, die das erstmal unterbinden und die noch freigegeben werden
00:17:41: müssen oder wo die Hersteller eben entsprechende Vorbereitungen treffen müssen bzw. den Lkw
00:17:48: so gestalten müssen, dass er sicher ist, dass da kein Kurzschluss... Explosions-Themen.
00:17:54: Ja, Sonja, du hast ja eben auch das Thema Chemiebranche angesprochen, die ja eure Hauptkunden sind.
00:18:01: Die Chemiebranche ist ja auch, sag ich mal, zu ihren ökologischen und karmen Management-Themen
00:18:09: ja auch relativ aktiv.
00:18:10: Mich würde jetzt nochmal interessieren, ihr macht das ja auch zum Teil aus einer Eigeninitiative,
00:18:15: zum Teil weil ihr regulatorischen Druck habt.
00:18:18: Und ich sage immer, na ja, der größte Treiber sind aber natürlich auch die Geschäftspartner.
00:18:24: Und spürt ihr auch, dass eure Partner, also gerade aus der Chemie, euch auch Ziele vermitteln,
00:18:31: die ihr erfüllen müsst bzw. Informationen, die ihr liefern müsst, weil ihr ja letztendlich
00:18:38: Teil der Kette seid.
00:18:39: Scope 3, vielleicht nochmal ganz kurz auch für unsere Zuhörerinnen.
00:18:43: Scope 3 ist letztendlich die Berechnung der Treibhausgasemission in der Lieferkette,
00:18:49: also in der Vorkette, upstream und downstream und alles, was hinter dem Werkstor passiert.
00:18:55: Und da zählt ihr ja dann auch dazu, wenn es darum geht, Rohstoffe zu beschaffen, etc.
00:19:00: Also seid ihr ja ja ein Teil der Vorkette bei der Belieferung der Rohmaterialien.
00:19:07: Da würde mich jetzt mal interessieren, habt ihr diese Vorgaben?
00:19:10: Wenn ja, was sind so die Fokusthemen?
00:19:13: Und das zweite ist, kommt ihr auch ins Gespräch?
00:19:16: Also habt ihr auch gemeinschaftliche Projekte, die ihr zusammen anstoßt?
00:19:21: Ja, ganz spannende Frage auf jeden Fall.
00:19:23: Also der Kunde ist eigentlich mit einer unserer größten Treiber natürlich, abgesehen von
00:19:28: der, dass wir das aus Eigenmotivation machen wollen, ist aber natürlich der Kunde, der
00:19:33: jenige, der seine Anforderungen an uns formuliert.
00:19:37: Das kann sein, dass wir das innerhalb eines Tenders beantworten müssen, dass es da große
00:19:42: Fragebügen gibt zu unseren Nachhaltigkeitsprogrammen, aber auch in den Gesprächen, in den Jahresgesprächen,
00:19:50: in den regelmäßigen Gesprächen ist.
00:19:52: Nachhaltigkeit in den letzten Jahren immer, immer häufiger dazugekommen.
00:19:55: Es ist immer fester Bestandteil der Gespräche.
00:19:58: Und letztendlich gibt es sogar von einigen Kunden, ja Roundtables, wo man eingeladen wird,
00:20:05: wo man gemeinsam diskutiert, wo man auch durchaus mit dem Wettbewerb zusammen diskutiert und
00:20:10: überlegt, wie können wir das machen?
00:20:12: Weil ja, nur gemeinsam können wir dieses Thema schaffen und auch finanziell bewältigen.
00:20:17: Aber Vorgaben sind schon auch da, sei es eine bestimmte Punktezahl bei einer EcoVardis-Zertifizierung
00:20:25: oder es gibt da schon sehr konkrete Anforderungen auch.
00:20:28: Ja, total spannend, weil ja auch gerade zum Thema auch Routenoptimierung, also ihr habt
00:20:35: ja dann auch, ich weiß jetzt nicht, wie das im Chemiebereich ist, ja nicht so, da habt
00:20:38: ihr wahrscheinlich bestimmte Träger, wo die Waren drauf transportiert werden.
00:20:43: Aber normalerweise hast du in der Logistik ja auch die Paletten, dann sind die leer,
00:20:47: dann liegen die da, dann müssen die abgeholt werden oder Waren können irgendwie auf dem
00:20:52: Weg vielleicht noch eingesammelt werden.
00:20:53: Wenn es jetzt nicht spezial waren, sind wie Glas oder Chemie, da ist super viel Potenzial.
00:21:00: Da war ich auch schon mal in einem Projekt mit drin, wo wir geguckt haben, wie können
00:21:03: wir auch so einem Handelsumfeld verschiedene Waren kombinieren.
00:21:08: Das heißt, dass man die Routen so optimiert, dass auf der Strecke dann die Ware von A nach
00:21:13: B transportiert wird und auf dem Rückweg dann leichtere Ware vielleicht noch mit drauf
00:21:19: weil du hast ja verschiedene Kriterien, die du erfüllen kannst, bei einem LKW das einmal
00:21:25: das Gewicht und einmal das Ladevolumen.
00:21:27: Und wenn du besonders schwere Produkte oder Waren hast, dann ist der LKW teilweise ja noch
00:21:33: halb leer.
00:21:34: Um dann zu gucken, gibt es vielleicht noch leichtere Ware, die man noch mit dazu packen kann,
00:21:42: um halt Routen zu optimieren.
00:21:43: Aber das geht natürlich nur, wenn du jetzt in einem bestimmten Bereich bist.
00:21:47: reich bist, weniger in der Chemie. Genau, das gibt es so bei uns nicht. Wir haben quasi ein Produkt,
00:21:52: was wir fahren und dann ist es durchaus auch so, dass wir leer zurückfahren, sage ich jetzt mal,
00:21:56: weil wir einfach innerhalb des Containers oder innerhalb des Lkws immer dasselbe Produkt fahren,
00:22:02: um uns da zum Beispiel auch eine Reinigung zu sparen, die ja auch Emissionen verursacht,
00:22:07: die Wasser benötigt und und und. Also es ist dann so ein Abwägen von "Reinigen wir den Lkw und
00:22:12: setzen ihn für ein neues Produkt ein" oder planen wir die Routen so, dass er quasi auf längere Sicht
00:22:18: dasselbe Produkt fahren kann und somit immer nach gefüllt werden kann. Total spannend, ja,
00:22:24: weil da habe ich mir noch nie Gedanken darüber gemacht, dass auch die Reinigung natürlich der
00:22:29: Fahrzeuge natürlich auch nochmal wieder die Umwelt belasten kann. Ich würde ganz gerne ein
00:22:34: Schritt weitergehen. Wir haben jetzt über Umweltaspekte gesprochen, über das, was man bei der
00:22:39: Logistikbranche auch sieht, ja, also die Fahrten, wie kann man das optimieren, wie kann man da die
00:22:44: Emission runterschrauben. Ich würde ganz gerne auf den zweiten Aspekt von ESG gehen auf das
00:22:51: soziale Thema, weil, na ja, ohne Fahrer in der Logistikbranche oder Fahrerin helfen die auch
00:22:58: die schönsten Lkws oder die schönsten Transportmittel nichts, ist das ein und das andere, die Branche ist
00:23:04: ja auch, sagen wir mal andersherum, ist auch dafür bekannt, nicht zimperlich miteinander umzugehen,
00:23:11: also dass ein rauer Umgangston herrscht, dass die Arbeitszeiten sehr, sehr lang sein können.
00:23:17: Stichwort Fahrtenbuch, oder man hört immer wieder, dass dann Zeiten, Maximalzeiten dann
00:23:24: übersteuert werden. Wir hören dann immer, dass dann Fahrer gar nicht mehr in Deutschland
00:23:29: gefunden werden können, dass es so genannte billige Konkurrenz aus Osteuropa gibt oder in
00:23:36: zwischen vielleicht auch schon aus anderen Ländern und das ist ja ein Thema, dem hat sich Talke
00:23:41: auch zugewandt, dass man sagt, so, da wollen wir was ändern und sagt auch da, na ja, wir wollen jetzt
00:23:46: nicht nur ein Standard schaffen, was gesetzlich ist, sondern für uns gehört dieses Thema sozial,
00:23:51: also wo kriegen wir Fachkräfte her und was können wir da mehr machen? Das gehört für euch mit in
00:23:57: eure Nachhaltigkeitsstrategie? Ganz genau, ja, also das ist für uns wirklich unglaublich wichtig,
00:24:03: weil das ist ja unser Herzstück und ohne Fahrer können wir gar nicht überleben, sozusagen. Von
00:24:10: daher ist da ja unsere Recruiting-Strategie wirklich sehr ausgefeilt und sehr vielschichtig,
00:24:18: was das Thema angeht, einfach um da immer die richtigen Menschen auch zu bekommen. Andererseits
00:24:24: haben wir es wirklich auch so, dass wir eine sehr, sehr geringe Fluktuationsquote, Gott sei Dank,
00:24:29: bei den Fahrern haben, dass wir ja eine sehr gute Bindung zu unseren Fahrern haben und ja,
00:24:36: dass wir da im Moment zumindest noch weniger die Probleme sehen, wissen aber auch, da findet
00:24:43: auch eine Überalterung statt und es wird zukünftig immer, immer schwieriger. Ich habe mal eine Zahl
00:24:49: mitgebracht, also in 2023 fehlten in Deutschland ungefähr 70.000 Lkw-Fahrer, also das wird auch
00:24:57: nicht besser, von daher ist uns die Problematik auf etwas mittelfrist gesehen natürlich sehr,
00:25:03: sehr bekannt und dass wir da versuchen entgegenzusteuern. Aber das ist ja toll, also ich hätte jetzt gedacht,
00:25:09: dass ihr für eine viel höher Fluktuation habt, auch dass der Wettbewerb sich vielleicht mal so die
00:25:14: Fahrer rüberholt oder so. Ich weiß nicht, wie das, ja das ist so, also da gibt es sicherlich schon
00:25:21: ein bisschen Grabenkämpfe und auch die Fahrer sprechen ja auch miteinander und haben auch bestimmte
00:25:28: Plattformen und bestimmte Social Media Kanäle, wo die sich austauschen. Also wir sind sehr,
00:25:33: sehr transparent, sprechen sehr offen miteinander über die Firmen und über die Arbeitgeber,
00:25:38: von daher muss man da schon auch einiges bieten und auch. Aber das ist doch toll, also das ist
00:25:45: auch toll, dass die sich austauschen, weil das muss ich jetzt mal vielleicht auch ein bisschen
00:25:49: unfairerweise sagen, erhöht ja auch den Druck bei euch, ne? Definitiv. Da ein gewisses Arbeitsumfeld
00:25:55: zu schaffen, das auch wirklich dazu einlädt, zu bleiben. Ganz genau. Und vielleicht auch Nachwuchs
00:26:00: noch mit ran zu holen. Das hat es ja eben auch angesprochen, dass die Fahrer immer älter werden
00:26:07: und dass jüngere Menschen wahrscheinlich eher nicht in diesen Beruf einsteigen. Ja, das ist
00:26:13: wirklich schwieriger. Es gibt deutschlandweit im Schnitt nur 1300 Azubis, was Fahrer angeht.
00:26:19: Und wenn man sich dann anschaut, wie viel Fahrer fehlen, ja merkt man da schon, wie sich die
00:26:25: Lücke einfach immer, immer vergrößern wird. Lass uns da vielleicht auch mal vorne einsteigen.
00:26:30: Also Fahrer, wo bekommt ihr dann Fahrer her? Sucht ihr fertige Fahrer, rekrutiert ihr die aus dem
00:26:36: Ausland? Was bietet ihr denen? Ist es bei euch ein Ausbildungsberuf, dass ihr junge Fahrer sucht,
00:26:43: um die da lange zu binden? Also wenn ihr vorne, du hast es auch eben gesagt, ihr habt auch bestimmte
00:26:48: Aktionen beim Recruiting. Was macht ihr da, um attraktiv für ein Fahrer oder eine Fahrerin zu
00:26:55: sein? Ja, also es ist wirklich ganz, ganz vielschichtig. Wir haben selbstverständlich, ich
00:27:00: sage jetzt mal deutsche Fahrer, die hier wohnen oder auch Fahrer mit Migrationshintergrund, die
00:27:06: aber zumindest hier in Deutschland ein Wohnsitz haben, bereits da sind, die auch schon ausgebildet
00:27:11: sind. Das ist in der Tat ein bisschen schon die Voraussetzung. Also man sollte einen Führerschein
00:27:16: haben und man müsste auch die Zusatzausbildung für Gefahrstoffe haben. Also das ist erst mal
00:27:22: schon die Voraussetzung. Was wir aber schon versuchen sind, Fahrer zu rekrutieren aus dem
00:27:30: Ausland. Du hast es eben auch angesprochen. Da ist Polen, da ist Rumänien, da sind Bulgarien so die
00:27:35: Länder, die so in den letzten Jahren auch da im Fokus standen. Und da gibt es spezielle Programme,
00:27:43: denen stellen wir Wohnungen zur Verfügung. Die bekommen hier sozusagen eine soziale
00:27:50: Integration. Und da ist das Arbeitsmodell ein bisschen anders. Die arbeiten dann teilweise
00:27:55: drei Wochen oder manchmal sechs Wochen am Stück, also natürlich mit Pausen und so weiter,
00:27:59: haben dann aber einen längeren Zeitraum frei von einer Woche oder dann auch schon mal drei
00:28:03: oder vier Wochen, um dann wieder ins Heimatland zu fahren. Das ist dann ein bisschen anders als
00:28:07: die deutschen Mitarbeiter, die sozusagen geregelt fünf Tage die Woche fahren. Und ja, somit versuchen
00:28:14: wir einfach für alle Bedürfnisse entsprechende Arbeitsmodelle und Zeitmodelle zur Verfügung
00:28:20: zu stellen, soweit es in unserem Rahmen geht. Weil sicherlich das Thema vier Tage Woche oder
00:28:24: ähnliches ist bei uns schwierig. - Ihr schafft das ja, sorry, wenn ich kurz dazwischen frage,
00:28:29: ihr schafft das ja in Europa, in Deutschland diese, ich sag jetzt mal, Arbeitsstandards umzusetzen.
00:28:35: Ihr seid ja aber ein globaltätiges Unternehmen. Wie macht ihr das dann in Middle East oder je nachdem,
00:28:41: wo ihr vielleicht noch mal ein bisschen weiter weg seid, wo Arbeitsschutz, Mitarbeiter,
00:28:48: Strukturen vielleicht andere sind als jetzt in Deutschland, Europa? - Verstehe. Also zum
00:28:57: einen muss man sagen, wir sind jetzt nicht überall in den Ländern, wo wir aktiv sind,
00:29:00: auch im Transport aktiv. Das heißt zum Beispiel Middle East ist eigentlich eher das Logistik,
00:29:05: also das Warehousing, die Lagerung unserer Fokus. Und wenn wir dort Transporte haben,
00:29:12: dann sind das eher Schatteltransporte, also kurze Transporte von der Produktion zum Hafen
00:29:16: oder zurück. Das heißt, das sind jetzt keine Langstrecken oder so und ähnlich in den USA.
00:29:21: Da würden wir uns jetzt noch mal ein bisschen öffnen, aber da müssen wir natürlich auch nach
00:29:25: geltendem Recht und Arbeitszeiten natürlich entsprechend agieren. - Ja, ich möchte noch mal
00:29:31: da einsetzen, was du davor gesagt hast, dass ihr auch in Deutschland viele Kollegen und
00:29:36: Kolleginnen aus den osteuropäischen Ländern habt. Es gibt ja in Deutschland durchaus Stimmen,
00:29:41: die sagen, na ja, wir wollen eigentlich gar nicht mit so vielen nicht deutschen Kräften mehr
00:29:46: zusammenarbeiten. Wenn das so wäre, was würde das für Talke bedeuten? - Das wäre katastrophal.
00:29:52: Also das können wir uns eigentlich gar nicht vorstellen. Ohne die Kräfte, glaube ich,
00:29:57: würden wir das so gar nicht stemmen können. Das ist eine wichtige Säule, ein wichtiger Bestandteil
00:30:01: unseres Kerngeschäfts. Und ich wüsste nicht, warum das, also wie das gehen sollte. Das kann ich mir
00:30:10: nicht vorstellen. - Was tut ihr denn? Also wir waren jetzt gerade beim Recruiting. Was tut
00:30:15: ihr denn, um diese Leute zu halten? Weil du sagst ja, ihr habt eine relativ geringe Fluktuation.
00:30:19: Was macht denn Talke, außer dass ihr vielleicht per se ein attraktiver Arbeitgeber seid im Umfeld?
00:30:26: Aber was tut ihr aktiv dafür, um diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu binden? - Also man kann
00:30:33: sich ja vorstellen, Fahrer, die sind quasi ja den ganzen Tag unterwegs. Die sind auch nicht im
00:30:37: Unternehmen. Die haben wenig Kontakt im Grunde zu den Mitarbeitern. Aber da versuchen wir natürlich
00:30:43: über entsprechende Kommunikationsmittel, die sozusagen einzubinden. Also es ist vollkommen
00:30:49: klar, dass die ein Smartphone haben, dass die gewisse Apps haben, dass die auch in ihrer, ich sag
00:30:54: jetzt mal, Freizeit oder in der Zeit, in der sie warten müssen, dann zum Beispiel an B und
00:30:59: Entlade stellen, dass sie das nutzen können, dass sie da auch das nutzen können für ihre eigene
00:31:06: Weiterbildung. Zum Beispiel, wir haben wahnsinnig viele Fahrer, die machen Sprachkurse, währenddessen
00:31:10: sie darauf warten, dass sie die Produkte abladen können und so weiter. Da stellen wir alles auch
00:31:16: so zur Verfügung. Wir haben eine eigene Abteilung, die nennt sich Driver Management, die ist ganz
00:31:22: speziell dafür da, um die Bedürfnisse rund um die Fahrer sich zu kümmern. Der Fahrer kann mit
00:31:29: jedem Anliegen dahin kommen. Es gibt Gespräche, es gibt Weiterbildungsprogramme, es gibt Schulungen,
00:31:34: regelmäßige. Es gibt aber genauso auch Grillabende und Socializing, so dass die Fahrer sich sozusagen
00:31:41: verstanden gefühlt haben, dass da ein sehr enges Ohr an den Fahrern ist, um die Probleme auch zu
00:31:47: verstehen. Und zum Beispiel unsere, also wir sind auch aktiv in einem Verband, die sich da auch dem
00:31:55: Thema ein bisschen angenommen haben, weil das Thema oft ist, dass die Fahrer weniger wertschätzen
00:32:00: bei den Kunden oder den Kunden unserer Kunden behandelt werden. Also sprich, es gibt wenig
00:32:05: Aufenthaltsräume, es gibt vielleicht auch gar keine sanitären Anlagen, es gibt lange, lange Wartezeiten,
00:32:10: das stresst natürlich auch die Fahrer. Und da gibt es jetzt so eine Art Bewertungsepp, ähnlich
00:32:16: wie man das kennt aus Hotels oder TripAdvisor oder ähnliches, dass die Fahrer sozusagen diese Endpunkte
00:32:21: bewerten können und sich der Verband dann dafür einsetzt, mit den Kunden zu sprechen und zu sagen,
00:32:25: hey Leute, guckt mal hin, hier gibt es nur ein Stern oder weniger Sterne, was macht ihr da? Bitte
00:32:31: kümmert euch auch um unsere Fahrer, weil die sind hier, fühlen sich hier nicht aufgehoben. Und
00:32:37: hilft das dann auch? Ich meine, zu bewerten ist ja das eine, dass man dann sagt, hey, bei dem oder
00:32:41: der Entladungsstelle dürfen wir vielleicht nicht mal auf die Toilette gehen oder also das sind so
00:32:47: die Themen, die ich mir dann so vorstelle, so die Grundbedürfnisse. Und das heißt, ihr wendet euch
00:32:54: dann auch an den Vertreter dieser Belade oder Endladestelle und versucht dann da mit denen
00:33:00: ins Gespräch zu kommen, um da dann die Änderungen herbeizuführen. Die Initiative ist entstanden,
00:33:05: weil das natürlich schwierig ist für jeden Logistiker alleine mit dem Kunden zu sprechen.
00:33:09: Da gibt es einen Abhängigkeitsverhältnis, man will da vielleicht nicht so Druck machen oder so,
00:33:14: wenn man den Auftrag nicht verlieren will und deswegen hat sich die Brancheninitiative,
00:33:19: der Branchenverband dafür eingesetzt. Und das heißt, der macht das im Grunde anonym. Dort werden
00:33:23: die Bewertungen gesammelt. Das Projekt ist jetzt, glaube ich, acht Monate am Start und wir haben
00:33:29: jetzt nach einem halben Jahr sieben Monaten die erste Auswertung bekommen. Und es gibt sehr,
00:33:33: sehr gute Be- und Entladestellen. Es gibt eben auch ein paar schwarze Schafe und da würde aber
00:33:37: jetzt auch eben der Verband tätig werden, im Namen aller Logistiker sozusagen. Ja, grundsätzlich,
00:33:44: habt ihr ja oder engagiert euch ja in den Regionen, in denen ihr tätig seid? Hast du da vielleicht
00:33:51: auch nochmal ein konkretes Beispiel für ein lokales Nachhaltigkeitsprojekt, was ihr da angeht?
00:33:56: Also wir haben in Hürt die Leitstiftung, die wir gegründet haben. Und ja, da kümmern wir uns
00:34:04: wirklich um ganz lokale Themenunterstützung auch von Flüchtlingen, Aufnahme oder Sammlung von
00:34:13: Kleidung und Ähnliches oder eben natürlich auch Spenden. Und ja, und so halten wir das eigentlich
00:34:21: in jeder Region. Also wir haben dann in Stade auch ein Standort, der wiederum vor Ort Aktionen macht.
00:34:29: Und ja, wir haben da kein übergeordnetes, keine übergeordnete Organisationen, wo wir das machen,
00:34:36: sondern wirklich sehr lokal immer die Bedürfnisse, die vor Ort sind. Und von dem gesamten sozialen
00:34:43: Engagement gibt es da ein bestimmtes Highlight für dich? Puh, das ist jetzt eine gute Frage. Also
00:34:51: vielleicht würde ich da jetzt auch die USA nochmal vorbringen, die ich finde dieses Jahr
00:34:56: ein ganz tolles oder letztes Jahr ein tolles Projekt gemacht haben, dass die sich in ihrer
00:35:00: Umgebung, in ihrem Ort, einer Organisation angeschlossen haben und Weihnachtsgeschenke für
00:35:07: Familien besorgt haben. Also es gibt dort Familien, die sich das eben nicht leisten konnten und
00:35:12: Talke USA die Patenschaft übernommen für Familien hat für alle Familienmitglieder,
00:35:17: dann also quasi die Mitarbeiter persönlich haben Weihnachtsgeschenke gekauft. Fällt mir auch sehr,
00:35:23: sehr gut. So, wir haben jetzt über Umwelt kurz gesprochen. Wir haben das Thema Social gestriffen
00:35:29: und da müssen wir natürlich auch zum Thema Regulatore, Government-Themen kommen. Hat sich
00:35:35: da für euch in den letzten Jahren auch durch Gesetzgebungsänderungen europäisches Gesetz
00:35:41: wird ja auch für euch viel greif mit den verschiedenen Ländern. Hat sich da viel für euch
00:35:46: verändert? Müsst ihr da sehr viel mehr Regulatorien erfüllen und wie stellt ihr euch dem? Ja,
00:35:52: das auf jeden Fall. Das ist ein wirklich ein großes, großes Thema bei uns, dass da viel in
00:35:58: kurzer Zeit neu dazugekommen ist. Das Lieferketten-Sorgfaltspflichtengesetz darunter fallen wir.
00:36:05: Wir fallen auch unter das ISG Reporting, was dann für uns ab Jahr 2026 greift,
00:36:12: ja im Grunde schon dieses Jahr. Und das bindet sehr, sehr viel Kapazitäten bei uns,
00:36:20: erst mal überhaupt das Verständnis zu schaffen, aber auch zu verstehen, wo sind da Synergien zu
00:36:25: anderen ISO Audits, zu anderen regulatorischen Themen wie das Energieeffizienzgesetz. Wir werden
00:36:31: uns jetzt nach E-Mass auch zertifizieren lassen. Also da wirklich zu verstehen, was muss berichtet
00:36:39: werden, wie hängt das zusammen, was können wir vielleicht für das ein oder andere auch nutzen,
00:36:44: aber wo werden noch mal Details anders abgefragt? Also das ist ein riesen Thema bei uns und natürlich
00:36:50: auch in Teilen die Unsicherheit. Die Diskussionen in der Politik über das Lieferketten-Gesetz,
00:36:55: wollen wir jetzt wieder ändern, werden die Anforderungen angepasst. Das hilft nicht gerade,
00:37:01: wenn man damit neu anfängt und neu startet und sich versucht überhaupt in dem Dschungel
00:37:06: zurechtzufinden, ist das halt schwierig. Was wäre denn deine Bitte an die Politik oder an
00:37:13: die Gesetzgebung, wenn du einen Wunsch frei hättest? Was wäre da ein konkreter Wunsch von deiner Seite?
00:37:19: Also ich hätte mir gewünscht, dass man die ganzen Gesetze vorher stärker geprüft hätte,
00:37:26: wo da Synergien sind oder wo da Doppelabfragen sind, einfach damit die so gar nicht erst
00:37:31: veröffentlicht hätten werden können. Und jetzt würde ich mir wünschen, dass man eigentlich viel
00:37:37: schneller ist mit Checklisten, mit Templates, mit Vorgaben, weil ich finde jedes Unternehmen
00:37:44: fängt bei Null an. Jeder macht, also versucht es zu interpretieren, versucht seine Prozesse
00:37:50: daran aufzusetzen, weil gerade wenn ich mir die Nachhaltigkeitsberichterstattung ansehe,
00:37:55: mit diesen hunderten von Seiten von Anforderungen herauszufinden, was für uns dann jetzt wesentlich
00:38:00: ist und was nicht, da hätte ich mir viel mehr Handreichung gewünscht, viel mehr Vorgaben,
00:38:05: also schon vorgefertigte Templates und nicht so, dass man so allein gelassen wird.
00:38:11: Tobias, habe ich auch einen Wunsch frei? Immer. Also ich würde mir ja wirklich die Harmonisierung
00:38:18: der Gesetze wünschen. Also natürlich haben wir Elemente, die sich in verschiedenen, also
00:38:25: gerade thematisch, Klima haste in der CSAD, in der Berichtspflicht, haste natürlich auch in
00:38:31: anderen Gesetzen. Nichtsdestotrotz entsteht immer das Gefühl oder auch die Sorge, immer bei Null
00:38:37: anfangen zu müssen, was ja faktisch nicht so ist, weil wenn du dich im Unternehmen aufstellst,
00:38:42: die Aktivitäten sammelt, weißt, wir haben Ziele, wir haben Maßnahmen, dann erfüllst du ja schon
00:38:48: viele Kriterien der einzelnen Gesetze. Nichtsdestotrotz glaube ich, dass da unglaublich viel
00:38:54: Potenzial ist, da auch wirklich die Kriterien anzupassen, gerade was so die inhaltlichen
00:39:02: Dinge angeht, dass die Unternehmen einfach die Zahlen, die sie haben, besser nutzen können und nicht
00:39:09: immer wieder anders aufbereiten müssen. Das wäre mein Wunsch. Ja, das stimmt. Da stimme ich voll zu.
00:39:14: Also, dass man das, was man hat, auch schon so nutzen kann, ohne es wieder zu verändern oder in eine
00:39:19: neue Form zu bringen oder in einen neuen Bericht zu bringen, das viel mehr auch anerkannt wird
00:39:23: von dem, was schon da ist. Das stimmt. Dann möchte ich jetzt zum Abschluss, weil wir sind
00:39:29: leider schon wieder am Ende unseres kleinen Gesprächs. Zum Abschluss würde ich ganz gerne
00:39:33: nochmal den Bogen spannen und dich einfach fragen. Du als Nachhaltigkeit, Expertin und
00:39:40: Managerin eines traditionellen Logistik-Unternehmens. Was war für dich die größte Herausforderung und
00:39:49: wie hast du die gemeistert in den letzten zwei Jahren? Ja, also die größte Herausforderung,
00:39:57: dass ... ja, das ist echt die Komplexität, würde ich sagen. Ja, ist wahrscheinlich die Antwort.
00:40:05: Also sowohl was unser Geschäftsmodell angeht, also auch die Logistik der Transport, unser Unternehmen
00:40:11: an sich ist schon sehr komplex und sehr vielschichtig. Plus dann die Regulatorik und die Themen,
00:40:18: die das ganze Themenfeld Nachhaltigkeit hat, sozusagen übereinzubringen zu schauen. Was bedeutet
00:40:24: das für uns? Was müssen wir tun? Wohl darauf legen wir den Fokus. Das war die größte oder ist
00:40:29: eigentlich immer noch die größte Herausforderung, diese Komplexität beherrschbar zu machen und
00:40:34: runterzubrechen und ein bisschen auch 80/20 Hands-on dabei zu bleiben. Liebe Sonja, liebe Bahar,
00:40:41: vielen Dank für diesen tiefen Einblick in die Chemie-Logistik und die Herausforderungen rund
00:40:47: um Nachhaltigkeit, Personalentwicklung und letztlich auch Innovation. Was ich heute mitnehme ist,
00:40:53: die Logistikbranche steht unter einem enormen Druck, die Klimaziele zu erreichen, Fachkräftemangel
00:40:59: ist natürlich ein Thema und auch die steigenden Anforderungen der Regulatorik ist eine echte
00:41:05: Herausforderung. Doch als statt sich anscheinend von diesen Herausforderungen lähmen zu lassen,
00:41:10: setzt Talke oder Alfred Talke auf Innovation, Zusammenarbeit und wirklich kontinuierliche
00:41:16: Verbesserung. Liebe Sonja, ich finde es beeindruckend, wie ein großes Logistikunternehmen, wie Talke,
00:41:24: offen ausspricht, dass es keine fertigen Lösungen gibt, aber dass man sich wirklich auf dem Weg
00:41:30: gemacht hat und vielleicht ermutigt diese Folge auch andere Entscheiderinnen und Entscheider in
00:41:35: der Branche, selber weiterzugehen und an nachhaltigeren Lösungen zu arbeiten, auch wenn der Weg dahin
00:41:42: nicht einfach ist. Und an euch, liebe Hörerinnen und Hörer, ihr Macher da draußen, so wie ich
00:41:49: Sonja heute erlebt habe, wird sie sich freuen, wenn ihr mit ihr in den Austausch geht, nehmt einfach
00:41:54: Kontakt zu ihr auf, tauscht eure Erfahrungen aus oder vielleicht seid ihr auch demnächst hier bei uns
00:42:00: im Studio. Stichwort dranbleiben, an euch alle da draußen, alle Hörerinnen und Hörer von
00:42:09: BusinessShift, ein herzliches Dankeschön, dass ihr dabei gewesen seid. Ich hoffe, wir konnten
00:42:14: euch inspirieren und wenn ihr noch mehr über Nachhaltigkeit im Business erfahren wollt, dann
00:42:19: abonniert unseren Podcast. Scheitet einen Gang hoch, tankt grüne Ideen und rollt mit uns in
00:42:28: einen nachhaltigere Zukunft. Abonniert den Podcast und wir bringen euch die interessantesten Tipps
00:42:37: und Stories rund um das Thema Nachhaltigkeit im Business, Innovationen und Transformation,
00:42:43: Ressourcen effizient direkt in den Gehörgang. Empfangen könnt ihr uns überall da, wo es
00:42:51: Podcast gibt und wo ihr gerade seid. Im Homeoffice, im Auto, im Bad, beim Bügeln, beim Lkw fahren,
00:42:58: beim Gassigen, in der Natur mit Kind und Kegel oder Hund und alle Infos findet ihr wie immer
00:43:03: unter den Show Notes. Und nicht vergessen, Veränderung im Business beginnt bei uns,
00:43:10: bei uns allen und bei jedem Einzelnen. Also bis zum nächsten Mal, euer BusinessShift.
00:43:17: Einfach machen. Der Podcast für Entscheidende und Führungskräfte,
00:43:23: die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit nachhaltig beschäftigen wollen. Bleibt neugierig.
00:43:30: Tschüss!
00:43:32: [Musik]
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